Katholische Kirche

Gebäude an der Kardinal-Faulhaber-Straße 1

Straßen endlich umbenennen

Der Bund für Geistesfreiheit (bfg) München möchte vom Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter und den Stadtratsfraktionen wissen, wann das Thema Umbenennung von Straßennamen in den Stadtrat geht und wie der inzwischen fast zehn Jahre dauernde mehr oder weniger interne städtische Prozess endlich von einer lebendigen Diskussion in der Öffentlichkeit abgelöst werden kann.

Hauptkirche des Erzbistums Cuenca (Ecuador)

Ecuador: Katholische Kirche nennt Sterbehilfe diabolisch

Paola Roldán Espinosa ist unheilbar an Amyotropher Lateralsklerose erkrankt. Um in Würde und selbstbestimmt sterben zu können, hat sie sich im August an das ecuadorianische Verfassungsgericht gewandt. Dieses hat nun in diesem Monat geurteilt, dass ein Gesetz zu legaler Sterbehilfe geschaffen werden muss. Während das Gericht mit Würde argumentiert und religiöse Gefühle in einem laizistischen Staat nicht als ausreichenden Grund für eine Kriminalisierung sieht, ist die katholische Kirche anderer Meinung. Die Bischofskonferenz rückt legale Sterbehilfe in die Nähe von Totschlag und stuft sie als diabolisch ein.

Spanien: Katholische Kirche soll 2024 drei Prozent des BIP erwirtschaften

Die spanische katholische Bischofskonferenz hat die Auswertung ihrer Einnahmen und Ausgaben für das Jahr 2022 präsentiert und gleich noch Prognosen für 2024 getätigt. Nach diesen soll die Kirche drei Prozent des spanischen Bruttoinlandsproduktes (BIP) erwirtschaften. In die Schätzungen fließen nicht nur Einnahmen durch religiöse Veranstaltungen und Kulturgüter ein, sondern auch Vermögenswerte von kulturellem Interesse. Dazu zählen für die Bischöfe allerdings auch die Arbeit von Ehrenamtlichen und sogar erteilter Religionsunterricht.

Afrikanische Bischöfe verweigern homosexuellen Paaren den Segen

Am 18. Dezember 2023 veröffentlichte der Vatikan mit "Fiducia supplicans" eine Erklärung über die pastorale Sinngebung von Segnungen. In dieser versucht Papst Franziskus den Spagat zwischen den antiquierten Ideen der katholischen Kirche und der Lebensrealität potentiell gläubiger Menschen im 21. Jahrhundert zu schaffen. So ist die Segnung unverheirateter und homosexueller Paare nun möglich, darf aber nicht mit einer Trauung verwechselt werden. Bei kirchlichen Würdenträgern vor allem in Afrika trifft dies auf Ablehnung. Die Bischofskonferenz Afrikas und Madagaskars verweigert homosexuellen Paaren weiterhin jeden Segen.

Spanien: Katholische Bischöfe melden Einnahmerekord für 2022

Die katholische Bischofskonferenz Spaniens hat einen neuen Einnahmerekord für das Jahr 2022 vermeldet. Über 360 Millionen Euro hat die Kirche über Spenden aus Steuererklärungen erhalten. Obwohl sie ständig Gläubige verliert, stiegen die Einnahmen von 2021 auf 2022 um etwa 38 Millionen Euro. Erklärungen dafür könnten die gesunkene Zahl von Menschen ohne Arbeit und die gestiegenen Arbeitsentgelte sein.

Papst Franziskus (2016)

Ex-Nuntius fordert Verhaftung des Papstes

Einst war Carlo Maria Viganò Nuntius des Vatikan in den USA. Heute ist er bekannt als Verschwörungsmythiker und als Gegner des amtierenden Papstes Franziskus, dessen Verhaftung er fordert. Viganò, der nach dem Vorbild der Piusbruderschaft ein Priester-Seminar für Traditionalisten gründen will, betrachtet Franziskus nicht als rechtmäßigen Papst und kritisiert, dass die katholische Kirche durch Franziskus eine zu lockere Haltung in Bezug auf Sexualität eingenommen habe.

Écône in Valais/Wallis, Schweiz

Schweizer Behörden ermitteln gegen die Piusbrüder

Wegen Missbrauchsvorwürfen ermitteln die Schweizer Behörden an einer Schule der katholischen Piusbrüder in der Schweiz. Anlass ist ein Artikel in der Schweizer Tageszeitung "Le Temps", in dem ein früherer Schüler von physischer, psychischer und sexueller Gewalt in seiner Grundschulzeit berichtete.