Armin Pfahl-Traughber

Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber, Jg. 1963, ist hauptamtlich Lehrender an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung mit den Schwerpunkten "Politischer Extremismus" und "Politische Ideengeschichte". Außerdem gibt er seit 2008 ebendort das "Jahrbuch für Extremismus- und Terrorismusforschung" heraus.

Artikel des Autoren

"Luthers Erbe" – eine Kritik der Geschichte des deutschen Protestantismus

BONN. (hpd) Der Historiker Wolfgang Wippermann legt mit "Luthers Erbe. Eine Kritik des deutschen Protestantismus" ein Buch zum Thema vor, welche sich auf den Kontext von "Kirche und Staat", "Kirche und Krieg", "Kirche und Kapital", "Kirche und Antisemitismus", "Kirche und Antiziganismus" sowie "Kirche und Antifeminismus" bezieht. In gut verständlicher Form macht der Autor an vielen Beispielen die jeweiligen Verfehlungen deutlich, wobei aber nur am Rande nach den Bedingungsfaktoren für das Agieren oder Nicht-Agieren der Kirchen-Anhänger und –Funktionsträger gefragt wird.

Betrachtungen zu Freiheit und Moderne auf dem Prüfstand

BONN. (hpd) Der Philosoph Odfried Höffe legt in seinem Buch "Kritik der Freiheit. Das Grundproblem der Moderne" eine Erörterung von Ambivalenzen im Kontext der Freiheit in unterschiedlichen Themenfeldern vor. Bei allem Interesse für die präsentierten Erörterungen wäre wohlmöglich weniger mehr gewesen, also die nähere Konzentration auf wenige Problempunkte unter Vermeidung von Allgemeinplätzen.

Machterweiterung um jeden Preis

BONN. (hpd) Der "Spiegel"-Korrespondent Christoph Reuter legt mit "Die Schwarze Macht. Der 'Islamische Staat' und die Strategien des Terrors" eine anschauliche und thesenreiche Darstellung zur Entwicklung der Terror-Miliz vor. Neben den anschaulichen Beschreibungen über die Entstehung und Entwicklung verdienen insbesondere die Einschätzungen zu Fragen des Gefahrenpotentials und der Strategie besondere Aufmerksamkeit in dem gelungen Buch.

Kubitzas Antwort auf die Frage, warum Theologie keine Wissenschaft sein kann

BONN. (hpd) Der promovierte Theologe Heinz-Werner Kubitza nimmt in "Der Dogmenwahn. Scheinprobleme der Theologie. Holzwege einer angemaßten Wissenschaft" eine inhaltliche Kritik an dem wissenschaftlichen Anspruch der Theologie vor. Deutlich zeigt er dabei, dass Theologie streng genommen keine Wissenschaft sein kann, verliert sich hierbei aber thematisch etwas im Laufe der Kapitel zu unterschiedlichen Themen.

Ablehnung der EU von links und rechts als Antimodernismus

BONN. (hpd) Der österreichische Politikwissenschaftler Anton Pelinka geht in seinem Buch "Die unheilige Allianz. Die rechten und die linken Extremisten gegen Europa" auf die gemeinsame Frontstellung der im Untertitel genannten Strömungen gegen die EU ein. Der Autor nimmt dabei keine platte Gleichsetzung vor, sondern weist unter Hinweis auf die ideologischen Unterschiede auf die strukturellen Gemeinsamkeiten dieser Kritik als Ausdruck des Antimodernismus hin.

Occupy in Deutschland

BONN. (hpd) Der Politikwissenschaftler Lars Geiges legt mit "Occupy in Deutschland. Die Protestbewegung und ihre Akteure" eine erste breit angelegte Studie zum Thema mit der Konzentration auf die Aktivisten vor. Es handelt sich um eine informative und materialreiche Darstellung mit vielen Selbstzeugnissen, wobei analytische Einschätzungen zu unterschiedlichen Aspekten der Protestbewegung auch nicht fehlen.

Keith Jarrett in Frankreich (2003)

Das freie Spiel der musikalischen Kräfte

BONN. (hpd) Der Musikjournalist Wolfgang Sandner präsentiert mit seinem Buch "Keith Jarrett. Eine Biographie" eine Lebensbeschreibung des Jazz-Musikers, der insbesondere durch seine Piano-Solo-Konzerte bekannt geworden ist. Die Darstellung konzentriert sich anschaulich und kompetent auf das künstlerische Schaffen und Wirken, lässt dabei aber mitunter den Menschen hinter dem Musiker vergessen.

Wer oder was ist die "Alternative für Deutschland"?

BONN. (hpd) In der letzten Zeit sind drei Bücher erschienen, die sich mit dem Aufstieg der "Alternative für Deutschland" befassen. Darunter eines des Sozialwissenschaftlers Alexander Häusler und des Journalisten Rainer Roeser, eine weitere des Sozialwissenschaftlers David Bebnowski sowie ferner eine des Politikwissenschaftlers Albert Werner. Alle drei Bücher hat der hpd rezensiert.

Der Fall Jakob Augstein

BONN. (hpd) Der Philologe Lukas Betzler und der Politikwissenschaftler Manuel Glittenberg nehmen in ihrer Studie "Antisemitismus im deutschen Mediendiskurs. Eine Analyse des Falls Jakob Augstein" eine diskurs- und textanalytische Untersuchung zum Thema vor. Die Autoren sehen in dem Vorfall eine Form des "verschleierten Antisemitismus", wobei sie aber etwas einseitig in Richtung dieser Deutung formulieren und keine Kontroll-Kriterien zur Prüfung ihrer Deutung nutzen.