Rezensionen

Praktizierte Menschenwürde

(hpd) “Eine humane Gesellschaft, die diesen Namen verdient, kann nur eine herrschaftsfreie Gesellschaft sein, in der nicht einige wenige sich auf Kosten der vielen bereichern. Nur in einer solchen Gesellschaft gäbe es keine soziale Armut.” (S. 94) Mit dieser Schlußfolgerung faßt der Jurist und Philosoph Thomas Heinrichs seine Betrachtungen über die Humanisierung des Staates zusammen. Und damit wohl auch die Debatte um Humanismus und Humanisierung ganz allgemein."

Problemfall Religionskritik

ZWICKAU. (hpd) Beim Humanistischen Pressedienst sind zwei überwiegend lobende Rezensionen von Achim Pfahl-Traughber und Siegfried R. Krebs des neuen Werkes von Gerhard Czermak “Problemfall Religion” erschienen. In ihnen werden Inhalt wie Gliederung des Buches angemessen vorgestellt und gewürdigt, der eingesetzte Religionsbegriff hingegen wenig problematisiert. Wegen der Bedeutung des wichtigen Buches und des bekannten Autors für die “säkulare Szene” sind aus Sicht der noch jungen Humanistik einige Hinweise nötig.

"Dein Licht, wer kann es rauben?"

(hpd) Dieses Buch war überfällig: ein leicht lesbares, unterschiedliche Wissensgebiete vereinendes, aufklärerisches Grundlagenwerk mit positiver Botschaft und starkem Begeisterungspotenzial für religionsfreie Menschen.

Hubertus Mynareks Kritik an Hans Küng

(hpd) Hubertus Mynarek nimmt in seinem Buch “Warum Hans Küng die Kirche nicht retten kann. Eine Analyse seiner Irrtümer” eine Kritik an den Auffassungen des im Titel genannten Theologen vor, welcher in den Medien als inner-katholischer Kritiker der Kirche gilt. Mynarek kann eine Fülle von bedenkliche Auffassungen und Deutungen Küngs benennen, was indessen auch mit unangemessenen persönlichen und polemischen Formulierungen einhergeht.

Antiamerikanismus in deutschen Medien

(hpd) Der Kommunikationswissenschaftler Tobias Jaecker nimmt in seiner Studie “Hass, Neid, Wahn. Antiamerikanismus in deutschen Medien” eine Diskursanalyse einschlägiger Berichterstattung vor und konstatiert ein weit verbreitetes Negativ-Bild von den USA.

Parallelwelten im Zoo

(hpd) Neulich diskutierte die Lyrikerin Sabine Scho öffentlich mit dem zukünftigen Berliner Zoodirektor Andreas Knieriem über die Zoos in unserer Gesellschaft. Nun wird sie am 15. März Deutschland beim Poesie-Festival in Umeå vertreten, der Europäischen Kulturhauptstadt 2014. Anlass ist ihr jüngstes Buch “Tiere in Architektur”, mit dem sie zum Exportschlager avancierte.

Antisemitismus und "Judenemanzipation"

(hpd) Die Historiker Guido Hausmann, Manfred Hettling und Michael G. Müller präsentieren in ihrem Sammelband “Die ‘Judenfrage’ – ein europäisches Phänomen?” 13 Fallstudien zum Bild von und Umgang mit den Juden in europäischen Ländern zwischen Ende des 18. und Beginn des 20. Jahrhunderts. Es handelt sich um gut belegte und recherchierte Fallstudien, wobei die vergleichende Betrachtung leider nur auf die allerdings sehr reflexionswürdige Einleitung beschränkt bleib.

Politisch verschleppt – pädagogisch überfällig!

(hpd) Anton A. Buchers Büchlein – anders kann man diese nach Abzug des Inhaltsverzeichnisses, der Erläuterungen, Leerseiten und grafischen Darstellungen diverser Statistiken, nicht einmal 100 Seiten umfassende Schrift, kaum nennen – ist weder ein Sachbuch noch eine Studie. Es entspricht auch keinem anderen geläufigen Schema. Es ist das erste Beispiel für eine neugegründete Schrift-Gattung, nämlich der Protestnote in Buchform.

Sarrazin Opfer fehlender Meinungsfreiheit?

(hpd) Thilo Sarrazin legt mit “Der neue Tugendterror. Über die Grenzen der Meinungsfreiheit in Deutschland” ein neues Buch vor, worin er die Debatte um seinen Bestseller “Deutschland schafft sich ab” kommentiert. Hierbei beklagt der Autor des millionenfach verkauften Werks eine Einschränkung seiner Meinungsfreiheit und “widerlegt” so kaum ernsthaft in der Debatte vertretene Auffassungen zu unterschiedlichen Aspekten von gesellschaftlicher Gleichheit.

Problemfall Religion – ein Kompendium

(hpd) Gerhard Czermak, promovierter Jurist -Staatskirchenrechtler- im Ruhestand, hat zu Beginn des Jahres 2014 sein neues Buch vorgelegt. Er nennt es kurz und bündig “Problemfall Religion”. Und nach dessen Lektüre kann der Rezensent feststellen, dass der Autor seinem eigenen Anspruch – formuliert im Untertitel – voll und ganz gerecht worden ist.