Politik

Dalai Lamas Gegenstimme

WIEN. (hpd) Der elftägige Besuch des Dalai Lama in Österreich beschäftigt praktisch alle österreichischen Medien. Die atheistische Szene des Landes versucht, mit der wohl prominentesten Gegenstimme ein wenig Distanz zur Jubel-Berichterstattung zu schaffen. Colin Goldner blickte in Wien hinter das Lächeln des Dalai Lama.

Ein Pastor lässt das Frömmeln nicht?

MANNHEIM. (hpd/sb) Bundespräsident Gauck wünscht sich mehr Christen in der Politik, die sind in der Politik aber bereits überrepräsentiert. Der gesellschaftliche Fortschritt der letzten fünf Jahrzehnte ist durch eine “Entchristlichung” des Rechts geprägt. Der Bundespräsident sollte lieber Konfessionslose zu mehr politischem Engagement ermuntern. Ein Kommentar von Matthias Krause

Miteinander statt übereinander reden

FRANKFURT. (hpd/sh) Humanistische Organisationen in Hessen setzen eigene Akzente und starten hinsichtlich der Einführung des islamischen Religionsunterrichts in Hessen eine gemeinsame Initiative "Ethik und Lebensgestaltung im DIALOG", kurz gesagt, das Projekt DIALOG.

Norwegen schafft Staatskirche ab

OSLO. (hpd) Es ist bislang beispiellos: Das Norwegische Parlament (Stortinget) hat mit einer Verfassungsänderung einstimmig für die Abschaffung der staatlich unterstützten Kirche Norwegens gestimmt. Die Verfassungsänderung tritt am kommenden Montag in Kraft.

Notizen aus Wien

WIEN. (hpd) Die Befreiungsfeiern im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen zählen zu den wichtigsten Bekenntnissen der Republik und vieler gesellschaftlicher Gruppen zur Mitschuld am NS-Regime und zur Frage des aktiven Antifaschismus. Mit dabei sind immer wieder Trittbrettfahrer. Ihre Basis: Mythologie.

Freiheit als Privileg

(hpd) Der italienische Philosoph Domenico Losurdo präsentiert eine kritische Sicht auf die historische Entwicklung des Liberalismus in der gesellschaftlichen Praxis. Er macht hier trotz aller bewussten Einseitigkeit gut belegt die historische Dominanz eines Freiheitsverständnisses aus, welches allzu lange nur auf die gesellschaftliche Elite bezogen war und die Unterprivilegierten von den damit verbunden Grundrechten ausschloss.

Experten: „Christenverfolgung“ ist ein Mythos

BERLIN. (hpd) Es gibt keine systematische Verfolgung von Christen in Nordafrika und im Nahen Osten. Das war die einhellige Meinung von Experten, die am vergangenen Donnerstag an einer Anhörung des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe im Deutschen Bundestag teilnahmen. Benedikt XVI. hält indes unbeirrt an der „tragischen Realität der Verfolgung“ fest.

Direkte Demokratie und Bonapartismus?

(hpd) Der Soziologe Thomas Wagner problematisiert in seinem Buch „Demokratie als Mogelpackung. Oder: Deutschlands sanfter Weg in den Bonapartismus“ die Möglichkeiten zur Legitimation autoritärer Staatsauffassungen durch scheinbare Formen „direkter Demokratie“. Einerseits zeigt der Autor dadurch bestehende Gefahren auf, andererseits neigt er hierbei zu einer vulgärmarxistischen Gesellschaftsanalyse.

Das „Room 28“-Bildungsprojekt

BERLIN. (hpd) Kann es in der Erinnerung an das Konzentrationslager Theresienstadt auch etwas Positives geben? Ja, meinen die überlebenden „Mädchen vom Zimmer 28“ und die Berliner Autorin Hannelore Brenner-Wonschick, die mit den Frauen zusammen das Project des „Room 28“ entwickelt hat, das jetzt weiter getragen wurde.