Russland: Wegen Atheismus vor Gericht
Verletzte religiöse Gefühle
Grafik: Daniela Wakonigg
BERLIN. (hpd) Weil er in einem Webchat die Existenz Gottes geleugnet hat, steht ein russischer Atheist nun vor Gericht. Ihm droht eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr.
In seiner Heimatstadt Stavropol muss sich seit Montag der 38-jährige Viktor Krasnov vor Gericht verantworten. Laut Nachrichtenagentur AFP wird Krasnov beschuldigt, die religiösen Gefühle von Gläubigen beleidigt zu haben, weil er 2014 während eines Webchats geschrieben hatte: "Es gibt keinen Gott". Krasnov hatte sich an einer Internetdiskussion des in Russland verbreiteten Sozialen Netzwerks vk.com beteiligt und dort unter anderem geschrieben: "Wenn ich sage, dass diese Sammlung jüdischer Märchen, die sich Bibel nennt, kompletter Bullshit ist, ist der Fall doch erledigt. Wenigstens für mich."
Ein junger Teilnehmer der Diskussion beschwerte sich über Krasnov und warf ihm vor, die Gefühle von orthodoxen Gläubigen zu verletzen. Laut NBCNews klagte das russische Ermittlungskomitee Krasnov daraufhin wegen "der Verletzung der Gefühle von Gläubigen" an. Das russische Ermittlungskomitee ist seit 2011 die zentrale Ermittlungsbehörde Russlands und dem amerikanischen FBI vergleichbar.
Angeklagt wurde Krasnov aufgrund eines umstrittenen Gesetzes, das 2013 verabschiedet wurde, nachdem man die Punk Band Pussy Riot für ihren religionskritischen Auftritt in der russisch-orthodoxen Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau verhaftet hatte.
Vor Prozessbeginn wurde Krasnov einen Monat lang in der Psychiatrie untersucht. Die psychiatrische Untersuchung ergab, dass er geistig gesund ist. Krasnovs Anwalt teilte der Presse mit, dass sein Mandant einfach ein Atheist sei.
Krasnov droht eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr.
Kommentare (29)
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Ich bin schon gespannt auf
Ich bin schon gespannt auf den Aufschrei der Bundesregierung und das Entsetzen auf allen Rängen, wegen der brutalen Einschränkung der Meinungs- und Weltanschauungsfreiheit.
Aber vermutlich wird man es - respektvoll, wie man gerade gegenüber Russland eben ist - vorziehen, sich nicht in die inneren Angelegenheiten eines souveränen Staates einzumischen.
Ein Gott, was immer das sein
Ein Gott, was immer das sein soll, ist überhaupt nicht erkennbar! Welchen Gott meinen sie überhaupt: Zeus, Wotan, Schiwa, Quetzalcoatl…. Die Menschen haben im Laufe ihrer Geschichte an unzählige verschiedene Götter geglaubt und dabei hat sich keiner dieser Götter jemals wirklich sehen lassen, keiner hat eindeutig für alle Menschen überzeugend seine Existenz bewiesen. Seit Jahrtausenden streiten sich die Menschen über das Wesen der Götter, darüber was sie wollen oder nicht wollen, darüber wo sie sind, wie sie sind, was sie sind und ob sie überhaupt sind! Mit dem Ergebnis, dass wir heute so wenig über die Götter wissen wie vor tausenden von Jahren. Daraus schließe ich, dass sie nur menschliche Fantasieprodukte sind, wodurch sich ihre Vielfalt und nicht Erkennbarkeit sehr wohl erklären ließe.
Nun sind aber Menschenrechte
Nun sind aber Menschenrechte keine inneren Angelegenheiten mehr auf unserer Kugel.
Und wenn jemand dem Glauben nicht glauben kann, weil er zweifelt und es da für ihn nichts zu verstehen gibt, so darf er sich diesbezüglich auch zum Ausdruck bringen. Genau so, wie jene die dem Glauben blind glauben und ihn ja allgegenwärtig zum Ausdruck bringen, obwohl sie ihn bei weitem nicht jedem verständlich machen können, weil der Glaube letztlich Unwissenheit ist. Genau deshalb kann man ihn ja auch wieder verstehen und tolerieren.
