Missbrauch

Päpstlicher Studiengang soll Missbrauch vorbeugen

An der Päpstlichen Universität kann man jetzt den Studiengang "Kinderschutz" absolvieren. Zwölf Plätze sollen angeboten werden. Inhaltlich geht es um Sexualität und Keuschheit, um den Umgang mit Missbrauch sowie die Aufarbeitung von Fehlern. In Rom fand jetzt die Eröffnungsfeier statt – inklusive Kinderchor.

Petersplatz, gesehen von der Kuppel des Petersdomes

Missbrauchsvertuschung im Vatikan

Während etlichen Kardinälen, Erzbischöfen und Bischöfen der römisch-katholischen Kirche öffentlich sexuelle Missbrauchshandlungen vorgeworfen worden sind, und zum Teil kirchliche und/oder gesetzliche Strafen verhängt wurden, ist derartiges in Hinblick auf die letzten drei Päpste nicht bekannt geworden.

Ist jetzt die polnische Kirche an der Reihe?

Vor fünf Jahren hat der in Warschau lebende holländische Journalist, Ekke Overbeek das Buch "Die Angst, über die Opfer der Pädophilie in der polnischen Kirche zu sprechen" (Lekajcie się, Ofiary pedofilii w polskim Kościele mówią) veröffentlicht. Das Buch beinhaltet die Gespräche mit einigen Opfern pädophiler Priester. Kein polnischer Journalist vor ihm hatte den Mut, dieses Thema anzugreifen.

Papst nennt Abtreibung "Auftragsmord"

Der Argentinier war wohl zu lange in Italien unterwegs. Ganz im Stile der Mafia bezeichnete er gestern bei einer Generalaudienz als "Auftragsmord", was für aufgeklärte Menschen das letzte Mittel ist, eine ungewollte Schwangerschaft zu beenden.

Mit dem Rosenkranz gegen den Teufel

Haben Sie diesen Monat schon täglich einen Rosenkranz gebetet? Nicht? Dann kann es sehr gut sein, dass Sie Schuld an den dämonischen Einflüssen auf die katholische Kirche haben. Immerhin hatte doch der Papst dazu aufgefordert, im Monat Oktober täglich einen Rosenkranz zu beten, um die Attacken des Teufels zurückzudrängen und die katholische Kirche zu mehr Bewusstsein bezüglich ihrer Fehler zu bringen.

Papst Franziskus im Gewand des populistischen Fundamentalisten

Die katholische Kirche leidet seit Jahren unter einem Imageverlust – zumindest in der westlichen Welt. Die negativen Schlagzeilen reißen nicht ab. Die Wahl des argentinischen Kardinals zum Papst im Jahr 2013 schien einen Wendepunkt zu markieren. Der volksnahe Geistliche mit seinem Herz für die Armen und Minderprivilegierten wurde als Heilsbringer in dreifachem Sinn versehrt: Er sollte die Geister vertreiben, die den Ruf ruinierten, die Kirche vom Pomp entrümpeln und reformieren.

Katholische Kirche gibt Handbuch zum Umgang mit Kindern heraus ... und löscht es schnell wieder

Sexuelle Übergriffe, Vertuschung, Schweigen. Die chilenische katholische Kirche hatte über mehrere Jahrzehnte den Missbrauch, vor allem Minderjähriger, durch ihre Amtsinhaber gedeckt und verschwiegen. Nach halbherzigen Versprechen zur Kooperation mit Behörden bei der Aufarbeitung der Fälle hat die chilenische Kirche nun ein neunseitiges Handbuch zum Umgang mit Kindern und Jugendlichen für ihre Würdenträger herausgebracht. Doch binnen Stunden verschwand das Dokument wieder vom Webauftritt der Kirche.