Die Ehe sei eine "exklusive Vereinigung" von Mann und Frau, heißt es in einem Text des Vatikans mit dem Titel: "Una Caro - Ein Loblied auf die Monogamie". Papst Leo XIV. gab das Dokument zur Veröffentlichung frei. Polyamore Beziehungen werden dort als "ungesundes Verlangen" bezeichnet.
Der hpd berichtete im August über ein Wohnhaus in der Berlin-Neuköllner Karl-Marx-Straße, das vom Erzbistum Berlin verkauft werden sollte. Eine extra gegründete Genossenschaft aus Mietern des Hauses bot ebenfalls mit. Leider erfolglos.
Vor kurzem wurde das Missbrauchsgutachten präsentiert, das ein Historiker der Universität Passau im Auftrag der Diözese erstellt hat. Bischof Stefan Oster bittet in einem Videostatement mit "großer Hilfslosigkeit" um Verzeihung. Allein die Fakten machen sprachlos: Seit 1945 wurden im Bistum von kirchlichen Amtsträgern weit über 672 Kinder und Jugendliche sexuell und körperlich missbraucht. Das Versagen der Kirche ist historisch – und moralisch verheerend.
Mit einer Petition möchte die italienische Vereinigung Rete L’ABUSO darauf aufmerksam machen, dass es in Italien Probleme mit sexuellem Kindesmissbrauch in der Kirche gibt. Gleichzeitig will die Vereinigung dazu ermutigen, dass für das "Wohl des Kindes" konkrete Grundlagen und Kanäle für die Umsetzung der Gesetze geschafft werden.
Der Kölner Jurist und Referent für Aufarbeitung beim Erzbistum Köln Jan-Luca Helbig beschäftigt sich in einem aktuellen Beitrag im Onlinemagazin "feinschwarz" mit der Frage, ob sich die katholische Kirche bei Schmerzensgeldklagen von Missbrauchsopfern nach katholischem Kirchenrecht auf die Verjährung berufen darf.
Der katholische Priester Rainer Maria Schießler hat sich negativ über den assistierten Freitod der Kessler-Zwillinge geäußert. Volker Brokop, der sich selbst als nichtgläubigen Menschen und theologischen Laien bezeichnet, hat ihm daraufhin einen Offenen Brief geschrieben, den der hpd im Wortlaut veröffentlicht.
Das katholische Malteser Krankenhaus St. Franziskus-Hospital in Flensburg und das Evangelische Diakonissenkrankenhaus (DIAKO) schließen sich aus wirtschaftlichen Gründen – getrieben von einem gewinnorientiert ausgerichteten Krankenhaussystem – unter dem Namen "Fördeklinikum Katharinen-Hospital" zusammen. Der Neubau am Standort Peelwatt soll 2030 bezogen werden. Was nach Modernisierung und Effizienz klingt, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als folgenschwerer Rückschritt.
Ein stetiges Verharmlosen und Wegschauen – das attestiert die Unabhängige Aufarbeitungskommission Augsburg dem Bistum in ihrer kürzlich veröffentlichten Studie zum Umgang mit sexueller Gewalt an Minderjährigen durch Kirchenleute. Bischof Bertram Meier zeigte sich von den Ergebnissen "entsetzt", die Kommission empfiehlt Präventionsarbeit und Betroffenenfürsorge. Doch all diese Maßnahmen bleiben Makulatur, solange die Aufarbeitung des Missbrauchsskandals allein in den Händen der Kirche liegt, sagt David Farago von der Giordano-Bruno-Stiftung. Er fordert, dass staatliche Ermittler die Sache übernehmen.
Heute, sobald die Dunkelheit hereinbricht, wird Halloween gefeiert, das Fest der Gruselgestalten. Den katholischen Exorzisten gefällt das gar nicht, halten sie Halloween doch für eine Verehrung der bösen Mächte. Dabei übersehen sie die bösen, schädigenden Tendenzen ganz in ihrer Nähe.
Im September 2025 veröffentlichte die römisch-katholische Kirche in Österreich ihre Zahlen fürs Vorjahr. Während die evangelischen Kirchen bereits im Frühjahr von einer Rekordzahl an Austritten berichteten, ging die Anzahl der katholischen Austritte zum zweiten Mal gegenüber dem Vorjahr zurück. Die anderen Kennzahlen geben jedoch keinen Anlass zur Freude seitens der Religionsgesellschaft, auch wenn einige Medienberichte diesen Anschein erwecken könnten.
Der sexuelle Missbrauch und seine gut eingeübte Vertuschung haben das moralische Fundament der katholischen Kirche erschüttert. Doch während sich die öffentliche Aufmerksamkeit vor allem auf Priester und minderjährige Opfer richtete, blieb ein anderes Kapitel weitgehend unbeachtet: Der sexuelle Missbrauch an Ordensfrauen. Was jahrzehntelang hinter deutschen Klostermauern geschah, wird nun durch eine neue Studie von Barbara Haslbeck erstmals systematisch untersucht – und offenbart eine erschütternde Mischung aus spiritueller Manipulation, Machtmissbrauch und religiöser Doppelmoral.
Sie bitten um Vergebung – gegen die "Entweihung", gegen die "Sodomie" und "Sühne". Vier Bischöfe beten vor einer Marienstatue und entschuldigen sich für das "Gräuel, das in der Ewigen Stadt begangen wurde". Es geht um eine LGBTQ-Pilgerreise nach Rom. Der Queer-Beauftragte der Deutschen Bischofskonferenz, Ludger Schepers, nannte das Sühnegebet ein "beschämendes Zeichen kirchlicher Engstirnigkeit".
Die Beendigung des Schweigens über die Missbrauchsverbrechen der katholischen Kirche und der Kampf für Entschädigungszahlungen an die Opfer standen im Mittelpunkt einer zweitägigen Konferenz in Frankreich. Betroffene und internationale Freidenkerorganisationen tagten in Grenoble und Lyon.
Die Kulissen, das Bühnenbild sind längst entsorgt, das Theaterstück hatte nie seine Premiere. Denn es wurde abgesetzt von der Intendanz des Theaters Osnabrück. Und doch geben sich die vom Intendanten gefeuerten Köpfe hinter dem abgesagten Stück nicht geschlagen. Dem Stück, in dem es um den sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche und die jahrelange Vertuschung gehen sollte. Ein Offener Brief an die Kommunalpolitiker der niedersächsischen Stadt setzt aktuell das Thema erneut auf die Tagesordnung. Und vielleicht wird es demnächst von einem anderen Schauspielhaus auf die Bühne gebracht.
Der deutsche Hochadel hat politisch längst ausgedient. Was bleibt, sind Schlösser, Ländereien und die Selbstinszenierung. Prinz Ludwig von Bayern, künftiger Chef des Hauses Wittelsbach, präsentiert sich gerne als Wohltäter – etwa über den Hilfsverein "Nymphenburg". Sein Lieblingsprojekt: der Neubau einer Kirche im Nordwesten Kenias. Offiziell verkauft er sein Glaubensengagement als "Entwicklungshilfe". Tatsächlich knüpft es an die Tradition kolonialer Missionspolitik an – eine Entwicklungshilfe nach Art von Kaiser Wilhelm II.