Der Autor befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene. Er schreibt zudem für watson.ch.
Die christlichen Kirchen sind in der westlichen Welt auf der Sinnsuche. Sie haben zwar den Glauben an Gott, seinen Sohn und den Heiligen Geist, doch sie teilen diesen mit immer weniger Leuten.
Auch auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen, wage ich die Hypothese, dass Fromme und strenggläubige Personen sich gern für die etwas besseren Menschen halten. Sie glauben, im Besitz der religiösen oder spirituellen Wahrheit zu sein, in der Gnade Gottes zu stehen und seinen Schutz zu geniessen. Nicht nur in übersinnlichen Belangen, sondern auch in alltäglichen.
Immer wieder brechen in Waldorfschulen Infektionskrankheiten (wie die Masern) aus, weil sich die oft esoterisch angehauchten Eltern bewußt gegen eine Impfung ihrer Kinder entscheiden. Das allein sollte schon genügen, um die anthroposophischen Schulen genauer unter die Lupe zu nehmen. Doch hier versagen Staat und Gesellschaft. Wie sehr, zeigt sich während der Corona-Pandemie.
Die Pseudokirche Scientology nutzt das Internet als günstiges Instrument für ihre fragwürdigen Zwecke. Hugo Stamm hat sich einmal umgeschaut, wo und wie die Sekte neue Anhänger zu ködern versucht.
Es gibt in der Schweiz eine stattliche Anzahl von Ärzten und Ärztinnen, die auf Homöopathie spezialisiert sind. In den meisten Fällen münden die Konsultationen in der Verschreibung von homöopathischen Zuckerkügelchen, den Globuli.
Ist die Taufe nur ein Trick der Kirchen, um sich Nachwuchs und Mitglieder zu sichern? Oder hat das "Heilige Ritual" darüber hinaus irgendwelche Auswirkungen? Das fragt sich Hugo Stamm in seiner aktuellen Kolumne.
Papst Franziskus will mit der Weltsynode die Kirche reformieren. Er will die Gläubigen befragen und ihre Anregungen und Ideen umsetzen. Doch mehr als kleine Retuschen kann man wohl kaum erwarten.
Menschen, für die Spiritualität und Religiosität ein zentraler Lebensinhalt sind, ärgern sich oft über meine Texte. Gläubige kritisieren oft, dass die positiven Seiten problematischer Glaubensgemeinschaften weggelassen werden. Dafür gibt es Gründe.
Die Menschen in der Schweiz sind zunehmend Solidaritätsmuffel. Man könnte es auch weniger schmeichelhaft formulieren: Wir verwöhnten und anspruchsvollen Eidgenossen zeichnen uns durch eine wachsende Portion Egoismus aus. Der zeigt sich bei der Corona-Impfung, aber auch bei der ständerätlichen Diskussion um die Organspende.