Kita wegen Salafismus geschlossen
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In Mainz wurde dem Betreiber einer Kita die Betriebserlaubnis entzogen. Dabei handelte es sich um die erste und einzige muslimische Kita in Rheinland-Pfalz. Der Vorwurf: Vermittlung von salafistischen Ideen.
Lale Akgün schreibt in ihrem Buch "Platz da! Hier kommen die aufgeklärten Muslime" (Alibri, 2018): "Die deutsche Politik hat zur Stärkung des politischen Islam beigetragen, indem sie konservative Muslime und Islamisten dazu ermuntert hat, sich in größeren Verbänden als 'Ansprechpartner' zu organisieren." Sie hat "in ganz erheblichen Maße dazu beigetragen, die Repräsentanten des konservativen Verbandsislams in Deutschland salonfähig zu machen …"
Aktuell zeigt sich, welche Gefahr dabei für die Demokratie entstehen kann ganz konkret am Beispiel der Al-Nur-Kita in Mainz. Hier musste das Landesjugendamt die Notbremse ziehen und die Kita zum 31. März 2019 schließen. Der Präsident des Landesamts für Soziales, Jugend und Versorgung (LSJV), Detlef Placzek, teilte laut Spiegel-Online mit, dass es starke Zweifel an der Zuverlässigkeit des Kita-Trägers gebe. Placzek sagte, dass der Kita-Träger, der Mainzer Moscheeverein Arab Nil Rhein, Inhalte der islamistischen Muslimbruderschaft und des Salafismus vertrete und damit nicht mehr auf dem Boden des Grundgesetzes stehen würde.
Das Landesjugendamt musste eingreifen, da der Träger nicht willens oder in der Lage sei, "die Voraussetzungen zu schaffen, um das Kindeswohl zu gewährleisten", heißt es dazu in der Süddeutschen Zeitung.
Der Moscheeverein ist bereits in das Visier des Verfassungsschutzes geraten: Zum Jahreswechsel 2012/2013 hat ein umstrittener Prediger, der als Salafist angesehen wird, in den Räumen des Vereins gesprochen.
Der Träger will gegen die Schließung der Kita Klage erheben. "Der Vorsitzende des Moscheevereins, Samy El Hagrasy, wies den Vorwurf extremistischer Bestrebungen zurück und kündigte Widerspruch gegen die Entscheidung sowie eine Klage vor dem Verwaltungsgericht an." (Spiegel-Online)
Wie Lale Akgün im oben genannten Buch ebenfalls erwähnt: Die Islamisten haben mit der Demokratie nichts am Hut; greifen aber gern auf demokratische Errungenschaften – wie eine faire Rechtsprechung – zurück, wenn sie ihnen nützt.
"Wie man es auch dreht und wendet, gemäß der fundamentalistischen Auslegung des Islams gibt es keine Trennung vom Religion und Politik", schreibt Lale Akgün. "… damit entfällt die Grundlage unseres Staats- und Demokratieverständnisses: die Bejahung der säkularen Demokratie."
Es bleibt zu hoffen, dass die Richter am Verwaltungsgericht das ebenso einschätzen und den Entzug der Betriebserlaubnis für die Al-Nur-Kita als rechtmäßig ansehen. Denn der Staat hat die Aufgabe, Kinder vor einer Indoktrination mit undemokratischen Lehren zu schützen.
Kommentare (16)
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Surprise, surprise!
Surprise, surprise! Eigentlich ist es schon fast witzig - Hände hoch wer damit NICHT gerechnet hat ;)
Die Zitate aus dem Buch v.
Die Zitate aus dem Buch v. Frau Lale Akgün gelten auch für das Christentum. Konsequent wäre also alle katholische und evangelische Kitas zu schließen, bzw. die Aufsicht zu entziehen. Dieses Thema wurde schon bei hpd mehrmal angesprochen.
Sorry, aber das ist wirklich
Sorry, aber das ist wirklich Unsinn! Weder die evangelischen noch die katholischen Kindertagesstätten vermitteln den Kindern systematisch menschenverachtendes, radikales oder antidemokratisches Gedankengut!!!
Lesen Sie die Bibel. Da gibt
Lesen Sie die Bibel. Da gibt's Menschenverachtung und antidemokratisches Gedankengut. Mag sein, dass der Kinder das nicht alles erzählt wird (ich hoffe), aber am Ende, nach der erfolgreichen Gehirnwäsche und Indoktrinierung, werden diese Kinder als Erwachsene nie mehr frei und kritisch denken können.