Nur persönliche Beleidigungen sollten wir im Glauben und Nichtglauben vermeiden. Jeder darf glauben was er eben so kann, solange er damit nicht die existenziellen Lebensansprüche anderer real gefährdet. Und der Glaube allein ist kein solcher Lebensanspruch, auch dann nicht, wenn ihn so mancher dazu hochsterilisieren möchte.
Wir leben in einer Zeit, wo der Glaube der geistigen Evolution weichen wird. Aber der Glaube hat uns für langer Zeit in der Unwissenheit einer physikalisch fragmental begründbaren Wahrnehmung eine notwendige Ordnung im LebensRaum gegeben.
Im beste Glauben aus Magdeburg
Denkakustiker
Ich erwarte weder Aufschrei
Ich erwarte weder Aufschrei noch Entsetzen, da hierzulande sog. religiöse Gefühle ähnlich wichtig genommen werden.
Das ist nicht ganz richtig
Das ist nicht ganz richtig Hans Trunau. Nur gegen Juden und Muslime darf man nichts sagen. Negative Beiträge über Christen und andere Religionen unterliegen weiterhin der freien Meinungsäußerung. Die Gründe leuchten mir nicht wirklich ein. Unkonfessionell und sachlich überlegt kommt man zwangsläufig zu der Schlussfolgerung, dass heute Jesus, Mohammed und die anderen Gurus alle auf der gleichen Station in der Psychatrie landen würden.
Meinethalben, werter UPW;
Meinethalben, werter UPW; Psychiatrie - d'accord. Aber beleidigte Christen, speziell aus den Reihen der RKK (geifernde Bischöfe/Kardinäle oder verteufelnde Päpste; vgl. Tillys Karnevalswagen oder: !Feiertags!ruhe!), kennen wir nun doch zur Genüge, oder?
"Beleidigt"? Ansichtssache.
"Beleidigt"? Ansichtssache. Beleidigt fühlt sich nur der, der sich etappt fühlt. Wenn Sie auf Karrikaturen und mehr oder weniger sachliche Kritik anspielen: Die Kirche ist ja -hoffentlich unstrittig- das scheinheiligste Konstrukt der Menschheitsgeschichte. Nicht mal die Zeitrechnung stimmt. Und welche der ca. 800 Versionen der Bibel (ohne die diversen Auslegungen) hat denn für möglicherweise beleidigte Kirchenvertreter gerade Gültigkeit? Manche Pfarrer sind ganz nett und diverse Bischöfe und Päpste haben gelegentlich etwas gesagt, dass Hand und Fuß hatte. Was gibt es sonst noch positives zu berichten?..........................?
Vermutlich wird es genau so
Vermutlich wird es genau so kommen. Aber man muß sich doch fragen, ob es sich wirklich nur um "innere Angelegenheiten" eines Staates handelt, wenn eben dieser religionshörige Staat bei allen internationalen Bemühungen um gegenseitige wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen ernst genommen werden will, ein gleichberechtigter Partner auf Augenhöhe sein will. Das Problem liegt meiner Ansicht nach darin begründet, dass Deutschland nach wie vor selbst ein religionshöriger Staat ist, und somit wird kein maßgeblicher Politiker aus dem eigenen Glaspalast mit Steinen auf den des Nachbarn werfen.
Man wartet halt ab, bis Gott
Man wartet halt ab, bis Gott persönlich erscheint und diese Angelegenheit klärt....
Das ist ein Glaube, gelle?
Es wäre ja einigermaßen
Es wäre ja einigermaßen absurd, wenn sich nach der gerade erfolgten Verurteilung von H. Voß ausgerechnet die Bundesregierung da einmischen würde. Und er hat im Grunde schließlich nur einen Mann zitiert, der nächstes Jahr groß gefeiert wird.
Ohne Dispens aus dem Vatikan passiert da gar nichts; schließlich hat Bergoglio gerade einen Anti-Säkularistenpakt mit Kyrill geschlossen, den wird man auf keinen Fall torpedieren. Im Gegenteil.
