Armin Pfahl-Traughber

Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber, Jg. 1963, ist hauptamtlich Lehrender an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung mit den Schwerpunkten "Politischer Extremismus" und "Politische Ideengeschichte". Außerdem gibt er seit 2008 ebendort das "Jahrbuch für Extremismus- und Terrorismusforschung" heraus.

Artikel des Autoren

Der "Schwarze Block" bei Protesten gegen die Expo 2015 in Mailand

Linke Militanz – ein Sammelband zum Thema

Die beiden Sozialwissenschaftlerinnen Anne-Kathrin Meinhardt und Birgit Redlich versammelten in dem von ihnen herausgegebenen Sammelband "Linke Militanz. Pädagogische Arbeit in Theorie und Praxis" diverse Aufsätze zu konzeptionellen Fragen und Projekten zum Thema. Dabei wird deutlich, dass die Forschungsarbeit hier noch in den "Kinderschuhen" steckt, wenngleich man mit dem Band auch erste Ergebnisse, Projekte und Theoriedebatten vermittelt bekommt.

Die Entdemokratisierung der Demokratie

Der Politikwissenschaftler und Autor Philip Mano analysiert in einem Buch mit dem Titel "(Ent-)Demokratisierung der Demokratie" die Gleichzeitigkeit von Demokratisierung und Entdemokratisierung dieses Ordnungsmodells. Dabei handelt es sich eher um einen Problemaufriss, der auch bezogen auf die Demokratie einige Schwächen und Widersprüche benennt, woraus in Kombination miteinander sein aufklärerischer Wert besteht.

"Grundzüge des Islam" in kritischer Sicht

Der bekannte Islamwissenschaftler Tilman Nagel legt mit "Was ist der Islam? Grundzüge einer Weltreligion" eine beschreibende Darstellung in Kombination mit einer kritischen Sicht vor. Gerade die Betonungen eines Gegensatzes zu einer säkularen Perspektive machen das Buch interessant, wobei der Autor hier mitunter zu Pauschalisierungen oder Überzeichnungen neigt.

Die Linke und die Religion

Der von Cornelia Hildebrandt und anderen herausgegebene Sammelband "Die Linke und die Religion. Geschichte, Konflikte und Konturen" enthält über 20 Beiträge zu unterschiedlichen Fragen des Themas. Wie dies bei solchen Projekten so ist, unterscheiden sich die Texte nicht nur inhaltlich, sondern auch qualitativ, liefern auch nur eine Facette, weniger eine Gesamtschau.

So romantisch stellen sich (zu) viele einen Bauernhof vor.

Politische Philosophie der Tierrechte

Der in Berlin als Philosoph und Politikwissenschaftler lehrende Bernd Ladwig legt mit "Politische Philosophie der Tierrechte" eine umfassende Darstellung zum Thema vor. Der Band kann als ein Grundlagenwerk zum Thema gelten und geht von einem interessentheoretischen Ansatz von Rechten aus, liefert aber auch aufgrund des formalen Anspruchs "harte Kost".

Eine Kritik an einem neuen Menschenrechtsrelativismus

Betrachtet man die öffentliche und wissenschaftliche Debatte über das Rassismusverständnis, so lässt sich eine bedenkliche Ausweitung wie Eingrenzung konstatieren. Da werden Einwände aus menschenrechtlicher Perspektive als rassistisch diffamiert, gilt dies doch als eurozentrischer und überlegener Standpunkt. Gleichzeitig leugnet man rassistische Praktiken, wenn die Betroffenen einer angeblichen Dominanzkultur angehören.

Mit Keynes gegen Rechts

Der Ökonom Gustav A. Horn legt mit seinem Buch "Gegensteuern. Für eine neue Wirtschaftspolitik gegen rechts" als einer der wenigen Vertreter seiner Zunft etwas zum Thema vor. Darin wird mit leichter Hand die Entwicklung des Neoliberalismus beschrieben und kritisiert, ohne aber den Rechtspopulismus platt auf diese Wirtschaftspolitik zurückzuführen. Als Gegenstrategie wird "Keynes gegen Rechts" empfohlen.