Das ist natürlich Unsinn.
Das ist natürlich Unsinn. Selbst nach "Gehirnwäsche" hat man immer noch sein Gehirn und seine Vernunft. Sicherlich ist es nicht leicht, sich von lang geprägten Denkmuster zu verabschieden. Aber es ist möglich. Sonst gäbe es keine Kirchenaustritte und Austeiger aus politisch-extremen Szenen.
Genau, Konrad Schiemert! Ich
Genau, Konrad Schiemert! Ich sehe keinen Unterschied zwischen den beiden Rejigions-Diktaturen!
Ein guter Anfang ...
Ein guter Anfang ...
Der Entzug der
Der Entzug der Betriebserlaubnis ist im Prinzip richtig - die Leidtragenden sind aber wohl wieder die Kinder bzw. deren Familien.
Warum nicht besser den Betreiber wechseln?
Mir fielen da auch gleich eine ganze Reihe weiterer Kitas ein.
Vorwurf: Vermittlung von katholizistischen Ideen.
"Die deutsche Politik hat zur
"Die deutsche Politik hat zur Stärkung des politischen Islam beigetragen, indem sie konservative Muslime und Islamisten dazu ermuntert hat, sich in größeren Verbänden als 'Ansprechpartner' zu organisieren."
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Das glaube ich nicht. Es wird wohl eher ein Aufruf an ALLE ... (von der Redaktion gelöscht) gewesen sein, zu denen nun mal auch "Konservative" und "Islamisten" gehören.
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"Aktuell zeigt sich, welche Gefahr dabei für die Demokratie entstehen kann"
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Von JEDEM Zusammenschluß Religiöser geht eine Gefahr für die Demokratie aus, denn alle Religionen kommen mit eigenen normativen Systemen daher, die strukturell und inhaltlich in Konflikt mit demokratisch legitimierter Normativität stehen.
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"Placzek sagte, dass der Kita-Träger, der Mainzer Moscheeverein Arab Nil Rhein, Inhalte der islamistischen Muslimbruderschaft und des Salafismus vertrete und damit nicht mehr auf dem Boden des Grundgesetzes stehen würde."
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Wie auch? Keine Religion stellt ihre Glaubensinhalte zur demokratischen Disposition (nach dem Motto: seid brave Demokraten und schert euch um die heiligen Schriften und das Gerede der Kleriker nur insoweit, als es euch keine juristischen Schwierigkeiten einbringt).
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"Die Islamisten haben mit der Demokratie nichts am Hut; greifen aber gern auf demokratische Errungenschaften – wie eine faire Rechtsprechung – zurück, wenn sie ihnen nützt."
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Sie kann ihnen ja nur nützen, weil religiöser Wahnsinn als "Menschenrecht" gilt und daher unter besonderem Schutz steht.
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"Wie man es auch dreht und wendet, gemäß der fundamentalistischen Auslegung des Islams gibt es keine Trennung vom Religion und Politik", schreibt Lale Akgün. "… damit entfällt die Grundlage unseres Staats- und Demokratieverständnisses: die Bejahung der säkularen Demokratie."
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KEINE Religion "bejaht die säkulare Demokratie" oder kennt eine Trennung zwischen sich und der Politik. Eine solche Trennung ist ohnehin unmöglich, wie die weltweit und auch hierzulande wiederholt zu beobachtende Einflußnahme religiöser Individuen und Gruppen auf die Gesetzgebung und teilweise sogar die Anwendung bestehender Gesetze zeigt.
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"Denn der Staat hat die Aufgabe, Kinder vor einer Indoktrination mit undemokratischen Lehren zu schützen."
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Offensichtlich NICHT, denn sonst gäbe es weder konfessionelle KiTas und Schulen, noch staatlich finanzierten Religionsunterricht.
Nicht etwas zu
Nicht etwas zu undifferenziert?
Allein im Maß der Toleranz gibt es entscheidende Unterschiede.
