Bildung
Luxemburg verabschiedet sich vom Religionsunterricht
Foto: © Wolfgang Franz, Flickr CC BY-NC 2.0
Bereits im September letzten Jahres wurde der konfessionell gebundene Religionsunterricht an Gymnasien in Luxemburg abgeschafft. Nun wird der Kurs auch an Grundschulen fortgesetzt.
Mit einer Reformmaßnahme im letzten Jahr wurde der Religionsunterricht an Gymnasien in Luxemburg durch einen verpflichtenden Werteunterricht ersetzt. Etwa 40.000 Schülerinnen und Schüler fanden damit das neue Fach "Leben und Gesellschaft" in ihrem Stundenplan vor.
Die Ankündigung der Schulreform im Jahr 2014 hatte für Kontroversen gesorgt. Die Bürgerinitiative "Fir de Choix" ("Für die Wahl") befürchtete eine Bevormundung durch den Staat und trat damals für eine Wahlmöglichkeit zwischen Religions- und Werteunterricht ein. Und auch die Kirchen kritisierten die Pläne. So bezeichnete der luxemburgische Erzbischof Jean-Claude Hollerich die Reform als "Missachtung der Demokratie".
Trotz Widerstand hielt Bildungsminister Claude Meisch (DP - Demokratische Partei) jedoch an den Plänen der Regierungskoalition der Liberalen, Sozialdemokraten und Grünen unter Ministerpräsident Xavier Bettel fest. Die Einführung des Werteunterrichts an Gymnasien sei ein "Meilenstein in der Geschichte von Luxemburgs Schulsystem", erklärte Meisch.
Zustimmung fand die Reform bei der "Allianz für Humanisten, Atheisten und Agnostiker" (AHA). Das Ende der religiösen Indoktrination bewertete sie als "gesellschaftspolitischen Fortschritt". Zugleich müsse jedoch sichergestellt werden, dass der Werteunterricht auch von Lehrern, die früher im Religionsunterricht tätig waren, konfessionsneutral umgesetzt wird. Dies müsse vom Bildungsministerium kontrolliert werden, forderte die AHA.
Säkularer Kurs wird an Grundschulen fortgesetzt
Schon im letzten Jahr wurde angekündigt, dass es ab 2017 zu einer weiteren Reform an Grundschulen kommen soll. Ein entsprechendes Gesetz wurde nun mehrheitlich mit den Stimmen der Regierungsparteien im Parlament angenommen. Damit gehört damnächst der Religionsunterricht auch in den Klassenzimmern der Grundschulen der Vergangenheit an und wird durch einen neutralen Werteunterricht ersetzt. Die luxemburgische Regierung setzt damit einen weiteren Schritt in Richtung Trennung von Kirche und Staat.
Kommentare (34)
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Er geht voran in Europa!
Er geht voran in Europa!
In Luxemburg. Nicht in Europa
In Luxemburg. Nicht in Europa. In Deutschland wäre dies schlicht undenkbar!
Wie sie wieder nach der
Wie sie wieder nach der Demokratie schreien, wenn es darum geht, dass der Unfug draußen vor der Tür bleibt. Eventuell sollten die Herren(Damen gibt es ja keine) mal anfangen in den eigenen Reihen Demokratie zu leben.
Hallo Paul! Demokratie ist in
Hallo Paul! Demokratie ist in der Kirche nicht vorgesehen. Darum paßt Kirche auch nicht in einen demokratischen Staat.
Aber warum gerade das kleine Luxemburg? Deutschland ist doch so gerne Vorreiter in zukunftsweisenden Dingen?
Na, immerhin: es tut sich was in Europa. Glückwunsch an Luxemburg!
Klasse Entscheidung!
Klasse Entscheidung!
Die Frage lautet jetzt: Wie bekommt man das das in Deutschland ebenfalls durch?
Fakt ist, dass dazu Artikel 7 des Grundgesetzes geändert werden müsste, doch wie stößt man das an? Es würde eine 2/3 Mehrheit benötigt, doch schon allein die knappen Abstimmungen um einen Gottesbezug einiger Landesverfassungen (siehe SH) lassen vermuten, dass diese Mehrheit nicht zu erreichen wäre (obwohl sich 2/3 der Bevölkerung gegen einen konfessionellen Religionsunterricht aussprechen).
Ich bin in der beruflichen Bildung tätig und bei uns steht grade wieder Lehrplanarbeit an. Wie es aussieht müssen wir in der Stundentafel fachliche Inhalte einkürzen, damit im Lehrplan Religionsstunden ausgewiesen werden können. Kann doch nicht angehen! Das ärgert mich total!
Und sehet, ein Gott wieder
Und sehet, ein Gott wieder machtlos. Weiter so!
Viele schreien jetzt "hurra!"
Viele schreien jetzt "hurra!", weil sie Gott nicht kennengelernt haben. Aber eines Tages werden sie es bereuen.
Liebe Vilma, Nein.
Liebe Vilma,
Nein.
"Viele schreien jetzt "hurra!
"Viele schreien jetzt "hurra!", weil sie Gott nicht kennengelernt haben. Aber eines Tages werden sie es bereuen."
Was ich mich bei solchen Verbalergüssen immer wieder frage: Geht dabei jetzt die Drohung von Ihnen aus oder von ihrem "Gott"? Und vor allem: Warum müssen Sie oder Ihr "Gott" immerzu drohen? Macht das irgendwie Bock?
