Frauenrechte

Steinigung

Taliban in Afghanistan: Frauen werden wieder gesteinigt

Die Menschen in Afghanistan werden von den bärtigen Islamisten weiter drangsaliert, schikaniert und tyrannisiert. Männer und Frauen dürfen wieder öffentlich ausgepeitscht, die Frauen zudem nun auch gesteinigt werden – wie in der ersten Herrschaftsphase der Taliban. Dabei hatten sie sich bei ihrer Machtübernahme lammfromm und geläutert gegeben. Dass sie nun doch wieder ihr wahres Gesicht zeigen, lässt den Rest der Welt unbeeindruckt – das Schicksal der Menschen in Afghanistan wird ignoriert.

Teheran

US-Erotikstar im Iran

Porno-Schauspielerin lobt Mullah-Staat

Eigentlich steht auf ihren Job im Iran die Todesstrafe: Erotikfilm-Schauspielerin Whitney Wright, eine Fürsprecherin der Palästinenser, reiste in den Iran und bezeichnete das Land als "sicher". Die Regeln der religiösen Führer müssten bloß eingehalten werden, schrieb sie auf Instagram. Kritiker:innen des Mullah-Staates sind empört.

Frau in Tunesien

Frauenbewegungen in Maghreb-Staaten

Früher ging es um Bildung und Wahlrecht, heute um Würde

In Marokko, Tunesien und Algerien gab es seit den 1960er Jahren starke Frauenbewegungen. Anfangs waren diese feministischen Bewegungen säkular, inzwischen gibt es auch muslimische oder sogar islamistische Frauenbewegungen. Während die Frauen früher um Gleichberechtigung gestritten haben, kämpfen sie heute für die grundlegendsten Menschenrechte.

EU beschließt neue Richtline zu Gewalt gegen Frauen

Deutschland blockiert EU-weite Regelung zur Verfolgung von Vergewaltigung

Am Dienstag einigten sich Unterhändlerinnen und -händler von Europaparlament und EU-Staaten in Straßburg auf ein Gesetz, das den strafrechtlichen Umgang mit Gewalttaten gegen Frauen in allen Ländern einheitlich regeln soll. Dass man sich hierbei unter anderem durch die Blockade Deutschlands ausgerechnet bei Vergewaltigungen nicht auf eine einheitliche Regelung einigen konnte, sorgt bei Frauenrechtsorganisationen wie TERRE DES FEMMES für große Kritik.

Selfie mit Vollverschleierung

#NoHijabDay und #WorldHijabDay

Für oder gegen ein Instrument der Unterdrückung

Am 1. Februar feiern die einen die Verhüllung von Frauen für Allah mit dem "World Hijab Day". Die anderen sträuben sich dagegen, dass Verschleierung als harmloses Mode-Accessoire gefeiert wird und begehen seit Jahren den "No Hijab Day". Dass der Hijab nicht nur ein ein Stück Stoff ist, sondern ein Politikum, zeigt sich im Iran und in Afghanistan.

Interview

"Was Menschenrechte angeht, ist Afghanistan weltweit auf der untersten Stufe"

Im Interview mit dem hpd beschreiben Hourvash Pourkian und Jacqueline Ahmadi die humanitäre Situation in Afghanistan und im Iran. Menschrechtsaktivistin Pourkian wurde im Oktober für ihr Engagement mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Seit 20 Jahren leitet die aus dem Iran stammende Pourkian den Verein Kulturbrücke. Ahmadi ist eine Rechtsanwältin und Frauenrechtsaktivistin. Seit der Machtergreifung der Taliban setzt sie sich vehement gegen die Unterdrückung der afghanischen Frauen ein.

Gisela Notz mit ihrer Tochter und Ines Scheibe

Ein Gespräch mit Gisela Notz über Gleichberechtigung

Gleichberechtigung ist nur de jure erreicht

Seit die Menschen- und Bürgerrechte auf der politischen Bühne eine Rolle zu spielen begannen, kämpften Frauen dafür, dass die Menschen- nicht Männerrechte blieben. Mit Gisela Notz sprach MIZ über das Erreichte und Wege, den herrschenden Zustand weiter zu verändern.

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Frei leben ohne Gewalt

Morgen ist "Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen". Zahlreiche Organisationen fordern an diesem Tag Politik und Gesellschaft auf, den Schutz von Frauen vor Gewalt zu verstärken.