Vorsorgemonat des Humanistischen Verbands Berlin-Brandenburg

Der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg informiert im September mit vielen Formaten zu Fragen des digitalen Erbes, der Patientenverfügung und Vorsorge, Pflegebedürftigkeit und Hospizversorgung, von Testament und Erbe. Außerdem feiert der Verband 50 Jahre Humanistische Hospizarbeit in Berlin.

Wenn sich die Blätter bunt färben und der Sommer seine letzten Kräfte ausgießt, rücken Themen in den Vordergrund, die im Sommer ausgeblendet werden.

Pflegebedürftigkeit, Betreuung, Sterben – für die meisten sind das unangenehme Themen, die auf irgendwann in der Zukunft aufgeschoben werden. Doch niemand weiß, ob diese nicht schon morgen akut sein könnten. Ein einfacher Unfall, ein Herzinfarkt oder Hirnschlag können dazu führen, dass aus einem rundum gesunden Menschen ein Pflegefall wird.

Sich frühzeitig mit den möglichen Konsequenzen und den eigenen Vorstellungen bei einer schweren Erkrankung oder einem Schicksalsschlag auseinanderzusetzen, gibt nicht nur selbst ein gutes Gefühl, sondern schafft auch Sicherheit im eigenen Umfeld.

Ein Thema, was immer bedeutsamer wird, ist das digitale Erbe. Also was tun mit E-Mail- und anderen Konten digitaler Dienstleistungen (Messenger, soziale Medien, Streamingdienste) im Falle von Pflegebedürftigkeit, Betreuung oder Tod? Wie umgehen mit gesperrten Zugängen und fehlenden Passwörtern? Hier hilft der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg mit seiner Vollmacht Digitales Erbe, zu der er ebenfalls informieren wird.

Der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg bietet im September verschiedene Möglichkeiten, sich mit Fragen von Pflege, Betreuung und Vorsorge auseinanderzusetzen und die eigenen Vorstellungen zu testamentarischer Hinterlassung sowie zu Bestattung zu klären:

Fr., 5. September: Tag der Vorsorge

Sa., 13. September: Tag des Testaments

Di., 17. September: Internationaler Tag der Patientensicherheit

Sa., 21. September & So, 22. September: Tag des Friedhofs

Sa., 28. September: 50 Jahre Humanistische Hospizarbeit in Berlin

Weitere Informationen unter: https://humanistisch.de

Kommentare (1)

Martin Schütt (nicht überprüft)

So. 8 Sep 2019 - 10:15

Das Stichwort sich frühzeitig mit dem Thema der Vorsorge, insbesondere der digitalen Vorsorge zu beschäftigen, ist genau richtig gewählt. Gerade die heutige Jugend, die nur digital aufwächst, einen Großteil ihres Lebens und dort ihre Geschäfte tätigt, wird später einmal davon betroffen sein, dass digitale Erbe als Nachlass anzulegen. Für diejenige, auch ich zähle mich dazu, der jetzt knapp 50zig Jahre ist und als Inhaber der www.detektei-schuett.de aus Hamburg eine Firma führt, habe mich mit dem Thema auseinandersetzen müssen. Viele Spuren lassen sich mittlerweile aus dem Internet eruiren und auch meine Tätigkeit als Erbenermittler ist davon betroffen. Junge wie Alte sterben, das ist der Lauf der Dinge und Hinweise, Geschäftsvorgänge, echte digitale Werte und persönliche Daten wie Fotos und Filme sind heutzutage in Clouds hinterlegt. Schon heute wird darüber gestritten, wem diese digitalen Werte gehören und Zugriff darauf hat. Sich frühzeitig darüber Gedanken zu machen und für seine Hinterbliebenen vorzusorgen, muss nicht nur in der "analogen" Welt geschehen, sondern auch in der digitalen.

HVD Berlin-Brandenburg

Der HVD Berlin-Brandenburg vertritt die Interessen und Rechte von Konfessionsfreien in Staat und Gesellschaft. Er bringt sich in aktuelle ethische Debatten ein und engagiert sich auf der Basis von Toleranz, Selbstbestimmung und Solidarität für eine menschlichere Gesellschaft. Als Weltanschauungsgemeinschaft ist er den Kirchen gemäß Art. 140 Grundgesetz gleichgestellt.

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