Also ich fände das von mir total doof, wenn ich anderen ständig drohen würde - oder von jemandem anderen drohen ließe. Zumal der ja noch nie selbst gedroht hat, sondern immer seine irdischen Drohgebärder vorschickt. Seine Hände macht er sich lieber nicht schmutzig, muss sie also nicht mal in Unschuld waschen.
Ich für meinen Teil ignoriere derartige Drohungen. Und wenn sie mir eines Tages zu extrem werden, dann rufe ich die Polizei. Die ist für Stalker, Nötiger, Erpresser oder Androher zuständig...
wenn ich in den Foren lese
wenn ich in den Foren lese wie die Menschen alle über die Religion herziehen, kann einem schon der Hut hochgehen, aber ein Christ darf nichts sagen, der ist ja dumm. Ja, gut, es war wie eine Drohung, es tut mir leid, dass ich es so ausgedrückt habe.
Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass, als ich mich mit dem Christentum, besonders mit Jesus, als Erwachsener näher befasst habe, sind mir die Augen geöffnet für viele Probleme dieser Welt. Ich war früher total naiv und nun kann ich real sehen, kann die Menschen verstehen, ihre Ansichten; ich sehe die wunderbare Welt mit anderen Augen und mache mir Gedanken, wie ich sie bewahren kann. Egoismus hat keinen Platz in meinem Leben. Ich verzweifle auch nicht wenn ich Probleme habe, sondern gehe alles mit großem Vertrauen an. Und viele andere Dinge. Ich möchte mein jetziges Leben nicht mit meinem früheren Denken tauschen und meine christlichen freunde sind einfach super, auf die kann man sich verlassen.
Und ich bin nicht jemand der sagt, man soll die Menschen indoktrinieren. Es ist jedermann frei sich zu entscheiden was er möchte. Ich bin auch nicht für die Kindertaufe sondern für die Kindersegnung und später sollen sich die Jugendlichen oder Erwachsenen selbst entscheiden, ob sie getauft werden wollen. Doch der Mensch muss ja erst einmal erfahren, was es mit dem Christentum auf sich hat. Ich kann auch nicht über Mathematik reden, wenn ich es nie gelernt habe.
Liebe Grüße
Auch Sie basteln sich Ihren
Auch Sie basteln sich Ihren Glauben so zurecht, wie er Ihnen am besten in den eigenen Kram passt. Nur eins stimmt, ich halte einen Christen auch für dumm, weil er auf Kritik nichts sagen kann und sein herzallerliebstes Jesulein hilft ihm auch nicht. Tja, so ist das mit dem Christen-Irr-tum! Dumm, gelle?
Ja, siehst du warum ich
Ja, siehst du warum ich vorher so reagiert habe? Viele glauben, alle Weisheit zu haben und machen sich nicht die Mühe, es genau zu untersuchen. Du hörst etwas und schon meinst du, alle denken so. Nein, ich sage, man muss die Bibel lesen und dann kann man urteilen. Und ja, das Bodenpersonal ist nun mal "menschlich" und bastelt sich manchmal etwas zusammen. Das verurteile ich auch und man muss eben an die Wurzeln gehen und untersuchen, was nun stimmt. Ich urteile ja auch nicht über Aristoteles nur von dem was ich vielleicht mal gehört habe. Man kann sich nicht über die Christen beschweren, dass sie ihren Glauben verteidigen wenn die Atheisten sie manchmal kränkend angreifen. Ich wünsche mir von den Atheisten etwas mehr diplomatie bzw. Respekt.
Liebe Grüße, Vilma
"Ich wünsche mir von den
"Ich wünsche mir von den Atheisten etwas mehr diplomatie bzw. Respekt."
Reicht die Menge an Diplomatie und Respekt aus, die Christen durch die Jahrhunderte Atheisten entgegengebracht haben?
"Nein, ich sage, man muss die
"Nein, ich sage, man muss die Bibel lesen und dann kann man urteilen."
Sehr einverstanden! Allerdings, wer die Bibel mit Verstand liest, muss unweigerlich erkennen,was für ein menschenverachtendes Werk er vor sich hat. Der Gott der Bibel befiehlt mehrfachen Völkermord, Steinigung, Sklaverei, Unterdrückung von Frauen, körperliche Gewalt gegen die eigenen Kinder, usw.
Und da gibt es tatsächlich Menschen, die glauben, ohne die Bibel gäbe es keine Moral. Wie man sich doch irren kann!
Liebe Vilma,
Liebe Vilma,
ist es nicht ein merkwürdiges Gefühl, wenn man als erwachsener selbstbestimmter Mensch an die Existenz unsichtbarer Geister glaubt, von denen man weiß, dass sie von den Erfindern bereits von vornherein als unbeweisbar deklariert wurden? Zumal es sich ja um viele unterschiedliche Geister handeln muss, denen zwar auch unterschiedliche Eigenschaften zugeschrieben werden, die aber alle ihre Unbeweisbarkeit als gemeinsames Erkennungszeichen tragen. Exoten wie die Zahnfee oder Frau Holle, die den Geistkriterien ebenfalls genügen, werden dabei ohne Begründung zurückgewiesen. Was qualifiziert nun aber Geister, in die Riege der Zugelassenen aufgenommen zu werden? Nur die Tatsache, dass man uns als Kleinkinder das Hirn mit ihnen vollgeblasen hat und hartnäckig lebenslang darauf besteht, sie existierten, während Eltern den Unfug mit Zahnfee und Frau Holle nach einigen Jahren als Märchen eingestehen?
