UK: Kirche zum heiligen Tequila
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"Ihr habt in zwei Wochen mehr Gutes getan als die katholische Kirche in 2000 Jahren", schreibt eine Anhängerin der Church of the Four Hundred Rabbits unter einen Facebook-Beitrag ihrer Kirche, der die Ankunft neuer liturgischer Gewänder in Form von T-Shirts mit Kaninchen-Aufdruck verkündet. Während die katholische Kirche neben ungewürzten Miniportionen Weißbrots nur Hauswein der Marke Jesusblut anbietet, gönnt Nottinghams Tequila-Kirche ihren Bunny Believern auch Hochprozentiges und eine reichliche Portion Kritik an den britischen Covid-Schutzmaßnahmen.
Ähnlich wie in Deutschland steht in vielen anderen Ländern das öffentliche Leben still. Nach Verordnungen zum Schutz vor Corona sind auch in England seit dem 2. Dezember 2020 Disco, Kneipe und Sportclub geschlossen, größere Veranstaltungen abgesagt. Ausnahmen gibt es, wie so oft, für Gottesdienste. Die Auflage in Gotteshäusern, den Kontakt zu Menschen außerhalb des eigenen Haushaltes zu meiden, dürfte schwer zu realisieren sein. Während einige religiöse Gemeinden aus Gründen der Vernunft freiwillig von Versammlungen in Kirchen, Moscheen und Synagogen absehen, nutzen andere die unsinnige Ausnahme für ihre Zwecke.
So zum Beispiel die 400 Rabbits-Tequila-Bar in Nottingham. Obwohl in einem Bereich mit der höchsten Stufe für Schutzmaßnahmen gelegen, möchte sie Getränke nicht nur als Beilage zu ordentlichen Mahlzeiten servieren können, sondern auch Kritik an den unverständlichen Ausnahmen in den Corona-Schutzmaßnahmen üben und die kritische Situation der Gastronomie-Betriebe beleuchten.
400 Rabbits hat sich die Ausnahmen für religiöse Gemeinschaften zunutze gemacht und sich The Church of the Four Hundred Rabbits (Kirche der 400 Kaninchen) genannt sowie Unterlagen zur Anerkennung bei der Gemeinde eingereicht. Gläubige können sich kostenlos registrieren, sich für zehn britische Pfund (etwas über elf Euro) zum Reverend of the Righteous Rabbits (Pfarrer der rechtschaffenen Kaninchen) weihen lassen und ein Shirt mit Kaninchen-Aufdruck erhalten. Die Einnahmen aus dem Shirt-Verkauf werden gespendet.

Kommentare (3)
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ob das die Kirchen haben
ob das die Kirchen haben kommen sehen wegen ihrer offenen Kirchen. nicht das nur die Mitglieder weglaufen, es gibt immer mehr Religionen (jeder macht seine eigene mit tollen heiligen Ideen), jeder kann Kirche und Pfarrer sein, Demonstrationen werden als Gottesdienst ausgewiesen. mal schauen wie das weitergeht
In Deutschland wird leider
In Deutschland wird leider weiterhin häufig jegliche auch konstruktive Kritik an Corona-Bekämpfungsmaßnahmen als "Coronaleugnung" und/oder gar Zusammenarbeit mit Nazis abgetan. Auch wenn es um solche Maßnahmen handelt, die milde gesagt unüberlegt oder schlichtweg absurd sind und gar keine Ansteckungen verhindern können, aber den Bürgern jetzt und vielleicht vor allem in der Zukunft die Lebensgrundlage entziehen. Umso krasser wirken in diesem Zusammenhang die Ausnahmen, die man den Kirchen gewährt - entweder spielwn hier die Politiker mit dem Leben und Tod, oder aber sind die Beschränkungen für die Wirtschaftsbetriebe wirklich nur pro Forma, damit sich die Politiker einer Empörungswelle in "sozialen" Medien zu entziehen. Ein Vertrauen auf die Gesetzestreue und gesundes Urteilsvermögen eines Bundesministers Spahn oder eines Ministerpräsidenten Söder muss zudem nach diversen Erfahrungen mit diesen Personen in der Vergangenheit wirklich schwerfallen.
"... häufig jegliche auch
"... häufig jegliche auch konstruktive Kritik an Corona-Bekämpfungsmaßnahmen als "Coronaleugnung" und/oder gar Zusammenarbeit mit Nazis abgetan" - wie wahr, fast schon aberwitzig. Man könnte drüber lachen, wenn es nicht so abgrundtief traurig wäre.
Die erfolgreichsten Politiker spielen übrigens gekonnt auf der Klaviatur der Tränendrüsendrückerei, indem sie vorgeben, die Gesundheit der Bevölkerung (und nicht etwa ihre eigene Machtgeilheit) stünde im Vordergrund. Ein besorgter Dackelblick gehört unbedingt dazu; Hubertus Heyl (oder Heil?) beherrscht den besonders gut - ich falle manchmal immer noch drauf rein...