Beschneidungsdebatte

Das Recht auf körperliche Unversehrtheit

Zwei Jahre nach dem Erlass des Gesetzes, das eine medizinisch nicht notwendige Beschneidung von Knaben zuläßt, formulierten Kritiker erneut ihren Widerspruch.

So beklagte der Präsident des Bundesverbands der Kinder- und Jugendärzte, Wolfgang Hartmann, gemeinsam mit anderen Organisationen in Berlin: "Jungen haben durch diese Gesetzgebung im Gegensatz zu Mädchen kein Recht auf körperliche Unversehrtheit". 

"Renate Bernhard von der Beratungsorganisation 'Pro Familia' NRW erklärte, die Zirkumzision bei Jungen sei ein schwerwiegender chirurgischer Eingriff mit nicht umzukehrenden körperlichen und seelischen Folgen. 'Sie sollte deshalb nur in medizinischen Notfällen vorgenommen werden'."

Dem Aufruf schlossen sich auch der Betroffenenverein Mogis, das Frauenhilfswerk Terre des Femmes und der Verein Intact an.

Quelle

Kommentare (1)

Hans Trutnau (nicht überprüft)

Mi. 17 Dez 2014 - 05:15

"Jungen haben durch diese Gesetzgebung im Gegensatz zu Mädchen kein Recht auf körperliche Unversehrtheit". Diese 'Gesetzgebung' ist das, was ich immer und immer wieder eine schier unglaubliche Rechtsbeugung nenne. Dank der anhaltenden Debatte bleibe ich jedoch bei meiner Prognose, dass dieses Schand-Gesetz spätestens Ende 2017 gekippt sein wird.

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