Die Bibel ist ein Märchenbuch wie der Koran und andere verschwurbelte Weisheiten und steckt derartig voller Widersprüche und Unwahrheiten, dass schon den frühesten Kirchenvätern auffiel, es sei besser das Denken zu unterlassen, weil sich der dort beschriebene Unfug dann besser glauben lässt.
Ich bin mir sicher, dass sich
Ich bin mir sicher, dass sich hier der ein oder andere zu 1000% besser auskennt, als sie, wer seine Feinde nicht kennt, kann sie nicht bekämpfen. Wo ist denn ihr Jesus? Zeigen sie ihn mir doch mal. Und ihnen sage ich auch was ich denke, grundsätzlich lebe ich so wie ich will, solange ich andere nicht schädige oder belästige, geht es ihr Werte Christengesellschaft einen feuchten Kehricht an, was ich mit wem Treibe oder auch nicht. Ich empfehle ihnen einschlägige Literatur, um sich mal die Wahrheit über die Christensekte anzueignen, Mord, Sklaverei usw. sind nur einige Beispiele dafür, warum mich dieser Lattengustel nicht mehr die Bohne interessiert. Vielleicht hätten sie sich mal mehr mit Mathematik und Physik beschäftigen sollen, aber das soll auch nichts heißen, Frau Merkel hat es bis heute nicht kapiert.
"wenn ich in den Foren lese
"wenn ich in den Foren lese wie die Menschen alle über die Religion herziehen, kann einem schon der Hut hochgehen, aber ein Christ darf nichts sagen, der ist ja dumm."
Sie dürfen alles sagen, nur müssen Sie mit entsprechenden Antworten rechnen. Die Zeiten, wo man wegen ketzerischer Äußerungen gesteinigt wurde, sind vorbei.
"Ja, gut, es war wie eine Drohung, es tut mir leid, dass ich es so ausgedrückt habe."
Da sagen Sie es - anerkennenswerterweise - selbst, dass Sie sich eine auf Ihre Drohung fällige Antwort redlich verdient haben.
"Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass, als ich mich mit dem Christentum, besonders mit Jesus, als Erwachsener näher befasst habe, sind mir die Augen geöffnet für viele Probleme dieser Welt."
Das kann aber unmöglich an einem Wanderprediger im 1. Jh. gelegen haben, dessen Bildung hinter der jedes Grundschülers herhinkte. Vielleicht liefern die Texte gewisse Anregungen, über die heutigen Probleme nachzudenken, aber wir brauchen das nicht wirklich. Einfach einen offenen Blick in die Welt werfen und nachdenken.
"Ich war früher total naiv und nun kann ich real sehen, kann die Menschen verstehen, ihre Ansichten; ich sehe die wunderbare Welt mit anderen Augen und mache mir Gedanken, wie ich sie bewahren kann."
Das klingt doch gut. Da brauchen die den Drohgott mit der Drohbotschaft nicht.
"Egoismus hat keinen Platz in meinem Leben."
Sie werden mir immer sympathischer. Da der Monotheismus hingegen sehr egoistisch ist ("Ich bin ein eifersüchtiger Gott"), könnte er Ihrem selbstlosen Wesen eher schaden.
"Ich verzweifle auch nicht wenn ich Probleme habe, sondern gehe alles mit großem Vertrauen an."
So sind wir Menschen seit hunderttausenden von Jahren.
"Ich möchte mein jetziges Leben nicht mit meinem früheren Denken tauschen und meine christlichen freunde sind einfach super, auf die kann man sich verlassen."
Das freut mich für Sie über alle Maßen. Doch sind Sie sicher, dass Ihre Freunde oder Sie dafür eine intolerante, ausgrenzende Religion brauchen? Bewahren Sie sich Ihre angeborene Empathie.
"Und ich bin nicht jemand der sagt, man soll die Menschen indoktrinieren. Es ist jedermann frei sich zu entscheiden was er möchte. Ich bin auch nicht für die Kindertaufe sondern für die Kindersegnung und später sollen sich die Jugendlichen oder Erwachsenen selbst entscheiden, ob sie getauft werden wollen."
Da klingt gut. Nur kann man dann auch die Kindersegnung und jede religiöse Beeinflussung sein lassen und wartet ab, wie sich das Kind entwickelt. Man macht ja auch keine Ärztesegnung für das Kind, weil der Vater Arzt ist und möchte, dass sein Kind später in seine Fußstapfen tritt.
Die Berufswahl sollte man genauso den Jugendlichen überlassen, wie eine Zuwendung zum Geisterglauben.
"Doch der Mensch muss ja erst einmal erfahren, was es mit dem Christentum auf sich hat."
