Kirche bleibt stur

Die Welt hat sich in den letzten 2.000 gravierend verändert. Nicht jedoch für einige Kardinäle der kath. Kirche.

Papst Franziskus will Ende des Jahres mit den Kardinälen darüber beraten, wie zukünftig mit zum Beispiel Geschiedenen umzugehen sei. Das können offenbar einige Kardinäle nicht verkraften.

"Fünf hochrangige Kardinäle, unter ihnen der Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation, der Deutsche Gerhard Ludwig Müller, haben sich gemeinsam gegen Zugeständnisse der Kirche an geschiedene Katholiken ausgesprochen."

Der emeritierte Kurienkardinal Walter Kasper hatte sich für eine "barmherzige Lösung" ausgesprochen, etwa durch Vergebung oder eine Zeit der Reue. "Eine solche Haltung sei in der Kirche unbekannt" halten die fünf Kardinäle dagegen.

Das muss nicht weiter kommentiert werden...

Kommentare (6)

Wolfgang (nicht überprüft)

Fr. 19 Sep 2014 - 11:54

Das Dilemma bei der katholischen Kirche besteht darin, sie müssen sich an eine 2000 jährige Tradition halten, denn eine Veränderung würde bedeuten, sie haben 2000 Jahre etwas verkehrt gepredigt. Sie nehmen auch in Kauf, das noch mehr Gläubige ihrer Kirche den Rücken kehren und die Gläubigen machen, was sie selbst wollen. Die Kirche hat im täglichen Leben ausgedient. Computer, Wissenschaft und Technik veränderten die Welt und der Weihrauch löst sich in Luft auf. Gottseidank!

Jo (nicht überprüft)

Fr. 19 Sep 2014 - 17:32

Antwort auf von Wolfgang (nicht überprüft)

Eine so radikale Interpretation verzerrt die Wirklichkeit ziemlich. Die Kirche hat sich in 2000 Jahren schon ziemlich verändert und oft altes über den Haufen geworfen.

Stefan (nicht überprüft)

Sa. 20 Sep 2014 - 08:11

Antwort auf von Jo (nicht überprüft)

Ja, Jo es gab Veränderungen, aber das gibt die Kirche schwerlich zu. Außerdem gab es diese immer nur unter massiven Druck der Realität, nur ganz offensichtlich unhaltbares wurde erst toleriert und dann sogar mal öffentlich anerkannt. Man möge sich erinnern, dass der Papst erst in den 90ern öffentlich zugegeben hat, das Galileo recht hatte.

Wolfgang (nicht überprüft)

Sa. 20 Sep 2014 - 08:41

Antwort auf von Jo (nicht überprüft)

Bitte Beispiele: was hat die Kirche verändert in 2000 Jahren? Die Vorhölle und die Scheiterhaufen. Das war's. Die Lügen sind geblieben.

Ich weiß nicht, ob die Frage überhaupt ernst gemeint war, aber wenn doch, ein paar Beispiele. Die Rolle von Frauen in der Kirche ist heutzutage völlig anderes als früher, die Messe wird nicht mehr auf Latein gehalten, die Kirche erkennt das Recht auf Religionsfreiheit an (http://de.wikipedia.org/wiki/Dignitatis_humanae), und große Beispiele für die Selbstveränderung der Kirche gab es schon im 11. Jahrhundert wie etwa die Einführung des Zölibats (http://de.wikipedia.org/wiki/Kirchenreformen_des_11._Jahrhunderts).

Hilmar (nicht überprüft)

Fr. 26 Sep 2014 - 19:09

Die Päpste sind seit der Neuzeit nur noch die Aufsichtsratsvorsitzenden. Da die Teilkirchen in den einzelnen Ländern - hier vor allem Deutschland - das Geld beibringen, hat der Papst - auch dieser angeblich tolerante, moderne Papst, ein ehem. Jesuit - zu tun, was die Bischöfe mit Geld sagen.

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