Am vergangenen Sonntag hielten die Jungen Humanisten (JuHu) Hannover, der Jugendverband des Humanistischen Verbands Deutschlands (HVD) Niedersachsen, ihre diesjährige Jugendfeier ab. Dabei feierten 33 Jugendliche aus Hannover und der Region gemeinsam mit rund 450 Gästen den symbolischen Übergang ins Erwachsenenleben im Theater am Aegi in Hannover.
"Die humanistische Jugendfeier ist eine religionsfreie Alternative zu Konfirmation und Firmung und knüpft an eine lange Tradition nichtreligiöser Jugendfeiern an", erklärt Sascha Jankowski, Jugendbildungsreferent des HVD Niedersachsen. In Hannover wird sie seit Ende des 19. Jahrhunderts veranstaltet. Bestandteil der Jugendfeier sind neben dem Festakt auch Seminare, Workshops und gemeinsame Fahrten, in denen sich die Jugendlichen mit Fragen zu Werten, Demokratie, Verantwortung und ihrer eigenen Zukunft auseinandersetzen.
Das Angebot der Jugendfeier steht zunehmend unter Druck. "Fehlende ehrenamtliche Ressourcen, steigende organisatorische Anforderungen und veränderte Rahmenbedingungen erschweren die Durchführung der Veranstaltungen in ihrer bisherigen Form. Hinzu kommen die Auswirkungen der aktuellen kommunalen Fördersystematik, durch die kleinere Jugendverbände zunehmend unter strukturellen Druck geraten", berichtet Jankowski (lesen Sie dazu auch diesen Artikel).
Für die Jungen Humanisten Hannover führte dies Anfang dieses Jahres zur Streichung der kommunalen Förderung der Jugendverbandsarbeit. Der Jugendverband kündigt an, die Ausrichtung seiner Angebote neu bewerten zu müssen. Wie die Jugendfeier künftig organisiert und umgesetzt werden kann, ist derzeit offen. "Wir wollen aber auch weiterhin Räume schaffen, in denen sich junge Menschen mit sich selbst, ihrer Umwelt und ihren Zukunftsvorstellungen auseinandersetzen können", wünscht sich Jankowski.






