Katholische Kirche
Frauen bleiben Menschen 2. Klasse
Foto: © Daniela Wakonigg
Der Regensburger Bischof Vorderholzer sprach sich am 14. Juni in Ingolstadt entschieden gegen die Zulassung von Frauen zum katholischen Priesteramt aus.
Die gesellschaftliche Entwicklung geht an den Kadern der katholischen Kirche offenbar spurlos vorbei, auch der jüngste einwöchige Streik "Maria 2.0" hat da nichts bewirkt. Unter anderem forderten die streikenden Frauen jüngst einen Zugang zu den Weiheämtern und kritisierten die männlichen Machtstrukturen in ihrer Kirche. Aber die Oberhäupter der Kirche erweisen sich als veränderungsresistent und betonen umso mehr ihre Vorherrschaft.
Aber der Unmut über diese Haltung wächst vor allem unter den Frauen, sie verlangen zunehmend mehr die Möglichkeit Ämter übernehmen zu können, von denen sie bislang rigoros ausgeschlossen bleiben. Allerdings dürfen sie allerorten und eifrig ohne Bezahlung Dienste im Hintergrund übernehmen, so dass sie unsichtbar bleiben, aber für den Betrieb der Kirche eine sehr wichtige Funktion haben.
Die Rolle der Frau hat sich, insbesondere in den westlichen Demokratien, stark verändert mit dem Ziel, eine tatsächliche Geschlechtergerechtigkeit herzustellen. "In einer humanistischen Gesellschaft ist sie ein wichtiger Grundpfeiler" betont Erwin Schmid vom Bund für Geistesfreiheit Bayern in einer aktuellen Stellungnahme
Die kirchlichen Amts- und Würdenträger dagegen verharren im Mittelalter. Vielleicht korrigieren sie ihren Fehler schneller als bei der Anerkennung des heliozentrischen, kopernikanischen Weltbildes. Da haben sie "nur" 500 Jahre gebraucht.
Kommentare (11)
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Da hilft wohl nur Dauerstreik
Da hilft wohl nur Dauerstreik bzw. Kirchenaustritt.
Hallo lieber Erwin Schmid,
Hallo lieber Erwin Schmid, bei der Gleichstellung der Geschlechter stößt Du bei den Herren der ( eigen )Schöpfung auf Granit, Frauen sind für diese nur billige Arbeitskräfte.
Nach dem Motto, auch "Gott" ist ja ein Mann.
Vorurteile und falsche
Vorurteile und falsche Behauptungen werden nicht dadurch wahrer, dass man sie wiederholt und pflegt. Dass, was Frauen unentgeltlich in der Kirche tun, tun sie aus Liebe zu Christus, zum Glauben. Ich selbst war hauptberuflich als Gemeindereferentin 30 Jahre im Dienst, hatte ein weites, seelsorgerisches Arbeitsfeld und war nie zweites Rad am Wagen.
Mit Verlaub, ein Wagen hat in
Mit Verlaub, ein Wagen hat in der Regel 4 Räder und ein Ersatzrad.
Ich denke, die Kath. Kirche
Ich denke, die Kath. Kirche sollte an ihrem starren Kurs unbedingt festhalten, damit auch die letzte "Maria" merkt, dass es nur eine Alternative gibt - austreten.
Tja, die alten Männer in
Tja, die alten Männer in Frauenkleidern und komischen Hüten frönen eben einem archaischen Phalluskult. Ohne Penis geht da gar nichts ...
Naja da bin ich immer etwas
Naja da bin ich immer etwas zweigeteilt. Denn die religiöse Organisation an sich wird ja nicht in Frage gestellt. Nur eben interne Regelungen. Da sehe ich mich als außenstehenden Atheisten nicht in der Verantwortung denen dabei zu helfen nach außen hin liberal und modern zu wirken damit dann mehr Leute da mitmachen? Nein, mir ist es lieber wenn die Leute da austreten. Wozu also reformieren? Es kommt doch auch keiner auf die Idee der PR-Abteilung von Scientology Ratschläge zu erteilen.
danke für die Antwort, so
danke für die Antwort, so sehe ich das auch. Es hat sich überdies schon lange gezeigt, dass gerade auch wirtschaftsliberal und/oder religiös denkende Frauen logischerweise die gleiche Klientelpolitik machen wie ihre männlichen Kollegen. Siehe Merkel, von der Line, Karrenbauer usw.
wären frauen klug, dann
wären frauen klug, dann würden sie die abrahamitischen religionen verlassen.
Moin,
Moin,
die Ursache, dass Frauen Menschen zweiter Klasse bleiben, liegt in der staatlich
geförderten religiösen kindlichen und jugendlichen Prägung!
Kein Kind hat das Recht, frei von Religion zu sein!
Der religiöse Blödsinn verfolgt uns über alle Medien ein Leben lang, leider!
Viele Grüße
Arno Gebauer
Hallo Hr. Gebauer, Artikel 7
Hallo Hr. Gebauer, Artikel 7 GG Absatz 2 sollten eigentlich alle Eltern kennen und danach handeln.