Zur Illustration ein paar Auszüge aus den Bergoglio-Kyrill-Pakt:
9. … möchten wir zugleich unser Mitgefühl für die Leiden zum Ausdruck bringen, die die Angehörigen anderer religiöser Traditionen erfahren…
Mitleid mit Religionslosen ist Sache der kirchlichen Herrscher nicht;
die kommen im ganzen Text nicht als von Leid betroffene vor.
15. … Besonders stellen wir fest, dass die Transformation einiger Länder in säkularisierte Gesellschaften, die jedem Bezug zu Gott und seiner Wahrheit fernstehen, eine schwere Bedrohung für die Religionsfreiheit darstellt.
Religionslose und GOTT-lose sollen also eine schwere Bedrohung der Religionsfreiheit sein ???
Dem wird doch keiner unserer führenden Politiker widersprechen wollen und sich für einen GOTT-losen einsetzen ???
16. … Auch wenn wir für den Beitrag anderer Religionen zu unserer Kultur offen sind, sind wir davon überzeugt, dass Europa seinen christlichen Wurzeln treu bleiben muss.
Die anderen, auch die Juden (!), sind in Europa Religionen zweiter Klasse; soll das eine Basis für einen fairen Dialog mit den anderen Religionen sein ? Soll das einer der Verdienste sein, für die Bergoglio den Karlspreis der Stadt Aachen erhält ?
Nein, wegen diesem gottlosen Krasnov wird sich kein führender deutscher Politiker die Chance versauen, „Seiner Heiligkeit“ untertänigst die Hände küssen zu dürfen; schon gar nicht nachdem
sogar der LINKE Ramelow seinen Kniefall zelebriert hat.
Naja, auch Gläubige, also
Naja, auch Gläubige, also Nichtverstehende sind Wähler in bedeutender Zahl, wahrscheinlich sogar die beliebtesten.
Denn wehr an Gott glaubt ohne ihn erlebt zu haben, glaubt auch an jene politischen Aussagen, die unrealistisch erscheinen. Das ergibt doch Sinn, glaube ich :-)
Ansonsten meine ich für mich selbst:
Die Wirklichkeit mit Wahrheiten zu spalten, ist ein irrsinniges Verhalten,
denn Wahrheit kann sich nur sinnvoll an der Wirklichkeit gestalten.
Beste Grüße aus Magdeburg
Denkakustiker
"Es gibt keinen Gott."
"Es gibt keinen Gott." Quatsch, natürlich gibt es Gott, es gibt tausende von Götter: Zeus, Ra, Apollo, Odin, Vulcanus, Attis, Adonis, Mithras ... literarische Figuren, welche von der Elite (schwarze Philosophen) erschaffen wurde um Macht über einfache Menschen zu bekommen.
Was ist dann ein Monogott? Nichts anderes als Licht(energie) und der Wille des Herrschers/Theologen.
Quelle: www.gottesoffenbarung.com
Ich hab jetzt sechzig Jahr
Ich hab jetzt sechzig Jahr lang die Möglichkeit gehabt, die Welt zu beobachten. Keine Generation vor mir hatte diese Gelegenheit durch die Medien so viel über die Welt und die Menschen zu erfahren wie meine. Ich habe mich viel mit Geschichte, Religion und Philosophie beschäftigt und leider muss ich zu dem Schluss kommen: Es gibt keinen Hinweis, dass die Welt von einem Gott erschaffen wurde oder von ihm gelenkt wird. Das Gegenteil ist der Fall: Die Welt ist das Chaos, ohne Herz, ohne Verstand, alles ist nur Zufall und Naturgesetz, ein blindes Gesetz jenseits von Gut und Böse. Nur die Menschen können Ordnung, Liebe und Wärme in diese Welt bringen. Von einem Wesen außerhalb ist dies leider nicht zu erwarten. Es greift ganz offensichtlich nicht in das Weltgeschehen ein. Und die Religionen, die sich auf diesen, nicht erkennbaren Gott berufen, sind Hauptursache von Krieg, Verfolgung, Zerstörung der Lebensgrundlagen durch grenzenlose Vermehrung.
