Landesverfassung Schleswig-Holstein

"Gott" muss draußen bleiben

Der schleswig-holsteinische Landtag hat am Mittwoch beschlossen, dass es keinen Gottesbezug in der neuen Landesverfassung geben wird.

Dem war eine lange und erbittert geführte Diskussion vorausgegangen, in der sich schlußendlich die laizistischen Kräfte durchgesetzt haben.

Mit dieser demokratischen Entscheidung können sich - wie zu erwarten - die beiden Kirchen nicht abfinden: sie "prüfen, ob sie eine Volksinitiative starten und so möglicherweise doch noch einen Gottesbezug in die Verfassung aufnehmen können."

Quelle

Kommentare (10)

Werner Koch (nicht überprüft)

Fr. 10 Okt 2014 - 14:53

Eine Übersicht, welche Landesverfassungen einen Gottesbezug enthalten (9) und welche nicht (7 Bundesländer) findet man in "Schleswig-Holstein verzichtet auf Gottesbezug"
http://www.welt.de/politik/deutschland/article133069112/Schleswig-Holstein-verzichtet-auf-Gottesbezug.html

Sven Schultze (nicht überprüft)

Fr. 10 Okt 2014 - 15:32

Na Gott sei Dank! )) Glücklicherweise hat sich der Verstand und das Verlangen nach Demokratie doch durchgesetzt.

Stefan (nicht überprüft)

Fr. 10 Okt 2014 - 15:43

Hm Volksinitative, das würde ich mir als Kirche 2mal überlegen.

Bernd Kammermeier (nicht überprüft)

Fr. 10 Okt 2014 - 16:33

Na, das ist aber jetzt zu schade, dass der Gottesbezug in der neuen Verfassung keine Berücksichtigung findet. Aber die Kirchen sollten den Ball flach halten. Schließlich werden die bösen säkularen Gottesverweigerer an der Himmelspforte vom Chef persönlich empfangen. Und der schickt sie dann unerbittlich in die Ecke, wo die Doofen schmollen müssen. *Ironie-Button aus* HACH, wie ist das schöööööön!!!

Andreas (nicht überprüft)

Fr. 10 Okt 2014 - 17:24

Wenn die Kirchen protestieren, sollten die Humanisten auf die demokratische Gleichberechtigung aller Götter sämtlicher Glaubensgemeinschaften in Deutschland hinweisen. Warum immer nur der eine?
In einem Religions-pluralistischem Land muss auch der Plural in die Verfassungen. Und dies werden sich die großen Kirchen überlegen.

Hans Trutnau (nicht überprüft)

Sa. 11 Okt 2014 - 05:07

"... beschlossen, dass es keinen Gottesbezug in der neuen Landesverfassung geben wird ...". Und das ist auch gut so!

Wolfgang (nicht überprüft)

Sa. 11 Okt 2014 - 08:07

Gute Nachrichten sind in der heutigen Zeit so selten. Aber hier haben wir
wieder eine. Die schlechte Nachricht, es kam kein Gott und hat diese Entscheidung beeinflusst. Was für ein Wunder!! Gottseidank!

Gabi Siebengrün (nicht überprüft)

Sa. 11 Okt 2014 - 08:49

"In der Schlussrunde stimmten 61 Politiker für die atheistische Vorlage, darunter auch fast alle Gottesbefürworter," schreiben die Kieler Nachrichten und haben die Diskussion offenbar nicht verstanden. Die verabschiedete Fassun hat doch mit Atheismus gar nichts zu tun. Die Meinung, ein Gottesbezug gehöre nicht in eine Verfassung kann doch von Menschen jedweder Religion oder Weltanschauung vertreten werden.

Selbstverständlich müssen mittlerweile auch "Gottesbefürworter" gegen einen Gottesbezug in der deutschen, wie auch in der europäischen Verfassung stimmen. Hier geht es um Besitzstandswahrung der sog. "Großkirchen" und letztlich nur ums Geld und die Macht. Allein der "Wolf im Schafspelz" der frühere Regensburger Bischof und jetzige Glaubenspräfekt Gerhard Ludwig Müller zeigt mit seinem Zugehen auf die Piusbrüder, dass Kreide hilft die Menschen hinters Licht zu führen. Dieser Ex-Pius X-Bischof Williamson war kein Einzelfall, wie ein regelmässiger Blick zu kath.net beweisen kann.

Veronika (nicht überprüft)

So. 12 Okt 2014 - 16:33

Ich bin katholisch, aber solche Initiativen einen Gottesbezug in die Verfassung(en) zu bringen, empfinde ich als lächerlich. Dies soll doch nur der Besitzstandswahrung der Amtskirche dienen, damit nur ewig weiter Staatsgelder fliessen. Bravo Schleswig-Holstein! Weiter so!

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