"Die Zeit ist reif! Rette Deine Stadt"

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Infostand / Foto: kappa photo

BERLIN. (hpd) In ganz Deutschland gibt es Bestrebungen, das Wasser - ein Grundelement - zu privatisieren. Auch in Berlin ruft jetzt ein buntes Bündnis zum Widerstand gegen Ausverkauf, Gentrifizierung und Zubetonierung der Stadt auf.

Vor fast zwei Jahren fand der Bürgerentscheid „Spreeufer für alle“ statt. Die BürgerInnen entschieden sich dafür, d. h. sie entschieden sich gegen den Ausverkauf wichtiger kommunaler Grundstücke an geschäftstüchtige Investoren. Erst letzten Monat jedoch wurde ein weiteres Gebäude, dessen Besitzer der Bund und damit vermeintlich wir alle sind, an private Investoren verkauft. BürgerInnenwille? Wohl kaum.

Ein breites Bündnis aus Kunst- und Kulturschaffenden, politischen, ökologischen und sozialen Gruppen, Initiativen sowie FreiraumbewohnerInnen und ClubbetreiberInnen ruft auf, aktiv gegen das bewusste Ignorieren des zuvor geäußerten Bürgerwillens zu protestieren, hörbar und sichtbar – das MEDIASPREE-Bündnis.

Sternmarsch am kommenden Samstag

Am Samstag, 10. Juli um 15.00 Uhr startet der große Megaspree-Sternmarsch in sechs Bezirken: Friedrichshain: Boxhagener Platz; Kreuzberg: Oranienplatz; Treptow: Alt-Stralau/Elsenbrücke; Mitte: Tacheles, Oranienburger Straße; Prenzlauer Berg: Mauerpark; Moabit; B-Ladan, Krupp/Lehrter Straße.

Geplant ist, dass sich ab 15.00 Uhr die sechs Protestzüge zu Lande aus verschiedenen Bezirken in Richtung Rotes Rathaus bewegen. Eine solidarische Bootstour sowie Luftballons scheinen symbolisch das Grundanliegen des Bündnisses zu komplettieren, dass weder Land, noch Luft, noch Wasser als Eigentum in private Hände gehören und dass jedeR ein Anrecht hat auf ein selbstbestimmtes Leben, auf Teilhabe an Entscheidungsprozessen über das Jetzt, Hier, Heute und Morgen.

Der Kampf um Wasser, Luft und Land findet nicht nur in Berlin und schon gar nicht mit friedlichen Mitteln statt, umso mehr ist eine kreative friedliche Protestbewegung zu unterstützen, die hier das Recht auf Meinungsfreiheit wahrnimmt, das andernorts schon lange nicht mehr interessiert.

S.N.

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