Griechische Priester bekommen keine Gehälter mehr vom Staat
Foto: © Evripidis Stylianidis, Wikimedia CC BY 2.0
Nach Angaben von Reuters hat Griechenland einen großen Schritt auf eine Trennung von Staat und Kirche zugemacht. Zehntausende Priester und kirchliches Hilfspersonal sollen von den staatlichen Gehaltslisten genommen werden.
In dem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters vom Dienstag heißt es, dass sich die griechische Regierung und die einflussreiche griechisch-orthodoxe Kirche darauf geeinigt haben, für die Bezahlung der Gehälter einen Fond einzurichten, in den der Staat in Zukunft jährlich Fördermittel für die Priestergehälter einzahlen wird.
Auf etwa 200 Millionen Euro belaufen sich die jährlichen Kosten für die Geistlichen der griechisch-orthodoxen Kirche. Die neue Vereinbarung müsse allerdings erst von der Regierung, dem Parlament und der Kirchenführung abgesegnet werden, berichtet Reuters.
Das Abkommen sieht außerdem eine Einigung über Kircheneigentum im Staat vor. Darüber wurde bereits seit Jahrzehnten diskutiert. Die Kirche gehört zu den größten Grundbesitzern des Landes. Seit der Finanzkrise fordern Griechenlands Kreditgeber, Vermögenswerte zu verkaufen und die Anzahl der Angestellten im staatlichen Sektor zu verringern. Damit sind auch die Priestergehälter gemeint, da diese als Beamte geführt werden.
Der orthodoxen Kirche von Griechenland gehören rund zehn Millionen Gläubige an. Daher spielt die Kirche seit Jahrhunderten eine wesentliche Rolle im Land, das orthodoxe Christentum ist in der Verfassung als Staatsreligion verankert.
Kommentare (18)
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Sollten wir hier auch zum 1.1
Sollten wir hier auch zum 1.1.2019 endlich nach über 100 Jahren umsetzen!!!
WAS umsetzen - die
WAS umsetzen - die Staatsreligion?
Nein,natürlich nicht .Die
Nein,natürlich nicht .Die Trennung von Staat und Kirche .Damit die Steuerzahler die nicht mehr
in der Kirche sind nicht noch weiter für die Kirche bezahlen müssen.
"Die Trennung von Staat und
"Die Trennung von Staat und Kirche" - aber die ist doch "auch" noch nicht in Griechenland umgesetzt... vgl. Text!
Aber es ist doch ein 1.großer
Aber es ist doch ein 1.großer Schritt dahin , im Gegensatz zu uns!
Ich finde das schon bemerkenswert.....
Bemerkenswert ist folgender
Bemerkenswert ist folgender Gegensatz zu uns:
Die Griechisch-Orthodoxe Kirche ist dort immer noch Staatskirche.
Die Pfaffen dort werden über den Fond immer noch vom Staat bezahlt.
Ja , völlig richtig ,ist von
Ja , völlig richtig ,ist von mir nicht richtig gelesen worden......sorry ....wäre auch zu
schön gewesen!!!
Puh - endlich! :-)
Puh - endlich! :-)
"Trennung von Staat und
"Trennung von Staat und Kirche ... für die Bezahlung der Gehälter einen Fond einzurichten, in den der Staat in Zukunft jährlich Fördermittel für die Priestergehälter einzahlen wird ... Staatsreligion ... "
Finde den Fehler.
Für jeden Priester ist dann
Für jeden Priester ist dann wieder >> ora et labora << angesagt.
Wenn die mehr arbeiten müssen für den eigenen Unterhalt, bleibt weniger Zeit für die Volksverdummung. ( Zu schön um wahr zu sein, ich träume weiter).
"Für jeden Priester ist dann
"Für jeden Priester ist dann wieder >> ora et labora << angesagt."
Warum?
Es ist meinerseits so gemeint
Es ist meinerseits so gemeint, dass die Priester dann endlich mehr für ihren eigenen Unterhalt produktiv erschaffen müßten. ( z.B. als Bäcker oder Busfahrer, an der Kollekte werden sie sich ja nicht vergreifen, oder? )
"Bäcker oder Busfahrer"? Hihi
"Bäcker oder Busfahrer"? Hihi...
Die Pfaffen werden weiterhin über den einzurichtenden Fond bezahlt.
Wenn ich Berichte wie diesen
Wenn ich Berichte wie diesen - und ähnliche, z.B. über Irrland, jetzt Griechenland und andere Länder lese, dann wird mir klar, in welch mittelalterlich geprägtem Kirchenstaat wir immer noch leben, und wieviel Arbeit noch zu leisten ist, bis die "Gläubigen" ihre Kirchentage tatsächlich selbst bezahlen!
Merkwürdig ist nur, dass
Merkwürdig ist nur, dass niemand jemals auf diese Einsparungsmöglichkeit hingewiesen hat, "um das bankrotte Griechenland" zu retten ... - Was könnte hier auch in Deutschland alles getan werden, wenn nicht die Kirchen gesponsert würden?!
" für die Bezahlung der
" für die Bezahlung der Gehälter einen Fond einzurichten, in den der Staat in Zukunft jährlich Fördermittel für die Priestergehälter einzahlen wird."
Ja wo ist denn da der Unterschied zur bisherigen Praxis, wenn der griech. Staat den Fond mit jährlich 200 Mill. bestückt? Und das ganze muss der Staat sich auch noch gnädiger weise von der Kirchenführung genehmigen lassen. Wieviel zahlt denn die griech. Kirche ein zur Alimentierung ihrer Kuttenträger?
Das ganze firmiert unter dem Titel: Trennung von Staat und Kirche!!! lol
Angesichts der Dominanz der
Angesichts der Dominanz der orthodoxen Kirche in GR muss man wohl um jedes Schrittchen in die richtige Richtung froh sein. - Vermutlich ist der größte Unterschied darin zu sehen, dass die Priester zukünftig keine Beamten mehr sein würden und wohl auch ihre Pensionsansprüche entfielen. Ein Fonds bedeutet wohl auch, dass eben nicht mehr ausschließlich der Staat zahlen würde, sondern zumindest anteilig auch die Kirche. - Alles Vermutungen, der Artikel gibt das nicht her.
Diese Religion ist immer noch
Diese Religion ist immer noch in der Verfassung verankert. Ob das Geld direkt oder indirekt gezahlt wird, ist gehüpft wie gesprungen. Und die Immobilien werden nicht angetastet. Das ist eine Mogelpackung! Das ist kein Fortschritt!