Der Fehler bei diesem
Der Fehler bei diesem Kommentar, dessen Grundgedanken ich in einigen Bereichen durchaus teile, liegt für mich darin, dass er alle Religionsgemeinschaften über einen Kamm schert. Sowohl in der katholischen als auch in der evangelischen Kirche gibt es extrem unterschiedliche Auslegungen und Interpretationen der religiösen Ideen. Viele Kirchen konzentrieren sich ausschließlich auf die religiösen Aufgaben und haben mit Politik überhaupt nichts im Sinn. Sie leben ausschließlich Barmherzigkeit und Mitmenschlichkeit. Ich bin zwar Atheist, habe aber auch sehr viele äußerst gute Erfahrungen mit kirchlichen Einrichtungen gemacht. Diese waren in sehr schwierigen Lebenssituationen oftmals die einzigen, die unkonventionell und wirksam geholfen oder Beistand geleistet haben. Während alle anderen einem das Leben noch zusätzlich schwer gemacht oder Steine in den Weg gelegt haben. Eine pauschale Verurteilung von Religionsgemeinschaften ist daher ebenso menschenverachtend wie das Verhalten, das viele Atheisten den Religionsgemeinschaften zu Recht vorwerfen. Manchmal sollte man sich zuerst auch an die eigene Nase fassen. NICHT JEDER ATHEIST IST AUCH GLEICHZEITIG EIN HUMANIST!
"NICHT JEDER ATHEIST IST AUCH
"NICHT JEDER ATHEIST IST AUCH GLEICHZEITIG EIN HUMANIST!"
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Stimmt. Ich z.B. bin Ethizist, bzw. Moralist (https://hpd.de/artikel/meint-ihr-denn-humanismus-teil-1-12860 - damals noch als Thomas ohne R.).
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"Der Fehler bei diesem Kommentar, dessen Grundgedanken ich in einigen Bereichen durchaus teile, liegt für mich darin, dass er alle Religionsgemeinschaften über einen Kamm schert."
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Das tut er allerdings, und zwar aus vielen guten Gründen! Die Religionen verdienen keinerlei Toleranz, weil sie die Trojanischen Pferde des Irrationalismus und als Todfeinde der Ethik die Wurzel so gut wie sämtlichen vermeidbaren Leides auf der Erde sind. Wenn man Menschen ausdrücklich gestattet, unkorrigierbar evidenzwidrig zu glauben und sich dementsprechend zu verhalten, muß man damit rechnen, daß sie es auch tun und Armenküchen eröffnen, Abtreibungsärzte ermorden, Kriegsflüchtlinge beherbergen oder mit Flugzeugen Wolkenkratzer zum Einsturz bringen. Da es schon logischerweise keinen rationalen Irrationalismus geben kann, ist es absurd zu erwarten, daß sich Menschen aus dem unendlich großen Pool falscher Überzeugungen nur solche herauspicken, die zu einem Verhalten führen, das man bei oberflächlicher Betrachtung mit Moralität verwechseln könnte. Daher gibt es nur eine Art des konsistenten und ethisch orientierten Umgangs mit dem Irrationalismus im Allgemeinen und den Religionen im Besonderen, nämlich die (gewaltfreie und bildungsgestützte) Arbeit an ihrer vollständigen Beseitigung.
Das Vorgehen der Islamisten -
Das Vorgehen der Islamisten - Missbrauch von Demokratie und Rechtsstaat zur Abschaffung desselben - ist vollständig identisch mit dem Vorgehen der Nationalsozialisten zum Ende der Weimarer Republik. Da bleibt nur zu hoffen, dass die Islamisten nicht genauso viel Erfolg haben werden, wie die Nazis es hatten.
Religion wird nunmal
Religion wird nunmal überwiegend durch Gehirnwäsche an den Heranwachsenden verbreitet, in Verbindung mit dem "seid fruchtbar und VERMEHRET euch!"
Entscheidend wird aber sein, ob die Öffentlichkeit endlich kapiert, dass es bei Religion einzig darum geht, die Menschen nach der Pfeife der Priester tanzen zu lassen.
In Bremen werden dreizehn
In Bremen werden dreizehn evangelikale Kindergärten aus Steuermitteln finanziert. Und der ex. Bürgermeister Scherf liest den Kleinen in einer dieser Missionierungseinrichtungen aus der Bibel vor. Wer dies ausblendet, sollte zu den islamischen Einrichtungen schweigen. Keinen Cent für Bibel und Koran Verkünder.
Sind dann alle islamisten
Sind dann alle islamisten TERRORISTEN ? Was wird aus dem Kind das sein Gehirn voll von HASS gegen alle anderen die keine islamisten sind? Die Antwort kennt jeder...