Warum? Das Christentum ist sachlich falsch und unethisch. Wir können Gesellschaft und Zusammenleben heute viel besser und fairer. Heute wird eine Frau nicht mehr wegen "Ehebruchs" gesteinigt, eine Strafe, gegen die sich Jesus mit keinem Wort wendet. Christentum ist überflüssig geworden. Glauben Sie mir: Ihre ganzen positiven Eigenschaften, die Sie geschildert haben, kommen aus Ihnen selbst und brauchen keine Leiche an einem Hinrichtungsgerät.
"Ich kann auch nicht über Mathematik reden, wenn ich es nie gelernt habe."
Mathematik ist hingegen sehr wichtig, weil unsere Welt ohne sie nicht funktioniert. Auch Fremdsprachen, Schreiben und Lesen, Geschichte, Musik, Kunst, Sport, Chemie, Biologie, Physik, Ethik etc. Das sind Fakten und keine Ammenmärchen oder Gruselschocker aus einer Zeit, in der niemand von uns leben will. Auch Sie nicht!
Bewahren Sie sich also das Positive und vertrauen Sie auf sich selbst. Sie können das! Der Beweis: Die angebliche Hilfe aus dem Weltraum gibt es nicht - und das ist auch ganz gut so...
Liebe Vilma, ich schrie auch
Liebe Vilma, ich schrie auch ganz laut, aber nicht hurra, als mich der Pfaffe am Ohr zog, weil ich in der Grundschule den geistigen Dünnpfiff nicht auswendig gelernt hatte. Fragen Sie doch mal die Domspatzen, wie die geschrien haben, als der Abschaum sich an ihnen bedient bzw. sie geschlagen hat. Letzens sprach Herr Wölki von der "Diktatur des Zeitgeistes", lieber den Zeitgeist, als die Klerikalfaschisten.
Lieber Paul, ja, das sind
Lieber Paul, ja, das sind schreckliche Ereignisse, die ich auch verfolge in den Nachrichten. Das Bodenpersonal tut nicht immer das was Gott und Jesus wollen und das sind auch nicht wahre Jesus-Nachfolger, sondern Jesus hat gesagt: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Und liebet einander damit Ihr ein Zeichen seid in der Welt. Wir haben einen freien Willen und sind keine Marionetten, das macht die Sache sehr schwer. Aber lieber so als Marionetten zu sein, oder? Wenn alle nach dem Leitsatz "liebe den anderen wie dich selbst" leben würden, dann hätten wir einen wunderbaren Frieden. Aber ......
Liebe Vilma,
Liebe Vilma,
jetzt enttäuschen Sie mich doch ein wenig.
"Das Bodenpersonal tut nicht immer das was Gott und Jesus wollen ..."
Ja ja, das böse Bodenpersonal! Soll ich Ihnen was verraten: Es gab immer nur und gibt auch in Zukunft immer nur das Bodenpersonal. Der Chef existiert nämlich gar nicht. Insofern ist Kirche das, was Kirche tut und nicht das, was manche Zeitgenossen gerne hätten.
"... und das sind auch nicht wahre Jesus-Nachfolger, sondern Jesus hat gesagt: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst."
Diese Idee war in der jüdischen Sekte, die diese Meinung vertreten hat (nachzulesen im Corpus Qumran), ein Mittel, um Nachbarschaftsstreitigkeiten nicht durch Gewalt, sondern durch verständnisvolles Diskutieren zu lösen. Nachbarn im wörtlichen Sinne. Der Nachbar drei Blocks weiter interessiert dabei nicht.
Aber ich finde es schön, dass jetzt im 21. Jh. Christen anfangen, dies auch auf weiter entfernte Nachbarn auszudehnen. Doch nicht alle tun das, wenn ich an den nach wie vor schwelenden Konflikt in Nordirland und offene Auseinandersetzungen in z.B. afrikanischen Ländern denke. Ich fürchte, da wurde noch nicht die letzte christliche Patrone wider den Nächsten verschossen.
"Und liebet einander damit Ihr ein Zeichen seid in der Welt."
Auch dieses Jesus in den Mund geschriebene Wort ist de facto völlig unrealistisch. Warum sollte ich jeden lieben? Respekt, Akzeptanz oder im schlimmsten Fall Toleranz reichen völlig aus. Aber man hat Jesus halt besonders dicke Worte in den Mund geschrieben, die so herrlich überzogen klingen. Es geht immer nur um alles: um die ganze Welt, das Böse, das Gute, die Liebe, der Hass, der Himmel und die Hölle. Zwischentöne in dem Bereich, in dem das Leben spielt, gibt es nicht.
"Wir haben einen freien Willen und sind keine Marionetten, das macht die Sache sehr schwer."
Es gibt keinen freien Willen. Jeder Mensch ist vielen Beschränkungen unterworfen, die seine Willensfreiheit enorm einschränken. Marionetten sind wir aber auch nicht mehr - seit wird die Puppenspieler der Kirchen entmachtet haben...
Aber die Puppenspieler der
Aber die Puppenspieler der Kirche spielen weiter und freuen sich über die finanzielle Unterstützung des Staates. Das Märchen vom Jesus feiert deshalb weitere Triumphe, weil die Dummheit als Krankheit nicht heilbar ist. Sie bereitet keine Schmerzen aber füllt weiter die "Schwarzkassen" der Kirchen. Als einziges Unternehmen braucht die Kirche keine Steuern zahlen und das bedeutet den großen Wert des Christentums. Alles andere nennt man in denkenden Kreisen Scheinheiligkeit.
