Kevin Kühnert: SPD-AK Säkulare ist überfällig

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Kevin Kühnert, 2019
Kevin Kühnert, 2019

Die Einrichtung eines SPD-Arbeitskreises Säkulare ist nach Auffassung des mit großer Mehrheit wiedergewählten Juso-Bundesvorsitzenden Kevin Kühnert überfällig. Es sei für Jusos unbegreiflich, dass es zwar offizielle religiöse SPD-Arbeitskreise für Christen, Juden und Muslime gebe, aber der Parteivorstand bisher den religiös nicht gebundenen Mitgliedern eine solche Mitwirkung an der innerparteilichen Diskussion verwehre, erklärte er am Infostand der Säkularen Sozialdemokraten beim Juso-Bundeskongress am Wochenende in Schwerin.

Als Mitglied der Antragskommission der SPD werde er darauf drängen, die vorliegenden Anträge aus Gliederungen der Partei beim bevorstehenden Bundesparteitag Anfang Dezember in Berlin als Arbeitsauftrag an den neuen Bundesvorstand zu überweisen.

Bei seinem Besuch am Info-Stand der Säkularen verwies Norbert Walter-Borjans auf seine gemeinsamen Antworten mit Saskia Eskens auf die Wahlprüfsteine der Säkularen Sozialdemokraten zur Wahl der SPD-Bundesvorsitzenden. Grundsätzlich gebe es keine Gründe, warum sich säkulare oder agnostische Humanisten in der SPD nicht genauso in Arbeitskreisen organisieren sollten wie Christen, Juden oder Muslime. "Wir sagen zu, dass wir diese Frage mit entsprechenden Interessent*innen ergebnisoffen erörtern werden, wenn wir zu Parteivorsitzenden gewählt werden."

Die ebenfalls für den Parteivorsitz kandidierende Klara Geywitz bestätigte am Info-Stand ihre Haltung als evangelische Christin. Der Dialog zwischen den Religionen und den Menschen ohne Glauben sei ihr wichtig. Als religionspolitische Sprecherin der Brandenburger SPD habe sie sich zum Beispiel sehr früh dafür eingesetzt, dass Brandenburg ein eigenes religionskundliches Unterrichtsfach Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde (L-E-R) inzwischen einführt hat. In ihrer gemeinsamen Antwort mit Olaf Scholz auf die Wahlprüfsteine der säkularen Sozis hatten sie bereits fest zugesagt: "Dass wir als Vorsitzende der SPD den offenen und fairen Dialog innerhalb der Partei über die Fragen, die Ihr aufgeworfen habt, in jedem Fall sicherstellen werden."

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