Stellungnahme des bfg München zur Kreuzpflicht in bayerischen Behörden
Das Kreuz mit dem Kreuz
Foto: pixabay.com, gemeinfrei
Der Bund für Geistesfreiheit (bfg) München kündigt Widerstand gegen den Kabinettsbeschluss an, der bayerische Behörden dazu verpflichtet, ab dem 1. Juni Kreuze aufhängen zu müssen.
Michael Wladarsch, Vorsitzender des Bundes für Geistesfreiheit München (bfg München), kommentiert den Beschluss des bayerischen Kabinetts, in jeder staatlichen Behörde im Eingangsbereich ein Kreuz aufzuhängen: "Der neue Ministerpräsident schlägt gleich die richtigen Nägel ein und will eine 'Staatsreligion' wieder fest verankern, obwohl in der Verfassung (Art 142, 1) zu lesen ist, dass keine Staatskirche besteht. So ganz sicher ist er sich seiner Sache wohl nicht, denn er hat sich im Vorfeld rechtlich abgesichert und den 'neutralen' Eingangsbereich der Dienstgebäude für seine Kampagne gewählt, um den zu erwartenden Klagen den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Man darf auch gespannt sein auf den angekündigten christlichen Werteunterricht, der einmal mehr die überhebliche, intolerante Haltung des 'christlichen' Abendlandes beweist und die historischen Tatsachen und die aktuellen gesellschaftlichen Verhältnisse vollständig ignoriert.
Als Vertretung der Konfessionsfreien in Bayern warten auf den Bund für Geistesfreiheit mehr Aufgaben denn je, um den rechtspopulistischen christlichen Tendenzen etwas entgegenzusetzen."
Assunta Tammelleo, zweite Vorsitzende des bfg München, ergänzt: "Das ist eine Kampfansage an alle Demokraten, egal welcher Überzeugung und Weltanschauung. Wir fordern die bayerische Staatsregierung auf, den Beschluss zurückzunehmen. Ansonsten werden wir als Humanisten und Konfessionsfreie alle Mittel einsetzen, um das Anbringen von Kreuzen zu verhindern. Die Palette der Maßnahmen ist groß und reicht vom Boykott des Betretens öffentlicher Einrichtungen bis hin zum Rechtsweg durch alle Instanzen."
Kommentare (17)
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Da wollte einer wieder dem
Da wollte einer wieder dem "lieben Gott" einen Gefallen tun und im Eingangsbereich ein windiges Kreuz aufhängen. Nur, mit Sicherheit wird kein Gott irgend eine bayerische
Behörde betreten. Der besucht ja noch nicht einmal eine einzige Kirche! Sohnemann auch nicht und der Heilige Geist findet auch keinen Landeplatz in irgend einer Behörde. Da geht es zum Teil recht teuflisch zu, gelle?
Wenn ich helfen kann, bitte
Wenn ich helfen kann, bitte melden!
Am besten systemimmanenten
Am besten systemimmanenten Widerstand leisten: Das Kreuz in Staatsgebäuden ist natürlich voll gegen die in der Bibel festgeschriebene Trennung von Religion und Staat! Aus christlicher Sicht ist das sogar Gotteslästerung, was der Obrigkeitsstaat sich da anmasst! ;-)
>>Es sei kein religiöses
>>Es sei kein religiöses Symbol des Christentums, sondern ein "Bekenntnis zur Identität" und zur "kulturellen Prägung" Bayerns.<<
Kathpedia:
„Das Kreuz ist das heiligste Zeichen im Christentum“
Das müsste doch sowohl dem Bischof Schick als auch dem Bischof Bedford-Strohm geläufig sein. Letzterer bekam vor Begeisterung ganz glänzende Augen, als er die Aktion seines evangelischen Kumpels im BR lobte.
Wenn es für politische Zwecke missbraucht wird, nennt man das doch wohl Blasphemie; und die Verschärfung des Paragrafen 166 hat Söder noch auf dem Plan. Da wird er sich wohl selbst anzeigen müssen.
