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IHEU 31 Mär 2009 - 20:59 Nr. 6681
GENF. (iheu/hpd) Die Internationale Humanistische und Ethische Union (IHEU) hat mit Unterstützung von 200 NGO's davor gewarnt, dass der Menschenrechtsrat der UNO die Meinungsfreiheit weiter beschneiden will.
Im Menschenrechtsrat der UNO wollen die muslimischen Staaten mit einer neuen Resolution einen weiteren Sieg in ihrem seit Jahrzehnte andauerndem Kampf gegen die Meinungsfreiheit erringen. In dieser Resolution wird von einer „Verunglimpfung von Religionen" gesprochen und die Staaten aufgefordert, diese Religionskritik mit allen juristischen Mitteln zu verhindern.
Seit 1999 gibt es ähnliche Resolutionen im Rat und seit 2005 auch in der Generalversammlung der UNO. Bisher haben mehr als 200 Organisationen aus 50 Ländern eine gemeinsame Stellungnahme unterzeichnet, die sich gegen diese Versuche der Beschränkung der Religions- und Meinungsfreiheit zur Wehr setzt.
Roy Brown, der Sprecher der IHEU, sagte dazu in Genf: „Diese Resolution ist sowohl unnötig wie gefährlich. Sie versagt sowohl darin, die Muslime vor Angriffen zu schützen und wird auch die Spannungen zwischen den Religionsgemeinschaften erhöhen. Der unvorhergesehene hohe Zuspruch, den wir für unsere Stellungsnahme aus der Zivilgesellschaft erhalten haben, zeigt die Bedeutung, die dieser Frage weltweit zugemessen wird."
Wir, die unterzeichnenden Nichtregierungsorganisationen,
1. Rufen alle Regierungen dazu auf, die „Verunglimpfung der Religionen"-Resolution, die momentan beim UN-Menschenrechtsrat auf der Liste steht, und die verwerflichen Bestimmungen der Meinungsfreiheits-Resolution abzulehnen;
2. Rufen alle Regierungen dazu auf, den Bemühungen des „ Ad Hoc Committee on Complementary Standards", das ICERD zu verändern, Widerstand zu leisten;
3. Rufen alle Regierungen dazu auf, ein Ergebnis der Durban Review Conference, das direkt oder indirekt die „Verunglimpfung der Religionen"-Kampagne auf Kosten grundlegender Freiheiten und individueller Menschenrechte unterstützt, nicht zu akzeptieren oder zu legitimieren.
C.F. / Übersetzung (hpd) Andreas Müller