Wissenschaft

Risiken und Chancen der Genomchirurgie – eine ethische Betrachtung

Das genomchirurgische Verfahren CRISPR/Cas verspricht revolutionäre Fortschritte für die biomedizinische Forschung. Erstmals können auf gezielte und einfache Art Änderungen in den Genen lebender Zellen vorgenommen werden. Mit dieser neuen Methode könnten künftig schwere Erbkrankheiten effektiv behandelt werden. Doch vor allem die Anwendung auf die menschliche Keimbahn ist höchst umstritten und wirft drängende ethische, rechtliche und sozialpolitische Fragen auf. Höchste Zeit für eine offene gesellschaftliche Debatte – jenseits von undifferenzierter Schwarzmalerei und unkritischer Euphorie.

Skeptiker 3/2016 erschienen

Das aktuelle Heft des "Skeptiker", der Vierteljahresschrift der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP), ist erschienen. Im aktuellen Heft wird darüber informiert, wie die Esoterik-Szene Organspenden verhindert und wie Gentechnik-Gegner den Entwicklungsländern schaden. Zudem werden die Psi-Tests der GWUP aus diesem Jahr vorgestellt.

Proteine von Neandertalern entschlüsselt

Für die Beantwortung der Frage, was für Fähigkeiten die Neandertaler besaßen und warum sie ausgestorben sind, nimmt die archäologische Kultur des Châtelperronien eine Schlüsselstellung ein. Trotz intensiver Forschung blieb jedoch unklar, wer die Châtelperronien-Kultur geschaffen hatte: der moderne Mensch oder der Neandertaler.

Fairness geht über Einfühlung

Schon Kleinkinder helfen Probanden aus Missgeschicken heraus und insistieren, dass nach einer gemeinsamen Anstrengung gerecht geteilt wird. Sie erwarten, dass jemand, der sich auf ein Zusammenspiel einlässt, auch am Ball bleibt. Wie es dahin kommen konnte, untersucht Michael Tomasello in einer "Naturgeschichte der menschlichen Moral".

singender Rotkehlchenhahn

Singen in der Einflugschneise

Am Berliner Flughafen Tegel, einem der größten Flughäfen Europas, singen Vögel morgens deutlich früher als ihre Artgenossen in ruhigeren Gebieten. Das haben Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen herausgefunden und entdeckt, dass Buchfinken ganz aufhören zu singen, wenn der Fluglärm tagsüber eine Schwelle von 78 Dezibel (A) überschreitet.

Eine Probandin mit 3D-Brille.

Orientierung ohne Masterplan

Im Alltag brauchen wir ein Ortsgedächtnis. Morgendlicher Kaffee? Dafür gehen wir zielsicher in die Küche und wissen genau, wo Kaffeemaschine und Tasse zu finden sind. Um das zu leisten, benötigen wir ein mentales Abbild unserer Wohnung und der Dinge darin. Hätten wir dieses Gedächtnis nicht, müssten wir jedes Mal die gesamte Wohnung von Neuem durchsuchen. Wie dieses Ortsgedächtnis genau funktioniert, ist bislang nicht klar.

Propithecus verreauxi

Dosierte Kampfbereitschaft

So leicht lässt sich keiner oder keine von den Mitgliedern einer Verreaux-Sifaka-Gruppe – das sind madegassische Lemuren – in einen Kampf mit der konkurrierenden Nachbargruppe hineinziehen, sei es dass es um Futter, das Territorium selbst oder Sexualpartner geht. Wie ein Forscherteam des Deutschen Primatenzentrums in Zusammenarbeit mit der Universität Göttingen herausfand, wägen die Individuen genau ab, ob es sich für sie lohnt.

Westlicher Flachlandgorilla

Gorilla vom Aussterben bedroht

Die Weltnaturschutzunion (IUCN) stufte die beide Unterarten des Gorillas in die höchste Gefährdungskategorie der "Roten Liste" bedrohter Tier- und Pflanzenarten ein. Damit stehen nunmehr vier der sechs Menschenaffen-Arten auf dieser Liste. Darunter sind neben dem Berggorilla der Westliche Gorilla sowie der Borneo-Orang-Utan und der Sumatra-Orang-Utan.

Der an der Universität Tokyo entwickelte humanoide Roboter Kotaro (2008)

Kommt die technologische Singularität?

Mit dem Begriff der technologischen Singularität wird die in naher Zukunft zu erwartende explosionsartige Vermehrung der künstlichen Intelligenz bezeichnet. Im Zentrum steht dabei die Frage, ob sich die künstliche Intelligenz alle intellektuellen Fähigkeiten des Menschen aneignen kann. Wenn das wirklich eintreffen sollte, wäre es mit gewaltigen Auswirkungen auf unser Leben und unsere Gesellschaft verbunden. Manche befürchten gar eine Machtübernahme der Maschinen und damit dann womöglich das Ende der Menschheit.

Kohlmeise

Auf dem Land sind Kohlmeisen fitter

Kohlmeisen sind Landeier: In der Stadt beginnen sie zwar früher zu brüten, die Gelege sind aber kleiner und die Jungtiere wiegen beim Ausfliegen weniger als ihre Artgenossen auf dem Land. Das haben Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen und der Ludwig-Maximilians-Universität München herausgefunden. An Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Licht oder Lärm liegt es allerdings nicht, dass sich die Vögel auf dem Land leichter tun, obwohl die Wissenschaftler bei diesen Umweltfaktoren Unterschiede zwischen Stadt und Landhabitaten gemessen haben.