Internationales

Kanton St. Gallen stimmt für Verhüllungsverbot

Am Sonntag hat sich der Schweizer Kanton St. Gallen mit 66,6 % der Stimmen für ein Gesichts-Verhüllungsverbot im öffentlichen Raum ausgesprochen. St. Gallen ist damit der zweite Schweizer Kanton, der ein solches Gesetz erlässt. Bereits im Juli 2016 trat im Kanton Tessin ein solches Verbot in Kraft. Obwohl gegen die Vollverschleierung des Gesichts von Frauen mittels Burka oder Niqab gerichtet, sind auch Fußballfans und andere Gruppen ohne religiöse Motivation vom Verbot betroffen.

Tote und Verletzte durch Baupfusch an Kirchen

In Adagbrasa, Nigeria, kam es während einer Messe in der St. Paul Catholic Church Anfang September zu einem Einsturz, bei dem eine Person getötet und Dutzende weitere verletzt wurden. Dieses traurige Ereignis ist leider kein Einzelfall. Immer wieder begraben Kirchen in Nigeria Gläubige unter sich. Schuld daran sind nicht alte Gebäude mit Sanierungsstaus aus Geldmangel, sondern Korruption, Pfusch und das Wegsehen reicher Kirchen.

Katholischer Priester wegen Vergewaltigung einer Minderjährigen zu Haft verurteilt

In Izabal, Guatemala, ist der katholische Priester Ignacio López García wegen Missbrauchs einer Minderjährigen zu 16 Jahren und sieben Monaten Haft verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er das Mädchen seit dessen Erstkommunion im Jahre 2016 mehrfach vergewaltigt hatte. Durch Liebesbotschaften und Drohungen hatte er das Mädchen zum Schweigen gebracht.

Schließung von sieben Mutter-Teresa-Kinderheimen

Nach Überprüfung durch die Behörden wurde im ostindischen Bundesstaat Jharkhand sieben katholischen Kinderheimen der von Mutter Teresa gegründeten Missionarinnen der Nächstenliebe die Lizenz entzogen. Bereits im Juni dieses Jahres hatten Verhaftungen wegen des Verdachts auf Kindesverkauf in den Einrichtungen der Ordensschwestern für Aufsehen gesorgt.

Spanien: Schauspieler verhaftet, weil er "auf Gott scheißt"

Willy Toledo ist nicht nur Schauspieler und Theater-Regisseur, sondern auch Atheist – und er macht im noch immer katholisch geprägten Spanien keinen Hehl daraus. In einem Facebook-Eintrag hatte Toledo erklärt, dass er auf Gott und das Dogma von der Heiligkeit und Jungfräulichkeit Marias scheiße. Hierfür wurde er von einer Vereinigung christlicher Anwälte wegen der Verletzung religiöser Gefühle angezeigt.

Offener Brief wegen der Klagewelle gegen iranischen Oppositionellen in Deutschland

Kazem Moussavi, Sprecher der Green Party of Iran und einer der prominentesten Kritiker des iranischen Mullah-Regimes in Deutschland, berichtet seit vielen Jahren über Verbindungen der Islamischen Republik zu Akteuren aus der deutschen Wirtschaft und Politik. Nun wurde er wegen seiner Berichterstattung über Aktivitäten des deutsch-iranischen Wirtschaftslobbyisten Dawood Nazirizadeh verklagt. In einem Offenen Brief wendet er sich an Politik und Medien, um über die Hintergründe zu informieren.

Gegenwind für "Propheten"

Zahlreiche Wunderheiler, Propheten und Scharlatane jeglicher Richtung versuchen mit angeblichen Heilungen von schweren und tödlichen Krankheiten Kasse zu machen. Nicht selten kommt es dabei zu Todesfällen, weil behandelbare Krankheiten nicht adäquat versorgt werden. In Zimbabwe bekam ein vermeintlicher Prophet, der mit dem Bild eines Kindes bei Facebook für seine Heilkräfte warb, Gegenwind von Aktivist*innen.

Valencia

Spanien: Katholisch, evangelisch, muslimisch?

Im Jahre 2006 wurde unter der christlich-konservativen Regierung der Partido Popular (PP) für ganz Spanien ein neues Bildungsgesetz erlassen. Dieses umfasst eine Regelung zum Religionsunterricht. Der katholische Religionsunterricht soll von den Bildungseinrichtungen obligatorisch angeboten werden, von den Schülerinnen und Schülern aber optional belegt werden können. Um anderen Religionen Rechnung zu tragen, sollten auch diese angeboten werden können.