Andreas Lichte

Artikel des Autoren

"Rudolf Steiner war kein Rassist"

Es gibt eine jahrzehntelange anthroposophische Tradition des Leugnens von Rudolf Steiners Rassismus. In der vom "Bund der Freien Waldorfschulen" herausgegebenen Zeitschrift "Erziehungskunst" führt Jost Schieren, Professor an der anthroposophischen Alanus Hochschule, diese alte Tradition unter dem neuen Label "Waldorf & Wissenschaft" fort. In seinem Artikel "Anthroposophie in der Kritik" schreibt Schieren: "Rudolf Steiner war kein Rassist". Eine Aussage, die an Eindeutigkeit nicht zu überbieten ist, nicht wahr?

Rassismus-Zeitmaschine Anthroposophie

"die Drei", "Zeitschrift für Anthroposophie in Wissenschaft, Kunst und sozialem Leben", "herausgegeben für die Anthroposophische Gesellschaft in Deutschland", stellt in ihrer März/April-Ausgabe 2021 "das heiße Eisen" Rassismus und Antisemitismus in der Anthroposophie vor. Wenn Anthroposophen über Rudolf Steiners Rassismus urteilen, steht der Freispruch bereits vorher fest, aber die Begründung überrascht doch immer wieder. Der Anthroposoph Ralf Sonnenberg markiert hier einen neuen alten Tiefpunkt.

Michael Blume

Der Antisemitismus-Beauftragte und die Anthroposophie

Michael Blume, Antisemitismus-Beauftragter Baden-Württembergs, hatte bereits im Herbst 2020 die "Anthroposophische Gesellschaft in Deutschland" besucht, nun gab er der anthroposophischen Zeitschrift "info3" ein Interview. Schon die Überschrift des Interviews macht deutlich, wie wertvoll Blume die Anthroposophie ist: "Eine Anthroposophie in der Defensive wäre ein Verlust".

Anthroposophie und Antisemitismus

Auf den Querdenker-Demonstrationen der vergangenen Monate traten Anthroposophen Seite an Seite mit Rechten auf. Tipps gegen den hierdurch entstandenen Imageschaden holte sich die "Anthroposophische Gesellschaft in Deutschland" beim Antisemitismus-Beauftragten der baden-württembergischen Landesregierung Dr. Michael Blume. Und das, obwohl Anthroposophie-Begründer Rudolf Steiner selbst als Antisemit gilt. hpd-Autor Andreas Lichte sprach hierüber mit dem Religionsphilosophen und Anthroposophie-Experten Ansgar Martins.

Alanus Hochschule Bonn

Die Alanus-Hochschule erfindet einen neuen Steiner

"Esoteriker", "Rassist", "Scharlatan" sind heute übliche Bezeichnungen für Rudolf Steiner. Das möchte die anthroposophische Alanus-Hochschule ändern: "Philosoph" oder "Wissenschaftler" hört sich einfach besser an und verkauft sich auch viel leichter. Ein Dialog über den neuen Steiner.

Anthroposophie und Rassismus

Die "Stuttgarter Erklärung" ist das Instrument des "Bundes der Freien Waldorfschulen" zur Abwehr von Kritik an Rudolf Steiners Rassismus. Auf unzähligen Homepages der Waldorfschulen weiterverbreitet, dient sie auch zur Beruhigung irritierter Eltern. Doch wie steht es um den Wahrheitsgehalt der "Stuttgarter Erklärung"?

Das zweite Goetheanum in Dornach (1928 bis heute), Südansicht

Werbeunterbrechung für Waldorfschulen in den Tagesthemen

Öffentlich-rechtliche Berichterstattung sollte ausgewogen sein und bei strittigen Themen stets alle Seiten zeigen. Doch genau dies geschah in einem völlig kritikfreien Beitrag über Waldorfschulen, der gestern von den ARD-Tagesthemen ausgestrahlt wurde, nicht. Ob es daran liegen könnte, dass die Journalistin, die den Beitrag erstellt hat, selbst eng mit der Waldorfschul-Welt verbunden ist?

Symbolbild

Die Golems – und wie sie in die Welt kommen

Waldorfschulen erzählen den Mythos einer "Erziehung zur Freiheit". Aber "auch in den musischen und künstlerischen Bereichen besteht nicht wirklich kreative Freiheit, wie ständig propagiert wird", schreibt Volker Kirsch in seinem offenen Brief an Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Eine Begegnung mit der "Kunst" der Waldorfschule von Andreas Lichte.