Dass sie sich bemühen, den
Dass sie sich bemühen, den Sinn des Lebens zu erkennen, rechne ich ihnen sehr hoch an. Doch leider greift ihre 60 jährige Analyse zu kurz und sie zeigt, dass sie sich sogar möglicherweise aus angst vor der Wahrheit weigern, den wirklichen Schöpfer des Universums kennen lernen zu wollen. Ich möchte ihnen mut zu sprechen und kann ihnen versichern, dass da ein GOTT ist der die Menschen liebt, dies aber in einer uns unbekannten Dimension. Deshalb kann man nur in diese hineintauchen durch GLAUBEN.
..."kann ihnen versichern,
..."kann ihnen versichern, dass da ein GOTT ist..."
Wo? EIN EINZIGER Beweis dafür genügt.
Also, da ist ein allmächtiger
Also, da ist ein allmächtiger und allwissender Gott, der sieht, dass da zwei Züge auf einem Gleis mit voller Geschwindigkeit aufeinander zurasen und was tut er? Nichts!
Er sieht, dass die Menschen seinetwegen ständig Kriege führen. Was tut er? Nichts! Er könnte ja einfach, am besten auf allen Fernsehkanälen gleichzeitig, mal sagen: Leute hier bin ich, so sehe ich aus, jetzt ist alles klar. Tut er nicht. Kann er ja nicht, weil er nicht da ist! Wieso schafft es ein allmächtiger Gott nicht, sich allen Menschen klar und deutlich erkennbar zu machen, wenn er das will?
der liebe Allmächtige ist
der liebe Allmächtige ist weder lieb noch allmächtig - er ist noch nicht einmal ein Ästhet. Wie kann man nur Lebewesen schaffen, die andere Lebewesen fressen müssen um sie dann hinten wieder übelriechend auszuscheiden! Das ist doch keine Äshtetik, das ist im wahrsten Sinne des Wortes und Wissens eine Scheißkonstruktion.
Nein, absolut keine
Nein, absolut keine Scheißkonstruktion !
Das ist schöpferisch, vermutlich bestmögliche Organetik im energetischen Raum, nämlich die Entfaltbarkeit eines synergetischen Lebensraumes durch die Nahrungskette. Andernfalls würde es Dich, mit Deinem Energieaufwand, so nicht geben können.
Und Ästhetik kannst Du ja erst durch das übel riechende Ausscheiden von anderem unterscheiden und werten ! Und das erscheint doch auch so richtig, damit Du oder andere es nicht wieder sinnlos zu sich nehmen :-)
So hat eben alles seinen Grund (Kausalität), den es allerdings zu verstehen gilt. Andernfalls musst Du auch glauben.
Mit einem religiösen Virus
Mit einem religiösen Virus Infizierte wissen selbst nicht, dass sie infiziert sind und verstehen sich auch keineswegs so.
Symptome dieser Infektion:
Der Patient fühlt sich typischerweise getrieben von einer tiefen inneren Überzeugung, dass etwas wahr, richtig oder tugendhaft ist.
Eine Überzeugung, die anscheinend auf keinerlei Beweisen oder Überlegungen beruht, die er aber dennoch als völlig zwingend und überzeugend empfindet.
Mein Freund als Arzt bezeichnet eine solche Überzeugung als Glaube.
Patienten machen typischerweise eine Tugend daraus, einen starken unerschütterlichen Glauben zu haben, obwohl er nicht auf Beweisen beruht. Oft meinen sie sogar, je weniger Beweise es gebe, desto vorbildlicher sei ihr Glaube.
Möglicherweise werden manche religiöse Lehrsätze nicht trotz ihrer Lächerlichkeit bevorzugt, sondern gerade weil sie lächerlich sind. Jeder Schwächling im Glauben könnte annehmen, dass die Hostie den Leib Christi symbolisiert, aber um an so einem Unfug wie die Wandlung zu glauben, muss man schon ein echter Härtefall-Katholik sein.