"Aber die Puppenspieler der
"Aber die Puppenspieler der Kirche spielen weiter und freuen sich über die finanzielle Unterstützung des Staates."
Ja, sie spielen weiter, aber verglichen mit früheren glanzvollen Zeiten ist es doch ein eher jämmerliches Kasperletheater. Wenn wir es jetzt noch schaffen könnten - und als Bürger/Wähler haben wir die Macht dazu - den Staat von den Kirchen zu trennen, dann sollen die alten Männer weiter herumkaspern. Das ist dann Folklore, die niemanden mehr tangiert - außer Touristengruppen aus Fernost...
Lieber Bernd, Sie merken
Lieber Bernd, Sie merken nicht, wie unhöflich Sie sind, denn Sie lassen keinen Gedanken zu. ich habe keine Lust mehr, mit Ihnen den Dialog weiter zu machen. Ich antworte nicht mehr, wünsche Ihnen aber alles Gute.
Widerlegen Sie ein einziges
Widerlegen Sie ein einziges meiner Worte. Doch statt dies zu tun - was bei einem Dialog durchaus zum guten Ton gehört - schreiben Sie:
"Ich antworte nicht mehr, wünsche Ihnen aber alles Gute."
Wissen Sie, was das ist? DAS ist unhöflich! Aber ich kenne das, so sind Gläubige halt und sie merken es nicht mal, weil sie im Wahn leben, die "absolute Wahrheit" zu kennen.
Einen schönen Tag auch von mir...
Liebe Vilma,
Liebe Vilma,
ich habe nicht den Eindruck, dass Bernd unhöflich ist, er drückt nur die Tatsachen unumwunden aus. Warum sind religiös eingestellte Menschen eigentlich immer gleich eingeschnappt, wenn man ihnen Dinge sagt, auf die sie keine Antwort finden?
Das Christentum kann keine moralische Instanz sein, weil seine Grundlage, die Bibel, ein Werk voller sich gegenseitig ausschließender Aussagen ist und es keine Möglichkeit gibt, zu entscheiden, was denn nun gültig sein soll und was nicht, ganz abgesehen davon, dass viele der biblischen Gebote nach heutigen Maßstäben (Menschenrechte) völlig inakzeptabel sind. Jesus* hat nie ein Wort gegen die Sklaverei verloren und Paulus hat Sklaven ausdrücklich aufgefordert, ihren Herren ohne Aufmucken zu dienen. Sieht so eine Religion der Nächstenliebe aus?
') Es ist übrigens völlig offen, ob Jesus tatsächlich je existiert hat und selbst wenn, kann niemand sagen, was er in Wirklichkeit gesagt hat und was ihm von den Weitererzählern der Geschichten und den späteren Autoren, die diese x-Mal von Mund zu Mund und immer wieder ausgeschmückten Stories aufgeschrieben haben, mit bestimmter Absicht in den Mund gelegt worden ist.
Lieber Jonas, Ihr merkt nicht
Lieber Jonas, Ihr merkt nicht, dass die Atheisten größere eifrige Missionare sind als die Christen. Ich kann mich sehr wohl mit Menschen unterhalten die nicht an Gott glauben und meinen Standpunkt darstellen, doch im Forum ist es äußerst mühsam, da Ihr nichts stehen lassen könnt. Eure Sicht ist die "richtige" und die anderen sind einfach dumm weil sie an etwas glauben was die Atheisten nicht nachvollziehen können.
Ich glaube an Gott weil ich so viele Erfahrungen gemacht habe mit ihm. Man muss ihn nur einfach suchen und sich auf ihn einlassen.
Jesus ist übrigens sehr wohl historisch belegt und viele archäologische Funde belegen immer wieder die Aufzeichnungen der Bibel, so dass die Wissenschaftler sich korrigieren müssen oder sollten. Ich glaube an Gott, der eine so geniale Schöpfung hervorgebracht hat, ich brauche bloss die Funktionen meines Körpers anschauen, die tausenden Details die haargenau zusammenpassen und -arbeiten. Die wunderbare Sternenwelt die unendlich ist. Ja, Ihr werdet mir jetzt gleich Darwin um die Ohren werfen. Er hat doch auch nur eine Theorie, aber an die glaubt Ihr. Ich glaube auch, dass sich die Arten verändern mit der Zeit, je nachdem wo sie leben und was sie zu essen haben, aber soll es deswegen keinen Gott geben? Vor kurzem habe ich gelesen, dass Darwin zum Schluss noch seine Theorie revidiert hat, aber man wollte sie nicht verbreiten.
Die Wissenschaftler sagen, dass sie zwar an dern Urknall glauben (ich auch) aber dass sie nicht wissen, wie dieser Urknall aus dem nichts hervorgegangen sein kann, welche Informationen vorher da waren, denn ohne Information kann nichts geschehen. Ich muss immer wieder schmunzeln wenn die Wissenschaftler sagen: und die Natur ist so intelligent, dass sie dies oder jenes plötzlich verändert hat, z.B. dass ein Tier plötzlich Flügel bekommen hat oder ähnliches.
Ich möchte nicht weiter hier schreiben, denn ich habe zu wenig Zeit dafür. Ich bin kein Forenschreiber. Ich wünsche euch alles Gute.
