Meinungsfreiheit

Dirk Laucke Interview

"Gewisse Dinge kannst du einfach nicht sagen"

Um die Meinungsfreiheit geht es Theater- und Hörspielautor Dirk Laucke in seinem jüngsten Werk "Die Freiheit in Abrede" – eine "radiophone Show", die Anfang Dezember im Theater Oberhausen uraufgeführt wurde. hpd-Redakteurin Daniela Wakonigg sprach mit Autor Dirk Laucke über den aktuellen Stand der Meinungsfreiheit in unserer Gesellschaft.

Die Freiheit in Abrede

Darf man einen Religionsfunktionär "Arschloch" nennen?

Um den Stand der Meinungsfreiheit geht es Theater- und Hörspielautor Dirk Laucke in seinem neuen Stück "Die Freiheit in Abrede". Besonders interessiert ihn, wie es um die Meinungsfreiheit bestellt ist, wenn das Thema "Religion" verhandelt wird. Lauckes "radiophone Show" wurde am vergangenen Freitag am Theater Oberhausen unter der Regie des Autors uraufgeführt.

Unternehmen sollen über Recht und Unrecht entscheiden

Während der Beschluss des Bundestags, die "Ehe für Alle" einzuführen, in den Medien und den sozialen Netzwerken zu großem Jubel führte, wurde so gut wie übersehen, dass das Hohe Haus anschließend auch das sehr umstrittene "Netzwerkdurchsetzungsgesetz" (NetzDG) durchgewunken hat. Dabei handelt es sich hier um ein Gesetz, dass die Freiheit massiv einschränken kann.

Raif Badawi

Raif Badawi soll Geldstrafe zahlen

Vor vier Jahren wurde der saudi-arabische Blogger Raif Badawi wegen "Beleidigung des Islam" zu 1.000 Stockhieben, zehn Jahren Haft und einer Geldstrafe von umgerechnet etwa 250.000 Euro verurteilt. Badawi wurde nun dazu aufgefordert, die Geldstrafe zu zahlen.

"Publizieren wird zur Mutprobe"

Während in deutschen Medien derzeit viel über den Fall des Journalisten Deniz Yücel berichtet wird, stellten das Institut für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) sowie der "Mediendienst Integration" das Ergebnis einer Umfrage vor, in der 780 Journalisten in Deutschland zu ihren Erfahrungen mit Hate Speech und körperlichen Attacken Auskunft gaben. Dabei zeigte sich, dass verbale und körperliche Angriffe mittlerweile für viele Journalisten zum Berufsalltag gehören.

"Wir müssen Saudi-Arabien unter Druck setzen!"

Dem saudischen Blogger Raif Badawi, Träger des Deschner-Preises der Giordano-Bruno-Stiftung (GBS), drohen nach Medienberichten weitere 50 Peitschenhiebe. GBS-Vorstandssprecher Michael Schmidt-Salomon, der in seinem Buch  "Die Grenzen der Toleranz" ausführlich auf den Fall Badawi eingeht, fordert die deutsche Politik auf, "endlich klare Kante zu zeigen und Saudi-Arabien unter Druck zu setzen".

Der "Südkurier" unter Druck

KONSTANZ. (hpd) Mit ihrer Vorgehensweise in der Personalie Michael Lünstroth haben Chefredakteur Stefan Lutz und Lokalchef und Regionalleiter Jörg-Peter Rau dem Südkurier einen schweren Imageschaden zugefügt. Bundesweit wird seit Tagen über den Presseskandal am Bodensee und den massiven Glaubwürdigkeitsverlust der Tageszeitung vor Ort berichtet. Nun zog auch der SWR nach und berichtete vergangenen Mittwoch in der Landesschau über die Hintergründe, die dazu führten, dass Lünstroth mit einem (mittlerweile aufgehobenen Schreibverbot) und einer Abmahnung belegt wurde.