Polen

Rosenkranzgebete an den Grenzen

Am Wochenende haben sich zehntausende polnische Katholiken an den Landesgrenzen versammelt, um für die "Rettung Polens und der Welt" zu beten. Die katholische Kirche in Polen wies den Vorwurf von sich, dass es sich dabei um eine rassistische und insbesondere gegen Muslime gerichtete Aktion gehandelt habe.

Die Gläubigen folgten dabei einem Aufruf der Stiftung Solo Dios Basta (Gott allein genügt). Auch die polnische Bischofskonferenz hatte zu der Aktion "Rosenkranzgebet an den Grenzen" eingeladen.

Die polnischen Bischöfe bezeichneten die Kundgebungen an der gut 3.500 Kilometer langen Landesgrenze als Massengebet für den Weltfrieden. Krakaus Erzbischof Marek Jedraszewski erklärte in einer live im ultrakatholischen Sender Radio Maryja übertragenen Messe, er bete "für die anderen europäischen Nationen, damit sie die Notwendigkeit verstehen, zu den christlichen Wurzeln zurückzukehren, damit Europa Europa bleibt".

Gegner sprachen deshalb von einer antimuslimischen Aktion, die sich insbesondere gegen Flüchtlinge aus sogenannten "islamischen Ländern" richten würde. Den Vorwurf wiesen die Organisatoren mit der Begründung ab, es hätte sich um eine ausschließlich religiös motivierte Veranstaltung gehandelt.

Allerdings fand die Aktion am Tag des Fests "Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz" statt, welches seit der Seeschlacht von Lepanto begangen wird. Damals besiegte eine "christliche" Flotte eine osmanische Übermacht und rettete damit nach den Worten der Organisatoren "Europa vor der Islamisierung".

Kommentare (10)

Wolfgang (nicht überprüft)

Mo. 9 Okt 2017 - 13:38

Rosenkranzgebete an den Grenzen. Das hat Grenzen.

H. Dettinger (nicht überprüft)

Di. 10 Okt 2017 - 04:07

Antwort auf von Wolfgang (nicht überprüft)

Vorsicht vor Christen (Julius Schittenhelm)
Den Teufel suchen sie immer, die Christen.
Und Hexen und Sünder und andere Ketzer.
Und vorgestellte Tabuverletzer:
Mal Moslems, mal Juden, mal Sozialisten.
Die Hexenjagd hat nie aufgehört
Und immer wieder den Frieden zerstört.
Ihres Gottes Gebete, die die Kirchen verwalten,
werden ausgelegt, selten eingehalten.
Die "Freiheit" bringt ihnen die Theologie,
Die ihnen die schlimmsten Verbrechen verzieh.
Wie viele starben in Gottes Namen,
Weil sie nicht zum rechten Glauben kamen.
Auch Folter und Terror und Tyrannei
Wird jeweils erlaubt durch die Auslegerei.
Kein Mächtiger wurde exkommuniziert,
Solang er die Kirche im Banner geführt.
Zuviel gelogen im Namen des Herrn,
Zuviel gemordet die Demut liegt fern.
Machtgier, nicht Gott, steht auf ihren Listen,
Vorsicht vor Christen, Vorsicht vor Christen!
Vorsicht vor Christen!

Ein Hund

Am Wegesrand
ein Kreuz dort stand.
Kam ein Hund,
das Beinchen angewinkelt
und hat dann ans Kreuz gepinkelt.
Ich habe laut gelacht
und dann darüber nachgedacht:
ein Hund ist doch nicht dumm
er zeigt was er hält vom Christentum.
Um zu prüfen, Gottes Macht,
habe ich es dann nachgemacht.
Nun, ich habe es ausprobiert
und darauf ist nichts passiert.

Wolfgang

Norbert Schönecker (nicht überprüft)

Mo. 9 Okt 2017 - 17:37

Die Siege Don Juans bei Lepanto und später Prinz Eugens am Balkan über die Türken waren Ereignisse , über deren langfristige Folgen sich sicher auch Humanisten freuen können.
Wenn es überhaupt gerechte Kriege gibt, dann waren das welche.

Roland Weber (nicht überprüft)

Di. 10 Okt 2017 - 10:58

Es ist ja wissenschaftlich erwiesen, das Beten die wirksamste Methode ist, um einen gewünschten Zustand herbeizuführen. Was wurde nicht schon alles inbrünstig herbeigebetet ... Wenn's mal nicht klappt, war nur der Empfang gestört.
Ich verstehe ich nicht, warum meine Wohnung immer noch nicht blitzeblank ist, wo ich doch jeden Tag für eine saubere Wohnung bete. Vielleicht greift diese Methode doch nur bei Kirchenleuten - und da gehöre ich halt nicht dazu!?

Kurz, knapp und richtig!
Beten ist ausgelebte Dummheit bar jeglicher Denkleistung. Wo hätten denn Gebete tatsächlich je etwas nachweislich verändert? Und wären Änderungen aufgrund von Gebeten dann nicht der schlagendste Beweis, dass da einer korrupt ist?
Der sichtbarste Beweis der Dummheit ist für mich das Bekreuzigen (und damit das stille Gebet) eines Sportlers. Wie pervers muss man sein, einen Gott anrufen zu wollen, damit man mit seiner Hilfe einen sportlichen Gegner besiegt?

Wolfgang Schaefer (nicht überprüft)

Fr. 13 Okt 2017 - 10:31

Antwort auf von Roland Weber (nicht überprüft)

Beten ist reine Einbildung und hat mit Bildung absolut nichts zu tun. Beten ist auch leichter als Denken, darum wird bei den Christen auch immer so inbrünstig gebetet.

H. Dettinger (nicht überprüft)

Fr. 13 Okt 2017 - 23:40

Antwort auf von Roland Weber (nicht überprüft)

Nun ja, vielleicht ist Polen und die Welt ja jetzt gerettet - wer weiß das schon?
Die Frage ist natürlich vor wem oder was?
- Klimawandel?
- Krieg und Elend?
- Armut und Krankheit?
- Donald Trump?
- Islam?
- Christentum?
- Allen anderen monotheistischen Religionen?
- Oder doch vielleicht nur vor der Überflutung mit MacDonalds?
Fragen über Fragen tun sich auf...

Paul (nicht überprüft)

Sa. 14 Okt 2017 - 10:37

Antwort auf von Roland Weber (nicht überprüft)

Noch interessanter wird es, wenn sich der Gegner ebenfalls bekreuzigt, allgemein zeigt es doch, dass keiner Vertrauen in sein eigenes Leistungsvermögen hat. Würfelt Gott und überlässt er es dem Zufall, wenn beide Seiten um Hilfe bitten? Dann wiederum wäre das Beten doch sinnlos, genauso sinnlos wie das Segnen von Kriegsgerät oder Soldaten.

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