Vilma
"Ich kann mich sehr wohl mit
"Ich kann mich sehr wohl mit Menschen unterhalten die nicht an Gott glauben und meinen Standpunkt darstellen, doch im Forum ist es äußerst mühsam, da Ihr nichts stehen lassen könnt. Eure Sicht ist die "richtige" und die anderen sind einfach dumm weil sie an etwas glauben was die Atheisten nicht nachvollziehen können."
Natürlich kann man auch eine dumme Meinung einfach mal stehenlassen. Nur ist das hier nicht das Forum, das dumme Meinungen einfach mal stehen lässt. Hier geht es um Aufklärung und Vernunft. Wer seine Meinung einfach stehen lassen will, muss z.B. zu jesus.de.
Zum Beispiel solche Aussagen...:
"Jesus ist übrigens sehr wohl historisch belegt und viele archäologische Funde belegen immer wieder die Aufzeichnungen der Bibel, so dass die Wissenschaftler sich korrigieren müssen oder sollten."
... können HIER nicht einfach unwidersprochen stehenbleiben, weil sie Unsinn sind. Und zwar objektiver Unsinn. Als Meinung lasse ich durchgehen, ob jemand an einen unsichtbaren Geist im Weltraum glaubt, aber nicht diese scheinbar faktischen Aussagen, Jesus sei historisch belegt und archäologische Funde würden die Bibel bestätigen.
Und die Forderung, Wissenschaftler müssten oder sollten sich korrigieren, hat schon etwas Anmaßendes. Jesus ist durch überhaupt nichts belegt und gerade die Archäologie (ich erinnere hier an die grundlegenden Arbeiten von Silberman und Finkelstein) hat viele der großen Bibelgeschichten in den Bereich der Fabel verwiesen.
Dass Sie das nicht zur Kenntnis nehmen wollen, ist das eine. Aber anderen - wie z.B. mir - einen Vorwurf daraus zu konstruieren, dass wir Ihr Nichtwissen durch neue Erkenntnisse konterkarieren, ist frech.
"Ich glaube an Gott, der eine so geniale Schöpfung hervorgebracht hat, ich brauche bloss die Funktionen meines Körpers anschauen, die tausenden Details die haargenau zusammenpassen und -arbeiten."
Im Gegensatz zur Schöpfungslehre kann Ihnen dieses Wunder Ihres Körpers die Evolutionstheorie bestens erklären. Das wird inzwischen sogar vom Vatikan nicht mehr bestritten.
"Die wunderbare Sternenwelt die unendlich ist. Ja, Ihr werdet mir jetzt gleich Darwin um die Ohren werfen. Er hat doch auch nur eine Theorie, aber an die glaubt Ihr."
Würden Sie sich mit Erkenntnisgewinnung auskennen, würden Sie wissen, dass eine Theorie das Höchste ist, was man in unserer Welt werden kann. Sie können gerne die Evolutionstheorie widerlegen - aber nicht mit Sprüchen aus einem jahrhundertealten Märchenbuch.
"Ich glaube auch, dass sich die Arten verändern mit der Zeit, je nachdem wo sie leben und was sie zu essen haben, aber soll es deswegen keinen Gott geben? Vor kurzem habe ich gelesen, dass Darwin zum Schluss noch seine Theorie revidiert hat, aber man wollte sie nicht verbreiten."
Wo haben Sie das gelesen? In der Bibel?
"Die Wissenschaftler sagen, dass sie zwar an dern Urknall glauben (ich auch) aber dass sie nicht wissen, wie dieser Urknall aus dem nichts hervorgegangen sein kann, welche Informationen vorher da waren, denn ohne Information kann nichts geschehen."
Nehmen Sie Kontakt mit einem Physiker auf, der kann Ihnen das erklären. Der wird auch ganz offen darüber sprechen, dass die Wissenschaft nicht alles erklären kann. Aber was die besten Wissenschaftler unserer Zeit nicht erklären können, das können Hirten aus der Bronzezeit ganz gewiss nicht erklären. Die wussten nicht mal etwas von Quantenmechanik.
"Ich muss immer wieder schmunzeln wenn die Wissenschaftler sagen: und die Natur ist so intelligent, dass sie dies oder jenes plötzlich verändert hat, z.B. dass ein Tier plötzlich Flügel bekommen hat oder ähnliches."
Welcher Wissenschaftler hat je die Natur für "intelligent" erklärt? Nennen Sie mir die Quelle. Evolution funktioniert über Mutation und Selektion.
"Ich möchte nicht weiter hier schreiben, denn ich habe zu wenig Zeit dafür. Ich bin kein Forenschreiber. Ich wünsche euch alles Gute."
Ich nehme mir die Zeit zu einer Antwort, nicht - wie Sie unterstellt haben - um zu missionieren, sondern um offensichtlichen Unsinn oder bewusste Falschinformationen zu korrigieren. Nicht die Wissenschaftler müssen sich korrigieren, sondern es sind Gläubige mit solch veralteten Ansichten, wie Sie sie hier darlegen. So etwas kann nicht unwidersprochen bleiben. Sie selbst - deswegen missioniere ich nicht - dürfen weiterhin so glauben, wie Sie es glauben tun zu müssen. Viel Spaß dabei noch...
Liebe Vilma,
Liebe Vilma,
schade, dass Du schon gleich wieder kneifen willst, denn ich habe noch einiges zu dem zu sagen, was Du hier auftischst.