Das Kreuz, das er persönlich aufgehängt hat, ist aber weit von einem traditionellen katholischen bayerischen Kreuz entfernt, taugt also ganz und gar nicht als "Bekenntnis zur Identität" und zur "kulturellen Prägung" Bayerns. „richtige bayerische Kreuze“ gibts z.B. im ONLINE-Shop Vivat (ein Unternehmen der Kirche (na klar)); aber nur bis 263 Euro das Stück; man wird im Landeshaushalt ein wenig mehr, für künstlerisch wertvolle Einzelstücke, vorgesehen haben.
Oh, Hilfe!!! Ich arbeite in
Oh, Hilfe!!! Ich arbeite in einer münchner Behörde. Das geht so nicht für mich! Bei "Gegenaktionen" wär ich dabei.
Versödert.
Versödert.
Viel Erfolg dagegen, Assunta!
Hallo Michael Wladarsch! Ich
Hallo Michael Wladarsch! Ich glaube, Herr Söder irrt, wenn er den Eingang eines öffentlichen Gebäudes als "neutral" definiert! Wenn ein Pfaffe ein neues Amtsgebäde einweiht und segnet, dann schließt er von seinen heiligen Handlungen den Eingangsbereich nicht aus, sondern er segnet das ganze Gebäude. Außerdem sitzt bereits im Eingangsbereich ein verbeamteter Pförtner, der amtliche Auskunft erteilt.
Es sollte mal jemand versuchen, in diesem "neutralen" Eingangsbereich einer Behörde gegen eine behördliche Entscheidung öffentlich zu demonstrieren, dann wird er sehr schnell erkennen, wie "neutral dieser Bereich tatsächlich ist. Er (sie) wird sich sehr schnell von 2 ebenfalls beamteten Herren in Förster-
Uniform begleitet auf dem nächsten Polizeirevier wiederfinden!
Außerdem: was für ein elender Blödsinn !(typisch Söder!), wo beginnt, wo endet denn der "neutrale" Bereich? ist der Korridor zum zuständigen Amztszimmer auch noch neutral? Ist gar der Türdrücker des Amtszimmers auf der Korridorseite noch neutral, von innen jedoch freistaatlich?
Und nächster Punkt: betrachtet man die Realität, so sind nach Söders Rechtsauffassung die meisten bayerischen Amtsstuben ebenfalls "neutral", denn in vielen dieser Amtsstuben hängen seit 100 Jahren Kreuze an der Wand, und nicht einmal in den als neutral geltenden Gerichtsräumen denkt jemand daran, diese grausamen Folterinstrumente endlich zu entfernen!
Vielleicht hat Herr königlich-bayerischer Ministerpräsident gar keine "Rechts-Aufassung, sondern lediglich eine "rechte" Auffassung?
Ich darf in diesem Zusammenhang auf mein Gedicht "Es ist ein Kreuz mit dem Kreuz" in meinem Buch "Noch'n Krause hinweisen (Simplex-Verlag, ISBN- Nummer:978-3-86440-308-8 Das Buch liegt auch im hpd vor.
Letzte Anmerkung:
Bereits vor ein paar Wochen habe ich Herrn Söder in einem offenen Brief(hpd) empfohlen, seinen Glauben in seinem Haus, am Hausaltar /also ganz privat) mit beliebig vielen Kreuzen auszuleben.
Es ist für mich unvorstellbar, dass Herr Söder die täglichen Nachrichten im hpd nicht liest?!
Mit kreuzfreiem Gruß,
Kay Krause, Mitglied im BfG-Bayern
Kann man schöner zeigen, wie
Kann man schöner zeigen, wie da einer mit seiner Botschaft kläglich, wort- und folgenlos gescheitert ist?
Auch Atheisiten machen schließlich nur den Fehler sich etwas hinzuzudenken, dass es nie gab und geben kann - die Wiederbelebung einer Leiche.
Das angekündigte Gottesreich hängt am Kreuz und verflucht ist, wer am Kreuz hängt (steht jedenfalls so in der Bibel).