Danke für diesen Beitrag. Und
Danke für diesen Beitrag. Und Gratulation zu diesen Erkenntnissen, die Empathie mit den Menschen ohne Gottesbezug erkennen lassen.
Viele Menschen sehen Religion
Viele Menschen sehen Religion als harmlosen Unsinn an. Glauben mag jegliche unterstützende Evidenz fehlen, aber wir dachten, wenn Menschen eine tröstende Krücke brauchen, was ist daran Schlimm?
Ein 11.September hat alles verändert. Enthüllter Glaube ist kein harmloser Unsinn, er kann tödlich gefährlicher Unsinn sein. Gefährlich, weil er Menschen unerschütterliches Vertrauen in ihre eigene Rechtschaffenheit gibt. Gefährlich, weil er ihnen falschen Mut verleiht, sich selbst zu töten, was automatisch die normalen Hemmungen entfernt, andere zu töten. Gefährlich, weil er Feindseligkeit gegenüber anderen lehrt, die sich lediglich durch einen Unterschied in der vererbten Tradition auszeichnen.
Gefährlich, weil er bis heute viele an einen seltsamen Respekt glauben läßt, der einzig die Religion von normaler Kritik schützt.
Last uns jetzt damit aufhören, so verdammt respektvoll zu sein !!!
Dem kann ich nur zustimmen!
Dem kann ich nur zustimmen!
Ich hab mir auch lange Zeit gedacht: Lass die Leute glauben, die brauchen einen Gott und wenn sie damit glücklich sind, ist ja alles OK.
Ich will ja auch, dass alle glücklich sind und ich will kein Spielverderber sein.
Aber da les ich jetzt oft und öfter, dass in Saudi Arabien, Iran, Pakistan und jetzt Russland Menschen verfolgt werden, weil sie sich als Atheisten bezeichnen. Das ändert meine Haltung. Nun sehe ich mich verpflichtet, denen Beistand zu leisten und zu sagen: Ich kann auch keinen Gott erkennen, also sind die vielleicht gar nicht krank, sondern das Regime, das sie verfolgt, ist krank.
"Ich kann auch keinen Gott
"Ich kann auch keinen Gott erkennen, also sind die vielleicht gar nicht krank, sondern das Regime, das sie verfolgt, ist krank."
Ich fürchte, alle gottesgläubigen Regime sind kerngesund - in ihrem Bestreben, die Gesellschaft auf möglichst niedrigem Niveau zu kontrollieren. Eine "gottlose" (laizistische) Gesellschaft ist aufgrund ihrer erkennbar menschengemachten Politik angreifbar, kritisierbar - ohne Furcht vor jenseitiger Bestrafung. Hier werden von den Bürgern sehr hohe Standards im Verteilungskampf gefordert.
In Gottesstaaten gilt "wenn Gott will". Da sind die Ärmsten bereit zu hungern oder einen Sack Mehl als großartige humanitäre Tat zu würdigen. Man lässt sich nämlich - im Gegensatz zum laizistischen Staat - auf ein Jenseits vertrösten, in dem man für seine diesseitigen Entbehrungen fürstlich entlohnt wird.
Wie viel "gesünder" im Kopf kann man denn als Staat noch sein, wenn man derart leicht seine Untertanen unter Kontrolle halten kann? Gut, das Internet hat ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht, da sich langsam auch in Gottesstaaten - trotz Reglementierung des Internets - herumspricht, dass es in aufgeklärten "gottlosen" Teilen der Welt deutlich besser zugeht - und das bereits im Diesseits.
Deshalb wird langfristig das Geschäftsmodell "Gottesstaat" scheitern, weil in diese Länder eindringendes Wissen den Hunger nach mehr nährt, als nur einen Sack Mehr als Almosen. Momentan sind viele dieser Hungrigen auf dem Weg zu uns. Doch es wird sich kaum vermeiden lassen, dass viele in den Herkunftsländern ihre Heimat ändern wollen.
Der Kontrollfuzi von der siebten Kristallschale hat irgendwann ausgedient. Und schwupps! Dann isser weg, als hätte es ihn nie gegeben...
