Wissenschaft

Juli Tkotz und Martin Papenberg (v. l.)

Richtige Daten – falsche Schlüsse

Daten sprechen nicht für sich, sie müssen interpretiert werden. Doch bei der Auswertung schleichen sich leicht typische Fehler ein: Wir glauben Muster zu erkennen, wo keine sind. Oder wir unterschätzen die Macht des Zufalls. Beim Kölner "Skeptics in the Pub" stellten Juli Tkotz und Martin Papenberg einige solcher Fehlerquellen vor.

Martin Moder bei einem Kortizes-Vortrag

Martin Moders Genpool Party

Wer Martin Moder als Science-Slammer, Science Buster und Buchautor ("Treffen sich zwei Moleküle im Labor") kennt, weiß, was ihn erwartet: Seriöse Wissenschaft, locker leicht – nicht seicht! – dargeboten; gekonnt nach alter Medienweisheit: "Humor ist der beste aller Informationsträger".

Das Nürnberger Planetarium war gut gefüllt

Von Betrug und Bühnenmagie

Die Geschichte lehrt, dass Zauberkünstler bei der Aufdeckung krimineller Taschenspielertricks eher eine Hilfe sind als prominente Physiker. Erkenntnisse wie diese vermittelte in Nürnberg eine Vortragsreihe von Kortizes, in der Bühnenmagier, Forscher und Betrugsermittler über Täuschungsprinzipien aufklärten.

Die Evolution der Kohäsion

Ein fast faustisch anmutendes Projekt unternimmt Christoph Meißelbach mit seinem umfangreichen und ausdifferenzierten Buch "Die Evolution der Kohäsion. Sozialkapital und die Natur des Menschen". Sein Anspruch ist es letztlich eine Brücke zu schlagen von der Philosophie (ontologischer Realismus), über die Gesellschaftswissenschaften zu den Naturwissenschaften (biologische Evolution).

Schwarzes Loch

Kamine in der Milchstraße

Materie und Energie, die aus dem Zentrum einer Galaxie abfließen, gelten als wichtige Akteure bei der Entstehung und Entwicklung von Sternsystemen und anderen Strukturen im Universum. Astronomen unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik in Garching haben nun im Röntgenlicht zwei breite Kamine aus Gas entdeckt, welche die inneren Bereiche des Zentrums der Milchstraße nördlich und südlich der galaktischen Ebene mit Strukturen viel weiter außen verbinden.

Angst vor einem strafenden Gott

Wann der Mensch sich strafende Götter schuf

Was gut oder böse ist, bestimmen die Götter: So halten es Weltreligionen wie Christentum, Judentum und Islam. Lange Zeit ging die Forschung davon aus, dass solche Konzepte von höheren Mächten als Moralhüter die Basis für das Entstehen früher Hochkulturen bildete. Doch nun belegt eine umfangreiche Studie, dass sich die Idee von moralisierenden Gottheiten erst bildete, nachdem sich die frühen Hochkulturen bereits etabliert hatten. Demnach haben die Religionen nicht die Gesellschaftsordnung geformt, sondern bereits Bestehendes stabilisiert.