Religion: Die neuesten Erkenntnisse (1)
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Wie wird Antisemitismus auf YouTube kommuniziert? Und wie lässt sich diese plattformspezifische Kommunikation wissenschaftlich analysieren? Diesen Fragen widmet sich das neue Verbundforschungsprojekt "DAYVid" ("Decoding Antisemitism in YouTube Videos") der Initiative Interdisziplinäre Antisemitismusforschung (IIA) an der Universität Trier, des Tikvah Instituts und des Weizenbaum-Instituts.
Unkooperative Verhaltensstrategien untergraben Anstrengungen für Klimaschutz
Extreme Wetterereignisse nehmen zu. Oft wird angenommen, dass steigende Schäden automatisch zu mehr Klimaschutz erziehen: Wer die Folgen spürt, so die Hoffnung, handelt entschlossener. Eine neue Studie vom Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie und der University of Oxford stellt diese Annahme infrage. Selbst wiederholte Klimaschäden reichen demnach nicht aus, um gemeinsames Handeln zuverlässig zu stärken.
Neue Messmethodik macht Konfliktverhalten in Gruppen messbar
Warum verhalten wir uns oft hilfsbereit gegenüber Menschen in unserer Gruppe und benachteiligen fremde Gruppen? Um das herauszufinden, haben Forschende ein neues Werkzeug entwickelt, das erstmals ermöglicht, Hilfsbereitschaft (Altruismus) und Gruppenbezogenheit (Parochialismus) unabhängig voneinander zu messen.
773.000 Jahre alte Fossilien geben neue Einblicke in die gemeinsamen Vorfahren von Homo sapiens, Neandertalern und Denisova-Menschen
Ein internationales Forschungsteam berichtet über die Analyse neuer Homininenfossilien aus der Fundstätte Thomas Quarry I (Casablanca, Marokko). Mithilfe einer hochauflösenden magnetostratigraphischen Analyse lassen sich diese Fossilien sehr genau auf ein Alter von 773.000 ± 4.000 Jahre datieren. In der in "Nature" veröffentlichten Studie werden afrikanische Populationen nahe der Basis der Abstammungslinie beleuchtet, aus der schließlich der Homo sapiens hervorging. Zudem liefert die Studie neue Erkenntnisse über die gemeinsamen Vorfahren von Homo sapiens, Neandertalern und Denisova-Menschen.
Anpassung als Schlüssel
Heute weiß man, dass alle Nicht-Afrikaner von einer kleinen Gruppe von Menschen abstammen, die sich vor etwa 50.000 Jahren nach Eurasien wagten. Fossile Aufzeichnungen zeigen jedoch, dass es vor dieser Zeit zahlreiche gescheiterte Ausbreitungsversuche gab, die keine erkennbaren Spuren bei lebenden Menschen hinterlassen haben.