Nachruf

Ein engagierter Streiter für den Humanismus ist von uns gegangen

Andreas Henschel
Andreas Henschel setzte sich jahrzehntelang engagiert für den Humanismus ein.

Am Sonntag, 31. Oktober 2021, ist unser Freund, Kollege und Mitstreiter Andreas Henschel mit 65 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben. Andreas engagierte sich jahrzehntelang für den Humanismus, über 20 Jahre lang war er Geschäftsführer der Humanisten Baden-Württemberg (K.d.ö.R), mehrere Jahre Vorstand des HVD Bundesverbandes. Wir verlieren mit ihm einen leidenschaftlichen Streiter für eine lebenswertere humane Welt.

Andreas kam wie viele andere über ein Studium der Theologie zum praktischen Humanismus. Er wurde zu einem streitbaren Verfechter einer Weltanschauung, die für ihre Begründung und ihr Wirken kein "höheres Wesen", keinen Jenseitsbezug benötigt.

Als 1997 die Freireligiöse Landesgemeinde Württemberg ein eigenes Haus in der Stuttgarter Innenstadt erwarb, wurde auch Andreas Henschel, von Berlin kommend, als neuer "Pfarrer" eingestellt. Andreas baute in der Folge als kulturell vielseitig interessierter Mensch das Haus in Stuttgart zu einem kulturellen und weltanschaulichen Zentrum aus. Weltanschaulich begleitete und gestaltete er den Weg der Freireligiösen Gemeinde hin zum praktischen Humanismus und zum Landesverband Baden-Württemberg im Humanistischen Verband Deutschlands.

Neben der Mitgliederbetreuung und seiner Arbeit als Feiersprecher war es für Andreas ein wichtiges Anliegen, die Jungen Humanisten in Württemberg und den Zusammenschluss der Jugendlichen auf Bundesebene zu unterstützen. Ohne Andreas wären die Humanisten Baden-Württemberg heute nicht dort, wo sie sind.

Neben seiner Arbeit als Geschäftsführer in Baden-Württemberg engagierte sich Andreas bundesweit, so als langjähriger Vizepräsident der Humanistischen Akademie und zuletzt als Vorstandsmitglied des HVD Bundesverbandes.

Durch eine schwere Krankheit wurde Andreas aus unserer Gemeinschaft gerissen. Wir trauern mit seinen Angehörigen, insbesondere mit seinem langjährigen Partner, und mit allen humanistisch gesinnten Menschen in unserem baden-württembergischen Landesverband. Der Bundesvorstand ist zutiefst dankbar für das vielfältige und engagierte Wirken von Andreas Henschel in unserem Verband. Wir werden Andreas sehr vermissen.

Der Nachruf erschien zuerst auf der HVD-Webseite humanismus.de. Übernahme mit freundlicher Genehmigung.
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Der Humanistische Verband Deutschlands vertritt die Interessen und Rechte von Konfessionsfreien in Staat und Gesellschaft. Er bringt sich in aktuelle ethische Debatten ein und engagiert sich auf der Basis von Toleranz, Selbstbestimmung und Solidarität für eine menschlichere Gesellschaft. Als Weltanschauungsgemeinschaft ist er den Kirchen gemäß Art. 140 Grundgesetz gleichgestellt.

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