15.3.1943
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Jugend Sexualität 21 Jul 2009 - 10:31 Nr. 7466
Amerikanische Teenager. Foto: cdc.gov
WASHINGTON. (guardian/hpd) Schwangerschaften und Geschlechtskrankheiten von Jugendlichen laut Studie unter Bush-Regierung gestiegen
In einer Generation amerikanischer Schülerinnen, die unter der evangelikalen Erziehungspolitik eines George Bush ermahnt wurden, Sex vor der Ehe zu vermeiden, haben Schwangerschaften und Syphilis stark zugenommen.
In einem Report, der wenige Bush-Kritiker zu diesem Thema überraschen wird, sagt das Centres for Disease Control (CDC, die Seuchenschutzbehörde), dass die jahrelang zurückgehenden Zahlen der Schwangerschaften und Geschlechtskrankheiten unter Jugendlichen während vorheriger Regierungen sich im Verlauf der Bush-Jahre umkehrten oder stagnierten.
Laut CDC hatten die Geburtenraten der Jugendlichen ab 15 Jahren seit 1991 abgenommen. Ab 2005 sind sie jedoch in über der Hälfte der amerikanischen Staaten angestiegen. Die Studie enthüllt auch, dass die Anzahl der jungen Frauen mit Syphilis nach einer signifikanten Abnahme zwischenzeitlich um nahezu die Hälfte gestiegen ist, während der Rückgang der Ansteckungsrate mit Gonorrhöe sich umkehrte. Die Anzahl der Aids-Fälle bei männlichen Jugendlichen hat sich nahezu verdoppelt.
In Zahlen bedeutet dies:
Zusätzlich wurden 2004 etwa 16.000 Schwangerschaften unter der Gruppe der 10-14jährigen Mädchen gemeldet, und eine ähnlich hohe Anzahl junger Menschen dieser Altersgruppe gab an, von einer Geschlechtskrankheit befallen zu sein.
Die CDC sagt, dass in den Südstaaten, in denen meist auf Abstinenz und Religion der größte Wert gelegt wird, zugleich die höchsten Raten an Schwangerschaften und Geschlechtskrankheiten unter Jugendlichen zu finden sind.
„Es ist entmutigend, dass wir nach Jahren des Fortschritts in Bezug auf Teenager-Schwangerschaften und Geschlechtskrankheiten, nun sehen, dass dieser Fortschritt stagniert und dass manche dieser Trends in die falsche Richtung gehen, sagt Janet Collins, eine der Leiterinnen der CDC.
Obwohl die CDC keine Ursachen zuschreibt, sehen jene Gruppen, die eine verständliche Sexualerziehung unterstützen, den Bericht als Beleg für das Versagen der religiös motivierten Politik, die davor zurückschrecke, über Verhütung zu unterrichten, sondern stattdessen die Vermeidung sexueller Kontakte betone.
Übersetzung: Fiona Lorenz