Frankreich

Obsoleszenz wird als Betrug bestraft

Obsoleszenz - das vorzeitige Ausfallen von Geräten - soll in Frankreich als Betrug bestraft werden. Ein entsprechendes Gesetz hat bereits die erste Hürde im Parlament genommen.

Mit dem Begriff Obsoleszenz ist gemeint, "dass in Produkten bewusst Bestandteile verarbeitet werden, die vorzeitig altern oder geringere Qualität haben. Das Gerät kann dann schneller nicht mehr genutzt und muss früher ersetzt werden." 

Diese Methode der Wirtschaft, den Kauf neuer Geräte anzukurbeln, steht seit längerem in der Kritik von Umweltschützern. "In Frankreich sollen nachgewiesene Fälle künftig als Betrug mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe bestraft werden können."

Quelle

Kommentare (3)

Hans Trutnau (nicht überprüft)

Fr. 24 Okt 2014 - 01:26

Es wird einen höllischen Aufwand bedeuten, solche Sollbruchstellen im Einzelfall zu definieren und nachzuweisen - aber der Anfang ist mit dieser Initiative gemacht.

Claus (nicht überprüft)

So. 2 Nov 2014 - 20:31

Richtig so. Man kann gewiss darüber streiten, wie viel Qualität der Kunde zu welchem Preis erwarten darf. Ein Produkt ohne absichtlich eingebaute Produktmängel ist jedoch das absolute Minimum auf das der Kunde bei jedem Preis Anspruch hat.

Ralf Klenk (nicht überprüft)

So. 2 Nov 2014 - 20:36

Ich würde das nicht Betrug nennen. Obst und Gemüse verfällt auch nach einer bestimmten Zeit. Warum kleben Elektronikhersteller nicht einfach einen Aufkleber auf ihre Waren "Gebrauchsfähig bis 2017"? Damit wäre doch beiden Seiten gedient.

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