Inge Hüsgen

Die Autorin ist die Chefredakteurin des "Skeptiker", der Vierteljahreszeitschrift der GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften) sowie Redakteurin beim Humanistischen Pressedienst.

Artikel der Autorin

Glaube schützt nicht vor Covid-Impfpflicht

Im US-Staat New York benötigen Beschäftigte in Gesundheitsberufen auch dann eine Corona-Impfung, wenn dies ihrer religiösen Überzeugung widerspricht. Dies hat der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten, der Supreme Court, Ende Juni entschieden. Die Richterinnen und Richter lehnten es in einer Mehrheitsentscheidung ab, die Klage von 17 Betroffenen gegen die Impfpflicht zu verhandeln.

Die Pandemie der Psyche

Lockdown, Isolation, Sorgen um Gesundheit, Beruf und Zukunft: Die Pandemie und die damit verbundenen Lebensbedingungen haben bei vielen Menschen psychische Spuren hinterlassen. Ein Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO geht von fast einer Milliarde Menschen mit psychischen Erkrankungen weltweit aus, darunter Depressionen, Angststörungen und Suchterkrankungen.

Bayern diskutiert über Homöopathie als Kassenleistung

Den gesetzlichen Krankenkassen (GKV) droht im kommenden Jahr ein Defizit von geschätzten 17 Milliarden Euro, Versicherte müssen sich auf höhere Beiträge einstellen. Trotzdem wollen CSU, AfD und Freie Wähler in Bayern weiterhin die Scheinmedizin Homöopathie im Leistungskatalog der Kassen behalten.

Adieu, Psychoanalyse!

Jahrzehntelang unterhielt die Frankfurter Goethe-Universität einen Lehrstuhl für Psychoanalyse, doch bald ist damit Schluss. Warum die umstrittene Seelenlehre wissenschaftlich unhaltbar ist und die Hoffnungen vieler Menschen auf die Bewältigung ihrer psychischen Probleme enttäuscht, schildern Bianca Holtschke und Timm Bölke in der aktuellen Ausgabe des Skeptiker. Weitere Beiträge im Heft befassen sich mit einer groß angelegten Studie über Astrologie in der Personalauswahl und berichten von der Premiere eines neuen Event-Formats am Pfingstwochenende in Leipzig. Der Titel: "WTF!? – Wissenschaft trifft Freundschaft".

Goya: Der Heilige Franziskus Borgia führt einen Exorzismus durch

Kleinkind stirbt bei Exorzismus

Weil ihr Kind bei einem Exorzismus verstorben ist, wird derzeit gegen eine Mutter in der kalifornischen Stadt San Jose ermittelt. Wie die Tageszeitung San Jose Mercury News berichtet, ist die dreijährige Arely Naomi Proctor im Verlauf des zweistündigen Rituals erstickt.

Wie die Kirche Verdächtige in Sicherheit brachte

Beim Missbrauchsskandal der katholischen Kirche mehren sich die Hinweise auf eine bislang kaum beachtete Dimension der Vertuschung: Demnach sollen die Verantwortlichen verdächtige Priester aus Deutschland in lateinamerikanische Länder versetzt haben, wo sie vor den deutschen Ermittlungsbehörden sicher waren. Darauf weisen Recherchen des ARD-Magazins "report München" und der spanischen Tageszeitung El País hin.

Christlich, national, gewaltbereit

Als "Sturm auf das Kapitol" ging der Angriff auf den Sitz des US-Kongresses am 6. Januar 2021 in die Zeitgeschichte ein. Hunderte von Anhängern des abgewählten Präsidenten Trump drangen damals in das Gebäude ein und wollten mit Gewalt die offizielle Bestätigung von dessen Nachfolger Joe Biden durch Senat und Repräsentantenhaus verhindern. Eine bedeutende Rolle bei dieser Attacke spielte der christliche Nationalismus.

Symbol der Illuminaten

Wie Religion und Verschwörungsglaube zusammenhängen

Gott oder die Illuminaten – dass verborgene Mächte die Geschicke der Welt leiten, gehört zu den zentralen Vorstellungen sowohl bei religiös Gläubigen als auch bei Anhängern von Verschwörungserzählungen. Tatsächlich tendieren Verschwörungsgläubige oft auch zu Religiosität – weil beide Überzeugungen einander in kognitiver Hinsicht ähneln.

Neuer Anlauf, alte Probleme

Fast genau ein Jahr nach dem ersten, gescheiterten Anlauf der EKD, den Missbrauchsskandal in den eigenen Reihen aufzuarbeiten, hat die evangelische Kirche einen zweiten Versuch gestartet. Doch wie schon 2021 hagelt es auch diesmal aus den Reihen der Betroffenen Kritik.

Beschneidungskampagne - vor dem Bundeskanzleramt

Nach Beschneidung auf die Intensivstation

Unzählige Jungen werden jedes Jahr Opfer von Genitalverstümmlung aus religiösen oder kultischen Motiven, oft verharmlosend Beschneidung genannt. Um die barbarische Praxis zu rechtfertigen, verweisen Kulthüter gern auf die angebliche positive Wirkung für die Gesundheit der Opfer. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus, wie zwei kürzlich veröffentlichte wissenschaftliche Studien zeigen. Sie belegen schwerste Komplikationen und Todesfälle bei betroffenen Kindern.