Missbrauch

Das Freiburger Münster

Missbrauchsgutachten im Erzbistum Freiburg vorgestellt

Das dröhnende Schweigen des Robert Zollitsch

Mit Bekanntwerden des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche kam die Empörung. Die Empörung der Verantwortlichen, dass sich Stimmen von außerhalb einmischten und Aufklärung forderten. Später gab man sich oft kleinlaut, verbreitete Lippenbekenntnisse. Doch die Aufarbeitung erfolgte schleppend, spätere Untersuchungen wiesen dabei schwere Versäumnisse nach. Einer, der sich in dieser Hinsicht besonders hervorgetan hat, ist Robert Zollitsch, früherer Freiburger Erzbischof und ehemaliger Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (DBK). Ein jetzt veröffentlichter Bericht weist ihm umfangreiche Verfehlungen bei der Aufarbeitung der Fälle nach –  eine Stellungnahme lehnt er ab.

Der "Hängemattenbischof" vor dem Freiburger Münster

Aktion vor dem Freiburger Münster verdeutlicht, warum der Staat endlich handeln muss

Die "schonungslose Aufarbeitung" des Missbrauchsskandals – Im Westen wenig Neues!

Anlässlich der Veröffentlichung des Missbrauchsgutachtens im Bistum Freiburg wird die "Betroffeneninitiative Süddeutschland e.V." neben dem "Hängemattenbischof" und der "Langen Bank" der Giordano-Bruno-Stiftung ganztags in Freiburg präsent sein, um auf die nach wie vor prekäre Lage der Missbrauchsbetroffenen der katholischen Kirche aufmerksam zu machen. Mit der Aktion heute und morgen soll verhindert werden, dass der öffentliche Druck nachlässt.

Moderator fordert von katholischer Kirche in Portugal:

Weltjugendtag absagen und stattdessen Missbrauch aufarbeiten

Der Weltjugendtag soll im August 2023 in Lissabon stattfinden. Bisher gibt es vor allem Kritik an den hohen Kosten, die sich Gemeinde, Regierung und Kirche teilen sollen. Nun regt der für die Moderation einer portugiesischen Variante von "Wer wird Millionär" bekannte José Carlos Malato an, den Weltjugendtag abzusagen. Stattdessen sollten die Bischöfe nachdenken. Dabei könnten sie auch den Bericht der unabhängigen Kommission zu kirchlichem Missbrauch aufarbeiten und messbare Konsequenzen ziehen.

Dalai Lama

Der Zungenkuss des Dalai Lama

Momentan ist der Dalai Lama wieder in aller Munde – besser gesagt: Was in seinem Munde war, wird derzeit in vielen Medien weltweit diskutiert. Colin Goldner ist als Kritiker des Oberhauptes der tibetischen Buddhisten bekannt und kommentiert die aktuelle Verfehlung des Dalai Lama für den hpd.

Unfehlbare Vertuscher

Recherchen des Bayerischen Rundfunks (BR) in Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Investigativmedium Correctiv legen nahe, dass der vor kurzem verstorbene Papst Benedikt XVI. von Missbrauchsfällen während seiner Amtszeit gewusst haben muss. Aber auch der zuvor amtierende polnische Papst Johannes Paul II. soll von Missbrauchsfällen Kenntnis gehabt haben.

Mainzer Dom

Gutachten über Missbrauch im Bistum Mainz: Über 400 Betroffene

Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf sprach von "erschreckenden Ergebnissen" des jetzt veröffentlichten Gutachtens über sexuellen Missbrauch von Minderjährigen durch Kirchenleute im Bistum Mainz. Sie erinnern an das, was kürzlich auch aus Essen bekannt wurde. Das Papier geht von mindestens 401 Betroffenen und 181 Beschuldigten aus, darunter 65 Prozent Kleriker.

Niederlande

Missbrauch durch Zwangsarbeit in Klöstern

Missbrauch in kirchlichen und kirchennahen Einrichtungen fand nicht nur auf sexueller Ebene, sondern vielfach auch auf andere Weise statt. In den Niederlanden haben nun mehrere Frauen einen Orden verklagt, weil sie in dessen Klöstern als Mädchen schwere Zwangsarbeit leisten mussten – so die Anschuldigung. Der Nonnenorden will sich den Vorwürfen nicht stellen und wendet unter anderem ein, dass die Fälle bereits verjährt seien.

Protestbündnis in München

Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche

Offenbar Durchsuchungen der Staatsanwaltschaft im Erzbistum München

Nicht nur Vertreter des säkularen Spektrums hatten seit langem gefordert, dass der Rechtsstaat seiner Rolle gerecht werden und die Aufarbeitung des kirchlichen Missbrauchsskandals nicht allein der Täterorganisation überlassen solle. Nun, dreizehn Jahre nach Bekanntwerden der ersten Fälle, gab es einen ersten Durchsuchungsbeschluss in München.

Plakate des "Defluencers" Rainer Maria Woelki

Anti-Werbe-Kampagne für Woelki in Köln

Während des Kölner Karnevals gab es neben Rosenmontagszug, feiernden Menschen und Kostümen noch etwas Anderes zu sehen: wenig schmeichelhafte Plakate des dortigen Kardinals. Das Erzbistum äußerte sich diplomatisch und will keine rechtlichen Schritte einleiten.