Ausstellung

In den Dschungel der Städte verschleppt

BERLIN. (hpd) Der Anatom Edward Tyson schrieb bereits 1699: "Doch bei dem mit höchster Sorgfalt vorgenommenen Vergleich des Gehirn (mit dem eines Menschen) bereitet die Entdeckung der großen Ähnlichkeit … eine so außerordentliche Überraschung, wie sie größer nicht sein könnte." Solche historischen Texte und viele Stiche präsentiert die Ausstellung "Unheimliche Nähe. Menschenaffen als europäische Sensation" in der Universitätsbibliothek Leipzig.

Peter Menne, Reiner Diederich, DiWi Dreysse (v.l.n.r.)

Immer dichter wohnen?

FRANKFURT/M. (hpd) "Immer dichter wohnen?” versprach die Einladung als Frage – und die Veranstaltung hat sie gewissermaßen beantwortet: dicht gedrängt saßen 75 bis 80 Gäste im Frankfurter Club Voltaire, mehr als ein weiteres Dutzend Interessenten mußten wegen Überfüllung abgewiesen werden. Eine hybride Veranstaltung, die da so magisch anzog: Vernissage, Fachvortrag und Diskussion zugleich. Es war die Eröffnung einer Fotoausstellung von Peter Menne, zugleich ein kritischer städtebaulicher Rundblick des Architekten Prof. DiWi Dreysse. Eingeladen dazu hatte die KunstGesellschaft, ihr Vorsitzender Prof. Reiner Diederich modierte den gelungenen Abend.

Handsilhouetten: Fische und Mond - Indonesien, West-Papua Tabulinetin - 500 - 1500 n.d.Z. - Aquarell von Albert Hahn (1937)

Die Revolution der Kunst in der Steinzeit

BERLIN. (hpd) Kunst oder Magie, l’art pour l’art oder Staunen über den Überfluss und die Fülle der Welt rund um die steinzeitlichen Künstler? Die Ausstellung "Felsbilder der Sammlung Frobenius. Kunst der Vorzeit” im Berliner Martin-Gropius-Bau mit über hundert Exponaten öffnet den Sinn für viele Fragen. Wann hörte die Steinzeit auf? Führt ein direkter Weg in die Moderne?

Park Mobil Wildnis 2001

Wolfsmobil trifft auf Porzellanhase

BERLIN. (hpd) Über 7000 Fundstücke, gesammelt in 25 Jahren, gestaltete Mark Dion zu seiner Ausstellung "Widerspenstige Wildnis” im Herforder Kunst- und Designmuseum Marta. Wild wuchernd präsentiert sich dabei vor allem die Menschenwelt. Die Natur dagegen eingesperrt, eingeordnet, gezähmt – eine Projektion. Die Schau des Pop-Künstlers handelt von unserem Bild von der Natur und kehrt dabei das Innerste nach außen. Und umgekehrt.

Wilhelm Kuhnert: "Verdächtiges Geräusch"

Wildnis im Fragment

BERLIN. (hpd) Als in Europa die Zoos das Publikum verzückten und der Kolonialismus die Welt aufteilte, malte er Tiere nicht hinter Gittern, sondern im tiefen Afrika. Für seine Bleistiftzeichnungen, seine Skizzen beobachtete Wilhelm Kuhnert die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung und studierte ihr Verhalten genau. Bekannt wurde er als Illustrator von "Brehms Tierleben". Die Alte Nationalgalerie in Berlin widmet ihm zum 150. Geburtstag eine Ausstellung.

SAMIZDATA - Beweis der Verschwörung

BERLIN. (hpd) Am vergangenen Donnerstag wurde bei der NOME Galerie in Berlin-Friedrichshain die Ausstellung "SAMIZDATA: Beweis der Verschwörung" eröffnete. Es ist die erste Einzelausstellung von Jacob Appelbaum in Deutschland. Sie wird vom 11. September bis 31. Oktober 2015 in Deutschland von Tatiana Bazzichelli in Kooperation mit dem Disruption Network Lab präsentiert und kuratiert.

Die Sprache der Hunde

BERLIN. (hpd) Eine so lange und so enge Beziehung wie zum Hund hat der Mensch zu keinem anderen Tier. Mit keinem sonst ist die Kommunikation derart differenziert. Auf beiden Seiten. Hunde haben eine sprechende Mimik. Ihr Wesen wurde aber auch Gegenstand von Projektionen. Die Ausstellung "Wir kommen auf den Hund" im Berliner Kupferstichkabinett zeichnet anhand alter und neuer Grafik den gemeinsamen Weg von Zwei- und Vierbeiner der letzten 600 Jahre.

Tetsuro Matsuzawa (r.)

Schimpansen als malende Zen-Meister

BERLIN. (hpd) Schimpansen malen gerne, stellte Tetsuro Matsuzawa fest. Bilder übermalen sie mit Strichen. Das leer gelassene Gesichtsfeld eines Artgenossen auf dem Papier ummalen sie am Fellansatz mit einem dichten Linienkranz rundum. Fehlende Augen, Mund und Nase setzen sie aber nicht ansatzweise ein, anders als Kinder ab drei Jahren.

Jeder kann zum Dschungelforscher werden

BERLIN. (hpd) Auf chimpandsee.org kann jeder dazu beitragen, das Wissen um die Schimpansen im Taï-Nationalpark in der Elfenbeinküste zu voranzutreiben. Jeder kann selbst zum Forscher werden. Tausende von Filmschnipseln gilt es zu sichten und zu bestimmen. Verteiltes Beobachten lautet die Devise.