Internationales

Wie Böhmen noch bei Österreich war

WIEN. (hpd) Die Tschechinnen und Tschechen wählen am Wochenende erstmals ihren Staatspräsidenten. Es wird entweder der ehemalige Premierminister Milos Zeman oder der Außenminister Karl Schwarzenberg. Von letzterem sind Österreichs Medien angetan. Die Motive erscheinen fragwürdig.

Abkehr von der Opfer-Perspektive

(hpd) Peter Menasse, Chefredakteur des jüdischen Magazins NU in Österreich, formuliert in seinem Essay eine Kritik an der Instrumentalisierung des Antisemitismus-Vorwurfs und des Selbstverständnisses als Opfer. Sein damit einhergehender Appell an eine Neupositionierung jüdischer Identität wird leider beleglos, formal unstrukturiert und inhaltlich zugespitzt – eben essaystisch – vorgetragen.

Das dicke Ende kommt erst

WIEN. (hpd) Die katholische Kirche in Österreich kann die Austrittswelle nicht eindämmen. Allen Versuchen zum Trotz, sie schön zu reden. Mittelfristig gesehen dürfte die allerdings nur ein Teil des Problems sein. Der katholische Schrumpfungsprozess wird sich beschleunigen. Etwas mehr als 63 Prozent der Österreicher sind als Katholiken registriert.

Notizen aus Polen (2)

POLEN. (hpd) Bemerkenswertes aus säkularer Sicht (Zeitraum 15.12. – 13.01.13). Eine Gesetzesinitiative der Palikot-Bewegung zur Patientenverfügung, die Kirche fordert eine Lizenz bei der Umstellung auf digitales Fernsehen, drei Priester-Skandale in kurzer Zeit und die Heiligen Drei Könige als großes Kirchenfest.

Belgische Sterbehilfedebatte erneuert

BRÜSSEL. (hpd) Vorige Woche erschien in der belgischen Presse die Mitteilung, dass Mitte Dezember 2012 zum ersten Mal auf der Welt eineiige Zwillinge (45) das Recht auf Sterbehilfe nutzten, um gemeinsam zu sterben. Beide Männer aus der belgischen Gemeinde Putte waren taub geboren und verbrachten ihr ganzes Leben zusammen.

Burschenschaftler, FPÖ und Neonazis

(hpd) Der Journalist Hans-Henning Scharsach legt ein Buch vor, das eine Fülle von Belegen für das Bestehen eines Netzwerkes von Burschenschaftlern, FPÖ und Neonazis enthält. Der Autor liefert auf über 300 Seiten mit über 1000 Fußnoten einschlägige Belege, aber leider keine Auseinandersetzung mit den politischen Positionen Straches.

Katholische Frohbotschaften

WIEN. (hpd) Die katholische Kirche in Österreich wird immer kleiner. 2012 sind laut kircheneigenen Angaben mehr als 52.000 Menschen ausgetreten. Nach außen verkaufen die katholischen Verlautbarungsorgane das als Erfolg.

Wende bei Misshandlungsfällen im Stift Admont

WIEN. (hpd/ikp) Zwei Opfer von rituellen Misshandlungen im Stift Admont wurden nach anfänglichem Widerstand der Klasnic-Kommission jetzt mit dem Maximalsatz von Kirchen-Kommission entschädigt. Der zuständige Diözesanbischof Kapellari gerät weiter unter Druck. Einer der Täter ist immer noch im Dienst.

Volksbegehren: 8.683 Unterschriften

WIEN. (hpd) Es wurden deutlich mehr als erwartet. Das Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien hat zu Silvester 8.683 Unterschriften an das zuständige Innenministerium übergeben. Das wird in den nächsten Wochen die Gültigkeit der Unterschriften prüfen und dann die nächsten Schritte für das so genannte Einleitungsverfahren setzen.

Antisemitismus in Polen nach Auschwitz

(hpd) Der polnische Historiker Jan T. Gross beschreibt und hinterfragt die judenfeindlichen Ausschreitungen, welchen mehr als 1.500 Menschen zum Opfer fielen. Der Autor dokumentiert das Ausmaß der Diskriminierungs- und Gewalthandlungen anhand von zahlreichen historischen Quellen und formuliert eine beachtens- und diskussionswürdige These zur Erklärung.