Papst nennt Religionsfreiheit "fundamentales Menschenrecht"

Papst Franziskus hat am Rande einer Heiligsprechung in Sri Lanka darauf hingewiesen, dass Religionsfreiheit ein "fundamentales Menschenrecht" sei.

Er wies darauf hin, dass "jeder Mensch 'ohne Einschüchterung und äußeren Zwang' die Wahrheit suchen und seine religiösen Überzeugungen kundtun" dürfen muss. 

Bei aller Freude über diese regelrecht revolutionären Worte aus dem Munde des Führers der katholischen Kirche fehlt doch der Hinweis darauf, dass es zur Religionsfreiheit auch gehört, sich öffentlich auch als "frei von Religionen" zu erklären und eine Wahrheit abseits jeder Religionen zu finden.

Quelle

Kommentare (6)

Ulf Faller (nicht überprüft)

Mi. 14 Jan 2015 - 16:42

Zur Religionsfreiheit gehört auch, dass keiner aufgrund seiner Religionszugehörigkeit oder -nichtzugehörigkeit benachteiligt wird. Dies geschieht aber gerade in Bezug auf katholische Einrichtungen laufend. Man nehme die Tatsache, dass die Berufschancen für Konfessionsfreie in sozialen oder erzieherischen Berufen massiv eingeschränkt sind, da diese zu einem hohen Prozentsatz kirchlich geführt werden. Und das, obwohl bekanntlich die Finanzierung beispielsweise von katholischen Kindergärten oder der Caritas nur zu einem sehr geringen Teil aus katholischen Kassen stammt.
Da könnte Papst Franziskus seinen Worten sofort Taten folgen lassen und in den eigenen Zusammenhängen für Religionsfreiheit sorgen. So bleibt: Worte, nichts als Worte.

Rolf Schröder (nicht überprüft)

Mi. 14 Jan 2015 - 19:24

„Menschenrechte“ – die hat die katholische Kirche doch nicht ratifiziert! Weder die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ (UNO) noch die „Europäischen Menschenrechtskonvention“ (EMRK). Was gilt schon das Wort des Führers einer solchen Organisation? Ist das ein Betrüger, ein Heuchler, ein Scharlatan, oder was sonst?

Christian Steinle (nicht überprüft)

Do. 15 Jan 2015 - 07:46

Eine Organisation die selbst nach dem Austritt unverlangt schriftlich mitteilt, dass die Taufe weiterhin gelte, erweckt bei mir nicht den Eindruck, dass die Religionsfreiheit hoch gehalten werde.

Eine Organisation die sich weigert dem Datenschutzgesetzen genüge zu tun und auf Verlangen den Namen eines Ausgetretenen aus den Taufbüchern und anderen Datenbanken zu streichen, erweckt bei mir den Eindruck, dass sie sich unter dem Deckmäntelchen überholter Privilegien nicht an geltendes Recht halten wolle.

Zum Thema kirchliches Arbeitsrecht erspare ich mir weitere Worte da dies bereits im vorherigen Kommentar erwähnt wurde.

Mr. MIR (nicht überprüft)

Do. 15 Jan 2015 - 10:53

Es muss nicht sein, dass er von den Menschenrechten spricht. Das kann er unterlassen!

Oskar Degen (nicht überprüft)

Do. 15 Jan 2015 - 15:16

was soll man von einem Menschen erwarten, der sich bis heute nicht für seinen unsäglich dummen Spruch "Wer nicht zu Gott betet, betet zu Satan" entschuldigt hat.
Die Atheisten vergisst er mit Fleiß - siehe auch Türkei-Besuch, wo er versuchte, ein Bündnis zwischen Islam, Judentum und Christentum zu schmieden -, außer wenn es wie bei Charlie Hebdo nun mal gar nicht zu vermeiden ist.

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