Russland
Orthodoxe Kirche vs. Zombies
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Die orthodoxe Kirche Russlands hat eine "Zombie-Parade" in der russischen Großstadt Perm verhindert.
Es mutet seltsam an, was der Österreichische Rundfunk (orf) vermeldet: Die russisch-orthodoxe Kirche habe dafür gesorgt, dass eine – seit bereits 10 Jahren regelmäßig stattfindende – sog. "Zombie-Parade" in der russischen Stadt Perm kurzerhand abgesagt wurde. Die Kirche argumentierte laut orf damit, "dass die Parade die junge Generation verderbe."
Einer der Kirchenfürsten meinte gar, "die Energie, die von dieser Veranstaltung ausgeht, könnte ausarten" und – jetzt wird es skurril – "könne die Gesundheit und Entwicklung der Kinder schädigen."
Vermutlich meint die russisch-orthodoxe Kirche, dass eine frühkindliche Indoktrinierung nur ihr selbst zustehe. Und blutrünstige Bilder nur als Ikonen oder blutender Jesus am Kreuz daherkommen sollen. Latexmasken und Spaß am Verkleiden sei Laien zu verbieten. Einzig Popen dürfen sich anziehen, als wären sie frühmittelalterlichen Gemälden entstiegen.
Edit: Im Artikel stand eine missverständliche Formulierung, auf die mehrere Kommentatoren hingiewesen haben. Dafür herzlichen Dank.
Kommentare (13)
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Lieber wäre mir "Zombies vs.
Lieber wäre mir "Zombies vs. orthdoxe Kirche". Aber die Geschäftsidee "Wiedergänger" haben nun mal seit 2000 Jahren die Christen.
Diese Geschichte zeigt ein
Diese Geschichte zeigt ein wesentliches Grundprinzip zur Aufrechterhaltung irrationaler Denkgebäude: Da Religion aus dem psychologischen "Grundmuster" der menschlichen Existenz entstiegen ist, bzw. diese Grundmuster nutzt, um an der Macht zu bleiben, müssen andere - ähnliche - Irrationalismen oder Konzepte bekämpft werden. Daher sieht man im anderen Glauben einen Aberglaube, in Andersgläubigen Ketzer, im anderen religiösen Konzept Teufelszeug, Heilerinnen, die den Heiligen Konkurrenz machen (weil sie real helfen), werden zu Hexen etc.
Selbstverständlich will man auch für den Zombie am Gruselfix keine Konkurrenz dulden. Blut, Schweiß und Tränen hortet die Kirche für sich selbst, denn ihr "Gott" ist der einzige, der hier Erlösung spenden darf - auch wenn er es nie tut.
Erst dann, wenn die Kirchen ihre Gruselfixe und alle Leidensphilosophie aus ihren Reihen verbannt, hat sie ein Recht, sich über Zombie-Paraden aufzuregen. Aber nur aufzuregen. Ich bin auch nicht der größte aller Karnevalisten, doch ich würde mich nie erdreisten, einen Rosenmontagsumzug zu verbieten. Ich muss ja nicht hingehen. Ein bisschen Toleranz und Respekt anderen Lebensmodellen gegenüber sollte die Kirche mal langsam lernen können. Sie erwartet dies von uns doch auch...
Man könnte es auch anders
Man könnte es auch anders formulieren, Bernd Kammermeier: die Kirchen haben solange ein Recht auf ihre Privilegien und Gruselfixe, auf die Bestimmung, was "wahrer" Glaube ist, und was nicht,solange die Millionen ihres treuen Publikums bewußt vor der Aufklärung die Augen verschließen und diesen Glaubens-Konzernen nicht den Rücken kehren!
Die Kommentare sprechen mir
Die Kommentare sprechen mir aus der Seele.
Da haben wieder einmal die Herschenden Angst um ihre Fründe
Fangen Sie bitte mit Toleranz
Fangen Sie bitte mit Toleranz und Respekt bei sich selber an. Ihre verachtende Wortwahl spricht leider eine ganz andere Sprache
liebe Dame? lieber Herr, die/
liebe Dame? lieber Herr, die/ der Sie sich Christ nennen! Was tun Sie denn (als offensichtlich religiös Gläubiger) gegen die seit Jahrhunderten andauernden mafiösen und staatsausbeutenden Machenschaften der Kirchen??? Mit salbungsvollen Worten kommen wir da wohl nicht weiter?
Na... dann hoffe ich, dass
Na... dann hoffe ich, dass Jesus als ein Zombie aus seinem Grabe steigt und ein paar orthodoxe Popen in den Hintern beißt ;)
Es geht kaum noch skurriler..
Es geht kaum noch skurriler...
doch, lieber Hans Trutnau Ich
doch, lieber Hans Trutnau Ich bin sicher, dass die Kirchen zwecks Überleben durchaus in der Lage sind, sich noch skurillere Dinge einfallen zu lassen!
um das Phänomen Zombie besser
um das Phänomen Zombie besser zu verstehen, lohnt ein Blick ins Lexikon, wie ich finde: "Noch bis ins 18. Jahrhundert herrschte auch unter der mitteleuropäischen Bevölkerung große Angst vor der Wiederkehr Verstorbener. So war es eine Aufgabe der Totenwache, einen vermeintlichen Verstorbenen zu erschlagen, falls er sich etwa vom Totenbett erheben sollte. Dies konnte durchaus vorkommen, da Methoden, um den Tod festzustellen, unzuverlässiger waren als heute." und "Nach Ansicht des Anthropologen Littlewood und des Neurologen Douyon, die mehrere „Zombies“ detailliert untersuchen konnten, handelt es sich in etlichen Fällen auch um herumirrende, psychisch kranke oder debile Fremde, die sich nicht zurechtzufinden wissen und daher oft fälschlicherweise als vermeintlich Verstorbene identifiziert werden."
Einer der Kirchenfürsten
Einer der Kirchenfürsten meinte gar, "die Energie, die von dieser Veranstaltung ausgeht, könnte ausarten" und [es] "könne die Gesundheit und Entwicklung der Kinder schädigen."
...... mhmh, wie war das noch mal mit institunalisierten Kindesmisbrauch? Das waren bestimmt junge, als Zombie verkleidete Menschen... oder? Immerhin bietet es sich an, bei solch einen Happening sich zu organisieren und gemeinsame (pädophile) Ziele zu formulieren. .... Klingt logisch... oder? .... Ist so!!!
Innerhalb der orthodoxen
Innerhalb der orthodoxen Kirchen stellt der sexuelle Kindesmissbrauch aufgrund der Nichtexistenz einer Zölibatspflicht für Priester ein weit weniger verbreitetes Phänomen als in der römisch-katholischen Kirche dar.
Gut zu wissen ... macht auch
Gut zu wissen ... macht auch Sinn.... wenn man dann noch bedenkt das katholische Kirche nur das Zölibat eingeführt hat um Ihren Besitz vor Erben zu schützen. Setzt das noch die Spitze auf den Eisberg. Nach den Motto: Aus Habgier nehmen wir biligten in Kauf, dass große Teile unserer Priesterschaft unter große sexueller Konfusion leiden.