Bertelsmann-Studie

Armut schädigt Kinder dauerhaft

Eine aktuelle Bertelsmann-Studie läßt den Schluss zu, dass Kinder aus armen Haushalten in ihrer Entwicklung eingeschränkt sind.

Kinder, deren Familien von Hartz IV leben, sprechen schlechter Deutsch, haben Probleme mit Zahlen und der Körperkoordination. 

Die Studie beruht auf den Auswertungen von Schuleingangsuntersuchungen. Im einleitenden Text der Studie heißt es: "In Deutschland wachsen mehr als 17 Prozent der unter 3-Jährigen in Familien auf, die von staatlicher Grundsicherung leben. Für über die Hälfte der Kinder ist Armut keine Episode in ihrem Leben, sondern ein anhaltender Normal- und Dauerzustand."

Die FAZ stellt überrascht fest, dass "Kinder mit Armutshintergrund kaum Zugriff auf soziale und kulturelle Angebote haben." Das zeugt allerdings dann eher für die Realitätsferne des Journalisten, der den Artikel verfasste. Denn überrschend kann das nicht sein angesichts der Tatsache, dass die Grundsicherung kaum für "Luxus" wie Kultur- und Sozialangebote reicht.

Andere Untersuchungen lassen den Schluss zu, dass Kinder, die mit einem Entwicklungsdefizit eingeschult werden, kaum die Möglichkeit haben, dieses Defizit wieder aufzuholen.

Kommentare (4)

Atheist Steinbrenner (nicht überprüft)

Fr. 13 Mär 2015 - 13:46

Pro sozialisierten Kindesunterhalt (also eine Art Grundeinkommen für Kinder- und Jugendliche)

http://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:CSteinbrenner/Familienpolitik#Sozialisierung_des_Kindesunterhalts

statt Unterstützung der Kirchen... das sind 23 Mrd aus allgemeinen Steuermitteln die man jährlich für Kinder statt Kirchen ausgeben könnte.

Andrea diederich (nicht überprüft)

Do. 31 Mär 2016 - 17:26

Antwort auf von Atheist Steinbrenner (nicht überprüft)

Ja es wäre höchste Zeit statt den ohnehin reichen Kirchen jährlich
Milliarden an Steuergeldern in den Rachen zu werfen, endlich die
Armut insbesondere die Kinderarmut wirksam zu bekämpfen.

Angelika Richter (nicht überprüft)

Fr. 13 Mär 2015 - 14:56

"..., dass die Grundsicherung kaum für "Luxus" wie Kultur- und Sozialangebote reicht."
Mit den Kindern sprechen, singen und ihnen vorlesen (Bücherei), Radfahren (gebrauchte Räder), spazieren und wandern gehen in Natur oder Park oder auf den Spielplatz, gemeinsam einen Kuchen backen und kochen, dabei elektronische Medien restriktiv zu begrenzen bzw. erst gar nicht in allen Facetten anzuschaffen - das kostet alles wenig oder nichts und reicht für die Förderung von kleinen Kindern völlig aus!
Es müsste eher heißen: Kinder von Eltern, die in grundlegenden Erziehungsfragen ungünstige Entscheidungen treffen, können in ihrer Entwicklung dauerhaft eingeschränkt sein.

Daß Kinder aus zerrüteten Familien allen Anderen gegenüber einen entscheidenden Nachteil haben,wussten viele Menschen schon sehr,sehr lange vor Bertlsmann und seinen Studien.

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