Ja, letzlich ist Religion
Ja, letzlich ist Religion eben ein Machtinstrument für die Herrschenden und ein Trost für die Bedrückten, - solange sie gläubig sind, dann bricht alles zusammen.
Also erst der 11. September
Also erst der 11. September 2001, im Zeichen gezielt herabstürzender Flugzeuge, hat Dir die Augen geöffnet, weil Du einer inzwischen 2016 Jahre gezählten Geschichte im Zeichen des Kreuzes nicht traust ?
Der Unsinn entspringt einer traditionellen Unverstandenheit, welche generativ durch mangelhafte Selbsterkenntniss genährt wird !
Die GEGENWART ist eine energetische Folgeerscheinung der VERGANGENHEIT und zugleich die Kausalität der ZUKUNFT.
Ich fühle mich erheblich in
Ich fühle mich erheblich in meinen religiösen Gefühlen verletzt, wenn als Wahrheit gilt, es gab einen Sohn Gottes, der "unbefleckt" auf die Welt kam, aus Wasser Wein machen konnte und an einem einzigen Tag 1000 Brote gebacken hat, dann noch unter dem Schutz des Staates steht und dafür müssen alle zahlen.
Es gibt keinen Gott. Punkt!
Meine atheistischen Gefühle
Meine atheistischen Gefühle werden tagtäglich von Religiösen verletzt. Wo soll ich sie verklagen?
Religion ist eine
Religion ist eine kulturgesellschaftlich prägende Organetik der Vorstellungsräume und wirkt lebensräumlich ordnend. Sie bildet im Befindlichkeits-Spektrum eine geistige Schwebe, welche primär diktatorische, aber auch demokratische Wirkung erzielt.
Die kulturgesellschaftliche Religion wird zunehmend von einer politischen Ideologie verdrängt, welche jedoch gleichermaßen im Befindlichkeits-Spektrum eine geistige Schwebe erzeugt, die ebenfalls primär diktatorische, sowie demokratische Wirkung erzielt.
Was haben wir also derzeit gewonnen ?
Mir erscheint beides, die kulturgesellschaftliche Religion und die kapitalistisch geprägte politische Ideologie, für eine gestaltbare Zukunft unseres LebensRaumes ungeeignet.
Deshalb ergibt es auch nicht viel Sinn über verletzte religiöse Befindlichkeiten zu diskutieren.
Was könnte uns also nachhaltig wirksam weiterbringen ?
Vielleicht eine mehrheitsbestimmte humane Diktatur des Individualismus, welcher sich an demokratisch synergetischen Freiräumen selbst zu messen versteht.
Mit besten Grüßen aus Magdeburg
Denkakustiker
Aber wir brauen ihn unbedingt
Aber wir brauen ihn unbedingt, auch dann wenn es ihn gar nicht gibt !
Beweis durch BWL - Die Grundlagen der Schuldlehre :-)
Demnach hat, wer arbeitet, grundsätzlich Schuld und das gleich im dreifachen Sinn, nämlich die ZinsSchuld, die SteuerSchuld und die RaubSchuld am individuellen Lebensraum.
Aber wer lebt von der Schuld der Arbeitenden in der Schuld der Wertschöpfung und Werterhaltung ? Sind es jene individuellen Argumente die sich gegen das bedingte bzw. bedingungslose Bürgergeld anhäufen ?
Hierin beschreiben sich die Kausalitäten des kulturgesellschaftlichen Wucher der Schuld ganz deutlich, welcher individuell zunehmend zu eingeschränktem und widersinnigem Denken zwingt, was letztlich die Menschheit und darüber hinaus den gesamten Lebensraum ad absurdum führt.
BWL-Wortbedeutungen:
Die Zins- und Steuerlast ist unablässig für den kulturgesellschaftlichen Konsum der Wertschöpfung, auch wenn sie tatsächlich, wie eine Schenkung durch die Wertschöpfung selbst wirkt.
Darum brauchen wir unbedingt einen Gott, auch dann wenn es ihn gar nicht gibt.
Mit besten Grüßen aus Magdeburg
Denkakustiker