Wenn Vollverschleierte Kinder abholen wollen
Was tun, wenn eine vollverschleierte Frau ein Kind vom Kindergarten abholen will? Woher weiß die Erzieherin, dass es sich um die Mutter handelt?
Mit dieser völlig neuen Frage muss sich ein evangelischer Kindergarten in Essen befassen. Denn Kinder dürfen vom Kindergarten nur an die Eltern eines Kindes übergeben werden. Wie soll aber eingeschätzt werden, ob es die Mutter ist, die ein Kind abholen will, wenn die Kita-Erzieherinnen nur Augen hinter einem Schlitz sehen?
Nun wird diese Frage im Kreissynodalverband diskutiert. Bis dahin haben die Kindereinrichtungen beschlossen, "dass vollverschleierten Frauen keine Kinder übergeben werden. Eine strenge, ja kompromisslose Entscheidung." Eine Kita-Leiterin sagt: "Wer das Kind abholt, ist zweitrangig - nur muss ich das Gesicht der Person sehen."
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Gestern kam der Satz wieder.
Gestern kam der Satz wieder. In einem TV-Magazin wurde er ausgesprochen: "In dieser Begegnungsstätte können die Menschen die Grenzen der Religionen überwinden." Das fällt inzwischen niemandem mehr auf, was das ausdrückt. Hätte ich vor 30 Jahren den West- und Ostdeutschen Leitern geschenkt, mit denen sie die Grenzen ihrer Staaten überwinden können, ich wäre für verrückt erklärt worden. Und im Erfolgsfall gäbe es noch heute die DDR - weil die Grenzen ja zu überwinden sind. War es also schlecht, diese Grenze gleich ganz einzureißen? Sicher nicht! Doch warum propagieren Medien nicht auch, die Grenzen der Religionen, die ja offenbar bekannt sind, ebenfalls einzureißen? Gäbe es in diesem Fall dann dieses Schilda-artige "Problem", wie man erkennen kann, ob eine Mutter ihr Kind von der Kita abholt oder ein Werauchimmer? Weiter gedacht: Was ist mit Passkontrollen? Personenkontrollen? Fahrzeugkontrollen? Was ist bei Behörden, Gerichten und sonstigen Einrichtungen, bei denen man sich ausweisen muss? Was beim Zahnarzt, HNO-Arzt? Wie wird dieses "Problem" denn im Alltag "gemeistert"? Vernunft hilft Grenzen einzureißen und nicht mit allerlei gespenstischen Konstruktionen "zu überwinden". Wir beseitigten gerade in Europa die Grenzen, lasst uns auch die erkannten "Grenzen der Religionen" beseitigen. Freie Sicht für alle!
Moderne Zeiten? Man könnte ja
Moderne Zeiten? Man könnte ja ein Kennwort vereinbaren!
Und so unkenntlich sind in der Regel vollverschleierte Frauen auch nicht, man sieht wohl in der Regel die Augenpartie.
Der Kindergärtnerin gegenüber kann man ja in einem Raum des Kindergartens das Gesicht zeigen, unter Frauen ist das kein Problem.
Joachim Datko - Physiker, Philosoph
Forum für eine faire, soziale Marktwirtschaft
http://www.monopole.de
Wie kann eine faire, soziale
Wie kann eine faire, soziale Marktwirtschaft funktionieren, wenn in der Gesellschaft Grenzen eingezogen sind? Völlig willkürliche, sinnlose und im Normalfall frauenverachtende Grenzen. Welche Frau, außer sie wurde von Kind an schwerstens indoktriniert, versteckt sich ihr Leben lang in der privaten Wohnung oder - mit Genehmigung ihrer männlichen Verwandten - in der Öffentlichkeit hinter schwarzen Stoffbahnen? Dieses Dauerleben im Zelt ist auch hygienisch (und das in einer Religion, in der sogar Vorhäute aus Gründen der Reinlichkeit amputiert werden) bedenklich, wie verschiedene Selbstversuche von Frauen gezeigt haben. Und an heißen Tagen muss man sich mal in öffentlichen Verkehrsmittel in die Nähe von in schwarzem Polyester vollverschleierte Frauen setzen. Über diesen Geruch klagen auch Frauenärztinnen. Mich kann nichts davon überzeugen, dass sich Frauen dies freiwillig und frohen Gemüts antun. Nein, jedes Mittel, die Frauen aus ihrem Stoffkäfig zu befreien - und wenn es Kita-Verordnungen sind oder das Vermummungsverbot - sind ein guter Schritt zu einer fairen Zivilgesellschaft ohne sinnlose Grenzen. Da brauche ich keine Kennworte, da brauche ich nur Vernunft.
Man sollte keinen Sachzwang
Man sollte keinen Sachzwang vorgeben, wenn man etwas anderes erreichen möchte.
Ich setze auf die naturwissenschaftliche Schulbildung, sie führt zur geistigen Selbstständigkeit.
Der Kita-Leiterin kann man
Der Kita-Leiterin kann man nur zustimmen.
Aber ein anderes Problem sehe ich: Das Kind muslimischer Eltern bekommt im christlichen Kindergarten z.B. gesagt, Jesus ist der Sohn Gottes und zu Hause wird das dann verneint und berichtigt (Jesus ist nur ein Prophet). Wie kommt ein kleines Kind damit klar?
Wegen dieser religiösen
Wegen dieser religiösen Logiklücke schotten sich ja muslimische Parallelgesellschaften ab. Die Imame achten schon darauf, dass ihre Glaubensbrüder keinen Kontakt zu Christen pflegen. Nicht wenige vierjährige Kinder werden angehalten, mit den "Kuffar" nicht mal zu sprechen. Schließlich sagt der Koran eindeutig, ein Moslem dürfe keine Beziehungen zu Ungläubigen haben. Und dort, wo die Kontakte entstehen, wo der Imam eventuell etwas toleranter ist, da schwindet der Einfluss der Religion, denn das Jesus-Beispiel führt über kurz oder lang dazu, dass sich die Kinder und späteren Erwachsenen fragen, was an Religion denn wahr sei. Die himmelschreienden Unterschiede dienten ja immer dazu, die Grenzen der Religionen zur Ausgrenzung und Ächtung des anderen zu nutzen. Deshalb die Reinerhaltungsgebote für die Umma, die "Ehre", die verteidigt werden muss - und sei es, dass die eigene Tochter ermordet wird. Kinder, die lernen, dass Religionen widersprüchlich sind, werden vermutlich schneller begreifen, dass keine von ihnen über die absolute Wahrheit verfügt und sie dann irgendwann ablegen.