Armin Pfahl-Traughber

Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber, Jg. 1963, ist hauptamtlich Lehrender an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung mit den Schwerpunkten "Politischer Extremismus" und "Politische Ideengeschichte". Außerdem gibt er seit 2008 ebendort das "Jahrbuch für Extremismus- und Terrorismusforschung" heraus.

Artikel des Autoren

Skulptur von "Bert" Trautmann im Manchester City Museum

Vom Hitlerjungen zur englischen Fußball-Legende

Die britische Journalistin Catrine Clay beschreibt in "Trautmanns Weg. Vom Hitlerjungen zur englischen Fußball-Legende" die Entwicklung eines ehemaligen Weltkriegssoldaten im Land seiner früheren Feinde. Auch wenn die Biographie für sich nicht unbedingt die gelungenste Lebensbeschreibung ist, wird hier doch exemplarisch auch die politische Kraft des Sports deutlich.

Zwischen Fake News und Verschwörungsvorstellungen

Der promovierte Philosoph Jan Skudlarek legt in seinem Buch "Wahrheit und Verschwörung" eine Erörterung zu Fake News und Konspirationsvorstellungen vor. Auch wenn die Arbeit ein wenig zu "cool" formuliert und fragmentarisch angelegt ist, findet man doch einige wichtige Reflexionen, auch und gerade zu den Folgen von "gefühlten Wahrheiten".

Neuer Antisemitismus?

Christian Heilbronn, Doron Rabinovici und Natan Sznadier haben einen Sammelband zum "Neuen Antisemitismus" herausgegeben, welcher eine "Fortsetzung einer globalen Debatte" als Neuausgabe mit alten und neuen Texten enthält.

Gesetzesbrüche und Selbstermächtigung

Die "Aktion Unterholz" gab die Broschüre "Mama, dieser Stock auch?" zu den Protesten im Hambacher Forst heraus, worin Selbstermächtigung und ziviler Ungehorsam beschworen werden. Der Blick in den Text macht indessen deutlich, dass nicht wenige Auffassungen zumindest undurchdacht sind und auf eine Legitimation von Gewalt hinauslaufen können.

Israelische Flagge

Ein aufklärerisches Buch gegen einseitige Zerrbilder

Der Publizist Alex Feuerherdt und der Politikwissenschaftler Florian Markl kritisieren in ihrem Buch "Vereinte Nationen gegen Israel. Wie die UNO den jüdischen Staat delegitimiert" die im Titel angesprochene absonderliche Verurteilungspraxis. Auch wenn man den beiden Autoren eine einseitig pro-israelische Beschreibung zuschreiben will, stimmen doch die notwendigen Einwände gegen den falschen Maßstab, der für die Politik des jüdischen Staates häufig angelegt wird.

Olof Palmes Grab auf dem Adolf Fredriks Friedhof in Stockholm, Schweden.

Warum starb Olof Palme?

Der schwedische Journalist Jan Stocklassa legt in seinem Buch "Stieg Larssons Erbe" eine Recherche zum Mord an Olof Palme vor, wobei der die Aufarbeitung des Falls durch Stieg Larsson fortsetzt. Auch wenn dies auf den ersten Blick wie die Fortsetzung eines Krimis mit Konspirationsphantasien klingt, liefert der Autor nachvollziehbare Indizien für eine Erklärung, ohne von der endgültigen Wahrheit zu sprechen.

Fukuyamas "Identität" zur Erklärung der Legitimationskrise von Demokratie

Der bekannte US-amerikanische Politikwissenschaftler Francis Fukuyama legt mit "Identität. Wie der Verlust der Würde unsere Demokratie gefährdet" seine Stellungnahme zur Legitimationskrise liberaler Demokratien vor. Seine Auffassung, wonach diese an mangelnder Identität und Würde liege, ist nicht neu und wurde auch schon mal besser begründet, gleichwohl ist sicherlich als ein Erklärungsansatz nicht falsch.

Der "neu-deutsche" Antisemitismus

Arye Sharuz Schalicar, der es von der Berliner Graffiti-Szene bis zum Direktor in einem israelischen Ministerium gebracht hat, kritisiert in seinem Buch "Der neu-deutsche Antisemit. Gehören Juden heute zu Deutschland?" insbesondere einen israelfeindlichen Antisemitismus.