"Eure Sicht ist die "richtige" und die anderen sind einfach dumm weil sie an etwas glauben was die Atheisten nicht nachvollziehen können."
So einfach machen wir es uns nicht. Ich bin immer bemüht, meine Meinung auf Fakten aufzubauen und erlaube es mir, auch einmal keine Meiung zu haben, wenn mir die Fakten nicht ausreichen. Bei den Gläubigen ist es aber oft so, dass sie stumpf etwas behaupten, das zu den Fakten im eklantanten Widerspruch steht.
"Ich glaube an Gott weil ich so viele Erfahrungen gemacht habe mit ihm. Man muss ihn nur einfach suchen und sich auf ihn einlassen."
Mit dem selben "Argument" kannst Du Allah, Thor, Zeus, Baal und ein paar Tausend andere Götter "belegen". Was Gläubige anderer Religionen auch immer wieder getan haben und noch tun. Für jeden, der fest genug glaubt, war und ist sein spezifischer Gott genau so real wie der Bibelgott für Dich. Die Überzeugungskraft Deines Argumentes ist also genau Null.
"Jesus ist übrigens sehr wohl historisch belegt"
Definitiv nicht, es gibt keine einzige außerbiblische Quelle, die Jesus als Person belegt, nur vage Berichte über Menschen, die ihn als Gott verehren. Diese Berichte sind außerdem erst Jahrzehnte nach seinem mutmaßlichen Tod (ca. 30 u. Z.) entstanden.
"viele archäologische Funde belegen immer wieder die Aufzeichnungen der Bibel, so dass die Wissenschaftler sich korrigieren müssen oder sollten. "
Auch das stimmt nicht, ganz im Gegenteil. Viele Geschichten der Bibel (Auszug aus Ägypten, Mauern von Jericho, König Solomon, usw.) sind durch die Archäologie widerlegt worden, so dass die Wissenschaftler die Theologen korrigieren mussten. AUch die Weihnachtsgeschichte ist ein Märchen, Theologen stellen es aber immer noch wider besseren Wissens als historisches Faktum dar.
"Er [Darwin] hat doch auch nur eine Theorie, aber an die glaubt Ihr."
Ich muss Dir leider - wie so vielen anderen, die Evolution ablehnen - bescheinigen, dass Du nicht den blassesten Schimmer hast, was das Wort "Theorie" in der Wissenschaft bedeutet. "Nur eine Theorie" ist sprachlich genau so unsinnig wie "schwarzer Schimmel" (wenn damit ein Pferd gemeint ist).
Evolution zu diskutieren würde hier den Rahmen sprengen, deshalb stelle ich Deiner Behauptung vom "perfekten" menschlichen Körper nur diese überprüfbare Aussage gegenüber: "Der Mensch ist biologisch nicht gerade ein ausgereiftes Modell. Die Evolution hat in uns viele offene Baustellen hinterlassen – mehr als in anderen Lebewesen auf der Erde."
"Vor kurzem habe ich gelesen, dass Darwin zum Schluss noch seine Theorie revidiert hat, aber man wollte sie nicht verbreiten."
Du meinst wahrscheinlich die "Lady Hope Story". Ich kann Dir versichern, dass das nur eine der vielen Lügen ist, die Kreationisten als verzweifelten Versuch verbreiten, die Evolution zu "widerlegen". Es gelingt ihnen nicht, nicht einmal mit ihren dreisten Lügen.
" Ich muss immer wieder schmunzeln wenn die Wissenschaftler sagen: und die Natur ist so intelligent, dass sie dies oder jenes plötzlich verändert hat ..."
Mich reizt es eher zum schallenden Gelächter, wenn ich lesen muss, was für grottenfalsche Aussagen über das gemacht werden, was Wissenschaftler angeblich gesagt haben sollen. Nur am Rande: "Plötzlich" kann in Evolution und Geologie auch schon mal 10 - 20 Millionen Jahre bedeuten.
Besorge Dir mal ein gutes Buch über die Geschichte des Universums oder die Evolution und bemühe Dich in Zukunft, nicht alles unreflektiert nachzuplappern, was Du auf kreationistischen Websites an unredlichen Tatsachenverdrehungen findest.
Auch Dir alles Gute
Jonas
Liebe Vilma,
Liebe Vilma,
man soll Zitate nicht sinnentstellend verkürzen! In Wirklichkeit hat Jesus gesagt (Markus 12, 30-31): "Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft.
31 Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden."
Gottesliebe und Nächstenliebe sind also untrennbar verbunden. Aber, kann man Liebe befehlen???
Mit unserem Demokratieverständnis lässt sich das auch nicht vereinbaren, denn da gilt die Religionsfreiheit, die natürlich auch die Freiheit von Religion umfasst.
Ganz abgesehen davon ist die Nächstenliebe keine Erfindung des Christentums sondern findet sich bereits in Schriften, die Jahrhunderte älter sind.
