Missbrauch

Robert Prevost wird Kardinal

Der neue Papst Leo XIV. und seine Ambitionen

Der Heilige Geist hat geholfen

Wird ein Bundeskanzler erst im zweiten Wahlgang gewählt, so ist das für diesen ein politisches Desaster. Wird ein Papst schon im vierten Wahlgang des Konklave gewählt, sagt das: Er versteht es offenbar, Brücken zu bauen, oppositionelle Lager innerhalb der Kirche zu vereinen. Und wenn er dann noch in einem für einen Papst süßen Teenageralter von 69 Jahren ist und alle wissen, dass er die Geschicke seiner Kirche womöglich über Jahrzehnte prägen wird, so zeigt das, dass ihm offenbar großes Vertrauen entgegengebracht wird. Habemus Papam. Dieses Mal einen Leo. Einen Löwen also.

Landgericht Essen glaubt Missbrauchsopfer:

Bistum zu Schadensersatz verpflichtet

Mit Urteil vom 25. April 2025 hat das Landgericht Essen entschieden, dass das Bistum Essen dem Kläger Wilfried Fesselmann für den durch den damaligen Kaplan Peter H. erlittenen sexuellen Missbrauch alle entstandenen materiellen Schäden ersetzen muss.

Caroline Darian und Olga Mannheimer

Caroline Darian, Tochter von Gisèle und Dominique Pelicot, beeindruckt beim Literaturfestival "lit.COLOGNE"

"Und ich werde dich nie wieder Papa nennen"

Im Rahmen der "lit.COLOGNE" hat Carolin Darian ihr Buch vorgestellt. Sie ist die Tochter des verurteilten Vergewaltigers Dominique Pelicot, dessen Prozess die Welt im letzten Jahr schockiert verfolgt hatte.

"Hängemattenbischof" vor dem Kölner Dom

"Hängemattenbischof" unterstützt Schmerzensgeldklagen gegen das Erzbistum Köln

Missbrauchsskandal: Muss die Kirche Entschädigung in Millionenhöhe zahlen?

Am morgigen Dienstag folgen gleich zwei Verhandlungstermine vor dem Landgericht Köln hintereinander, in denen Betroffene sexualisierter Gewalt eine sechsstellige Entschädigungssumme vom Erzbistum Köln fordern. Um den wegweisenden Schmerzensgeldprozessen vor dem Landgericht Köln die notwendige Aufmerksamkeit zu verschaffen, wird die Aktionsgruppe der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) "11. Gebot" mit dem "Hängemattenbischof" heute und morgen vor Ort sein.

Söder mit Kreuz

"Respektlos gegenüber den Betroffenen sexualisierter Gewalt in der katholischen Kirche"

Söder beharrt auf dem Kardinal-Wetter-Kreuz in der Staatskanzlei

Dass im Eingangsbereich der bayerischen Staatskanzlei ein Kreuz hängt, ist nicht überraschend. Schließlich ist seit dem sogenannten Kreuzerlass von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) das christliche Symbol in jeder bayerischen Amtsstube Pflicht. Ein Erlass, der vom Bund für Geistesfreiheit vor dem Bundesverfassungsgericht angefochten wird. Doch das Kreuz in der Staatskanzlei hat nochmal eine besondere Relevanz. Und die hat etwas mit dem Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche zu tun.

Kommentar

Wurde Jesus missbraucht?

Kurt Tucholsky schrieb 1922 in einem Brief an Herbert Ihering: "In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als derjenige, der den Schmutz macht." Daran hat sich ein Jahrhundert später noch immer nicht viel geändert.

Offener Brief an Dr. Georg Bätzing

Hermann Schell, erster Vorsitzender von MissBiT e.V. – Missbrauchsopfer & Betroffene im Bistum Trier, hat an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz Georg Bätzing einen Offenen Brief geschrieben. Der hpd gibt ihn hier im Wortlaut wieder.

Abbé Pierre

Neue Vorwürfe gegen Abbé Pierre:

Vom Nationalheiligen zum Sexualstraftäter

Abbé Pierre galt als der berühmteste Geistliche Frankreichs. Seine Popularität wurde zeitweise mit der von Mutter Theresa verglichen. Seit dem Sommer 2024 bringen Enthüllungen immer wieder sexuelle Übergriffe und Vergewaltigungen ans Licht, für die er verantwortlich gewesen sein soll. Dabei zeigt sich einmal mehr das bekannte Muster vieler kirchlicher Missbrauchsskandale.