Das Symbol der Nicht-Wissens-Partei-Ideologen und ihrer Anhänger gehört jedenfalls nicht in den demokratischen Bereich des Staates!
also ich würde ja was anderes
also ich würde ja was anderes machen. ich würde das invers bekämpfen.
eine zeit lang würde ich abwarten wie sich das entwickelt, dann würde ich papier und blei zur hand nehmen und gehenden fusses die öffentlichen gebäude meiner stadtt kontrollieren ob denn dem gesetzt auch wirklich genüge getan wird.
falls nicht würde ich durch alle instanzen klagen, bis wirklich überall ein kreuz hängt: in jeden eingangs bereich eines bahnhofs, in jeder einfahrtsrampe eines parkhauses und an jeder trepp zu einem pissior.
und dann wolln wir dochmal sehn, obs nicht gespenster gibt in bonn.
Söder, du hast dir den Himmel
Söder, du hast dir den Himmel verdient. Nur schade, dass es ihn nicht gibt!
…Und dass sich die Probleme auf Erden damit verschärfen.
Willkommen im 21. Jahrhundert
Willkommen im 21. Jahrhundert. Wer irgendein Symbol,und erst recht eines der ärgsten Folterinstrumente der Menschheit, zur Bestätigung seiner Identität in der Öffentlichkeit herzeigen muss,hat ein arges Problem. Wer nichts weiß muss alles glauben.
Ziviler Widerstand gegen
Ziviler Widerstand gegen Kirchen und ihre Mafia (oder Lobby) ist angesagt: nicht nur, dass mit dem Religionendialog der Koran hoffähig wird, obwohl er immer noch nicht als historisches Buch einer anderer Zeit innerhalb der muslimischen Welt und auch nicht beim Zentralrats der Muslime in der BRD anerkannt ist und u.a. gegen Ungläubige hetzt. Im Tübinger Tagblatt vom 18.4.18, S. 2, wurde eine Karikatur von Klaus Stuttman veröffentlicht: der Teufel steht vorm Bischof und sagt "ich komme wegen Ihrer Stellenanzeige" - gemeint ist das Urteil, dass Kirchen nicht immer die Konfession fordern können z.B. in der Pflege (Caritas, Diakonie). Der Kommentar dazu "Jetzt ist alles möglich". So werden wir Konfessionsfreien diskriminiert. Die Karikatur ist lustig, aber eindeutig kulturchauvinistisch: unter Konfessionsfreien hat sich der Teufel persönlich versteckt....
Also es muss etwas geschehen. Keine weitere Gefährdung unserer Demokratie durch die Kirchen und ihr undemokratisches Dienstrecht (Söder)! Religion zulassen - ja, Religion privilegieren - nein. Diese Staatskirchenallüren müssen aufhören. Möglichst bald - ehe noch die Herzen unserer Jugend verdorben werden. Humanist. Grüsse, Karin Resnikschek, Tübingen
Das lässt sich alles ganz
Das lässt sich alles ganz einfach lösen. Beim nächsten Behördengang am Kreuz vorbeigehen, Kreuz abnehmen und vorsichtig in den nächstgelegenen Mülleimer legen.
An so eine Aktion hab ich
An so eine Aktion hab ich auch schon gedacht.
Vielleicht könnte man aber auch mal rumfragen, wer zu Hause ein Kreuz hat, das er gerade nicht braucht. Die gesammelten Kreuze musste man dann vor der Staatskanzlei abkippen. Das ganze natürlich nur, dass der Herr Söder genügend Kreuze für alle Ämter hat.
Ich gehe mit an Sicherheit
Ich gehe mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass Herr Söder weder seine Bibel noch den zugehörigen Kateschismus je gelesen hat.
Söder ist dringend auf die
Söder ist dringend auf die propagandistische Unterstützung der Kirchen bei der kommenden Landtagswahl angewiesen. Sie wird ihm gewährt werden - und hinterher ist er (bzw. seine politische Macht) von den Kirchen abhängig. Die Kirchen werden das auszunutzen wissen.
Bei einer Kundgebung oder
Bei einer Kundgebung oder ähnlichen Aktionen wäre ich dabei! In dem Fall bitte melden!