Mit vom Gotteswahn befallenen
Mit vom Gotteswahn befallenen Gläubigen kann man nicht reden, schon mal gar nicht über Religion. Mir gefällt die ganze Scheinheiligkeit nicht und mir gefällt auch nicht, das bis heute nichts in den Medien erschienen ist, das irgendwo auf dieser einmaligen Welt sich ein Gott gezeigt hat und zumindest das Elend (Kriege, Morde, Verfolgungen, Hungersnöte usw.)
gemildert hat. Hat er aber nicht, er scheint sich weiter hinter seinem eigenen Kreuz zu verstecken, wie vernagelt. Liebe Vilma??
Da ich meine Schulzeit in der
Da ich meine Schulzeit in der DDR erlebt habe, kenne ich Schule ohne Religion. Statt dem dort nachzuplappernden sozialistischen Slogans im Staatsbürgerkundeunterricht, wäre etwas über Religion zu erfahren, wahrscheinlich nicht schlimmer gewesen - zumindest würden dann die Ex-DDR-Bürger bei Quizfragen über Religion nicht immer so peinliche Antworten geben. Ich kenne auch nicht den Religionsunterricht, wie er derzeit an deutschen Schulen gelehrt wird, aber er scheint mir doch nicht so doktrinär zu sein, dass die Teilnehmer danach in Klassenstärke am Sonntagsgottesdienst teilnehmen. Auf der anderen Seite hat der kirchenfern erzogene Populärphilosoph Richard David Precht erklärt, dass er sehr gern mit seinem kath. Religionslehrer philosophiert habe (http://www.ksta.de/richard-david-precht--ballerspiele-toeten-die-neugier--12430528). Ich glaube dies ist ein wichtiger Punkt, bei solchen Versuchen von Werteunterricht - es kommt nicht wirklich darauf an was draufsteht, sondern wie man die Schüler für dieses Thema begeistern kann. Ziel von allem ist sicherlich, der neben erlangten Wissen und Selbstbewussten auch sozial empfindsam/kompetente Schulabgänger. Ob man dies durch Lehre erreichen kann, finde ich sowieso fraglich. Werteempfinden wird ja gerade im jugendlichen Alter durch Zeitgeist und Gruppendynamik bestimmt, wobei Religion in ihrer konventionellen Form zumindest eine interessante Diskussionsgrundlage bzw. Gegenpol bilden kann. Also so lange es auch die (Ab)Wahlmöglichkeit gibt, sehe ich in einer Abschaffung des Religionsunterrichts nun keine dringliche Aufgabe.
Lieber Thomas Rebbe,
Lieber Thomas Rebbe,
ich kann Ihren Ansatz nachvollziehen. Es gibt jedoch einiges zu bedenken:
"Ich kenne auch nicht den Religionsunterricht, wie er derzeit an deutschen Schulen gelehrt wird, aber er scheint mir doch nicht so doktrinär zu sein, dass die Teilnehmer danach in Klassenstärke am Sonntagsgottesdienst teilnehmen."
Das hängt nur vom Lehrer ab. Mein Religionslehrer - ein ev. Pfarrer - hat mir "im Westen" in den 70er-Jahren vermittelt, dass Religion eine Entwicklungsgeschichte hat und nun in viele Sekten aufgespalten ist. Das zeigte mir die ganze Beliebigkeit von Religion(en) und in der Folge meines Nachdenkens, dass sie überflüssig und sinnlos ist, weil natürlich auch deren "Werte" stets zeitbezogen und damit variabel sind.
Jetzt frage ich: Warum sollte der Staat - die Öffentliche Hand - über 1,6 Mrd. Euro/Jahr (ohne Aus- und Weiterbildung) ausgeben, um Schülern beizubringen, dass Religion beliebig und damit überflüssig ist? Da spreche ich noch nicht vom katholischen Unterricht, der damals streng indoktrinierend als sogenannter Bekenntnisunterricht war. Der Muslimische ist es heute sicher nicht minder.
"... - es kommt nicht wirklich darauf an was draufsteht, sondern wie man die Schüler für dieses Thema begeistern kann."
Warum? Warum sollten sich Schüler für bronzezeitliche Lebensmodelle und Moralvorschriften interessieren? Auch wenn das heute nur noch in abgemilderter Form geschieht: Religion ist ein Auslaufmodell, das eine Zeitlang die barbarischen Sitten der Jungsteinzeit etwas weniger barbarisch gestaltete. Die interessanten Teile der Religionshistorie kann man getrost im Geschichtsunterricht unterbringen.
"Werteempfinden wird ja gerade im jugendlichen Alter durch Zeitgeist und Gruppendynamik bestimmt, wobei Religion in ihrer konventionellen Form zumindest eine interessante Diskussionsgrundlage bzw. Gegenpol bilden kann."
Nein, der "Wertekanon" der Religion ist vorsintflutlich. Er basiert auf Moral, nicht auf Ethik. Er ist dogmatisiert und nicht evolutionär, wie die Ethik des evolutionären Humanismus. Wenn man wirklich die 1,6 Mrd. Euro und die kostbare Lernzeit der Schüler für etwas opfern will, was außerhalb reiner Faktenvermittlung liegt, dann sollte man das Schulfach "evolutionärer Humanismus" einführen, in dem Schüler heute lernen, wie man morgen lebt...
Super. Hoffentlich kommt das
Super. Hoffentlich kommt das in Deutschland auch bald.
Gratulation an Luxemburg!
Gratulation an Luxemburg! Denn wir wissen ja: "Nur die Götter gehn zugrunde, wenn wir endlich gottlos sind!"