Rezension

„Das Ende der Geduld“

(hpd) Die Jugendrichterin Kirsten Heisig berichtet in ihrem Buch anhand von Fallbeispielen von ihren persönlichen Eindrücken über die größere Brutalität und Häufigkeit der Gewalt junger Menschen. Auch wenn man die Erfahrungen aus einem besonderen Problembezirk Berlins nicht verallgemeinern kann, verdienen die Schilderungen als Abbild einer möglichen Zukunft in Verbindung mit den Aussagen über Ursachen und Gegenstrategien große Aufmerksamkeit.

Fragen eines mündigen Bürgers

(hpd). Frei nach Bertolt Brechts "Fragen eines lesenden Arbeiters" möchte ich als mündiger Bürger nach der Lektüre von Noltes Buch "Religion und Bürgergesellschaft" vor allem diese Frage stellen: "Hat bei der von ihm behaupteten Wiederkehr der (christlichen) Religion" nicht wenigstens ein einziger Kirchenmann seine Hand im Spiel?"

„Der verschleierte Völkermord“

(hpd) Glaubt man den Aussagen moderner Moslems, ist der Islam ein Hort der Toleranz: „Islam bedeutet Frieden! Mohammed hat die Sklaverei abgeschafft, Ungläubige mussten nur Kopfsteuer zahlen und konnten ihre Religion ausüben.“ Tidiane N’Diaye weiß es besser. Als Anthropologe, Ökonom und Kulturgeschichtler des schwarzen Kontinents untersuchte er die Geschichte des arabomuslimischen Sklavenhandels in Afrika.

Mit Comics wider die Kreationisten

(hpd) "Die eigenständigste und aufsehenerregendste Neuerscheinung dieses Jahres stammt vom Berliner Zeichner Jens Harder. Auf 350 Seiten erzählt er mit einem Minimum an Text 14 Milliarden Jahre Weltgeschichte, vom Beginn des Universums mit dem Urknall bis zum Beginn der Menschheit.

Vorurteilsforschung zu „Islamophobie“

(hpd) Der Politikwissenschaftler Farid Hafez will mit dem neu gegründeten „Jahrbuch für Islamophobieforschung“ ein Forum für Forschungen über die Feindschaft gegen den Islam und die Muslime etablieren. Der erste Band enthält eine Reihe von beachtenswerten Fallstudien zur Vorurteilsforschung, irritiert aber auch durch den nicht trennscharfen und unklaren Gebrauch der Kategorie „Islamophobie“.

Humanismusperspektiven

(hpd/AuK) Dieser anregende Sammelband geht im Kern auf eine Humanismustagung in Berlin im November 2008 zurück. Einige Beiträge weiterer Autoren wurden als Ergänzung hinzugefügt. Entstanden ist eine Abfolge großenteils lesenswerter Fachbeiträge, Analysen und Stellungnahmen, die in ihrer Länge und dem Grad ihrer akademischen Ausarbeitung recht heterogen sind, jedoch alle einen erkennbaren Bezug zur reichen Ideenwelt des säkularen Humanismus aufweisen.

Die Unabweisbarkeit des Erinnerns

(hpd) Der Althistoriker Christian Meier erörtert die Frage, ob der „öffentliche Umgang mit schlimmer Vergangenheit“ eher von Erinnerung oder Vergessen geprägt sein soll. Aus der historischen Betrachtung plädiert er für Letzteres, macht bezüglich der NS-Vergangenheit aber eine Ausnahme, die aber nur ab den 1960er Jahren gelten soll.

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

(hpd) Rechtsextremismus gibt es nicht nur unter ethnisch Deutschen, sondern auch bei Menschen mit Migrationshintergrund: Dafür stehen bezüglich der Einstellungen Antisemitismus und Nationalismus ebenso wie hinsichtlich der Organisationen Gruppierungen wie die türkischen „Grauen Wölfe“. Die Texte einer Broschüre beschäftigen sich nun mit Rechtsextremismus in der Einwanderungsgesellschaft.