Kommentar

Trump, die Pussy

Karnevalswagen von Jacques Tilly 2025

Ja, Trump als Pussy zu bezeichnen ist ordinär und vulgär. Ein solche Sprache gehört sich grundsätzlich nicht. Doch in diesem Fall soll eine Sprache gewählt werden, die Trump versteht. Das, was hier zu lesen ist, soll kein weiteres Trump-Bashing sein. Sondern ist der ernst gemeinte Versuch, einen Mann zu verstehen, in den oftmals eine zu große Komplexität seines Denkens und Handelns hineininterpretiert wird. Und welche Folgen sich aus diesem Verständnis ergeben.

Ich möchte an dieser Stelle nicht interpretieren, sondern hart an den Beobachtungen bleiben von dem, was Donald Trump sagt und tut. Und diese Beobachtungen führen zu dem ganz klaren Befund, dass Trump eine feige und verweichlichte, wenn auch gefährliche Person ist – eben eine Pussy in der abwertenden Sprache, die er selbst gerne benutzt. Trump ist kein Dealmaker, wie ihm bei aller Kritik mit dem Rest an möglichem Wohlwollen bescheinigt wird, das sein offensichtliches Unvermögen übrig lässt.

Und gleich zu Anfang wage ich eine Prognose. Sein Verhalten und seine Wirkung wird schon bald verpuffen und von niemandem mehr ernst genommen werden. Und das und gerade weil sein Verhalten und seine Entscheidungen sehr wohl ernste Folgen haben.

Was ist an Trumps Verhalten, seinen Reden und seinen Entscheidungen zu beobachten?

Im Grunde eine erstaunliche Übereinstimmung mit dem einen ungeliebten Typen, wie wir ihn alle aus der Schule, dem Alltag oder der Arbeit kennen. Diese Typen schneiden groß auf. Sie sind impulsiv. Sie lassen nichts Gutes an anderen Menschen. Sie verdammen absolut und loben überschwänglich. Dazwischen gibt es wenig bis nichts.

Wer verdammt wurde, wird schnell gelobt, wenn er sich der narzisstischen Person unterstellt. Wer aber gelobt wird, kann sicher sein, dass er früher oder später in Ungnade fällt, wenn sein Stern den eigenen Glanz zu überstrahlen droht. Faktenfreiheit und Rachsucht gehören zu seinem Markenkern. Drohungen sind sein bevorzugtes Handwerkszeug.

Sein ethisches Niveau bewegt sich auf der Stufe von Strafe und Belohnung. Mit Lawrence Kohlberg gesprochen meist auf einer präkonventionellen Stufe der Moralentwicklung. Es lohnt sich, Kohlbergs Modell auf Trump anzuwenden, um zu verstehen, was von ihm zu erwarten ist und wie man ihn zu nehmen hat.

Deals werden von Menschen dieses Schlags nicht als ein Handel zum Ausgleich von Interessen angesehen, sondern als Durchsetzung der eigenen Interessen zu Lasten anderer. Bevorzugtes Mittel ist es, im ersten Schritt haltlose und übertriebene Forderungen zu stellen, um sich dann herunterhandeln zu lassen. In der Verkaufspsychologie nennt man das "Ankersetzung".

So verlangt ein Immobilienverkäufer – Vorsicht, unmissverständliche Bezugnahme auf Trump – zunächst einen vollkommen überzogenen Verkaufspreis, um sich dem Niveau des eigentlich beabsichtigten Verkaufspreises in der Verhandlung zu nähern. Und wenn es sehr gut läuft, akzeptiert der geschockte Käufer sogar einen überhöhten Preis.

Will der Immobilienhändler umgekehrt eine Immobilie kaufen, so bietet er zunächst einen vollkommen unangemessenen Kaufpreis und nähert sich von dort einem Preis zu seinen Gunsten.

Selbstverständlich agieren nicht alle Immobilienhändler so unverfroren. Aber einige eben schon und man erkennt darin Trump, wie er "Politik" macht.

Was die meisten aufgeklärten Menschen überrascht und erschreckt hat, ist das Faktum, dass es so ein Mensch in eine solch verantwortungsvolle Position wie die des amerikanischen Präsidenten geschafft hat.

Typen gleichen Schlags, die wir aus unserer eigenen kleinen Alltagswelt kennen, gehen wir eher aus dem Weg. Bei dem Gedanken, dass ein solcher Mensch an Macht und Einfluss gelangen könnte, schaudert es uns. Und doch müssen wir genau das immer wieder erleben. Im Kleinen kann das der sture Vermieter sein, der bornierte Chef oder der halsstarrige Miteigentümer in einer Immobilienbesitzer-Versammlung, und im ganz großen eben jetzt ein Trump als Präsident.

So gesehen ist mit Donald Trump für vernünftige Menschen etwas unvorstellbares geschehen – ein für ein solches Amt vollkommen ungeeigneter Charakter ist Präsident geworden. In seinem erratischen Verhalten und seinen Entscheidungen sucht man aus alter Gewohnheit nach einer Strategie. Zu finden ist aber nur das Verhalten eines in maßloser Selbstüberschätzung gefangenen Geistes. Der Dunning-Kruger-Effekt lässt sich hier wie unter einem Brennglas beobachten.

Aber ist er nicht wenigstens ein "Harter Hund"?

Das Gegenteil ist der Fall. Während vorangegangene Präsidenten Prinzipien hatten, für die sie eingestanden und für die sie Risiken eingegangen sind, sucht sich Trump immer nur den Weg des geringsten Widerstandes. Je kleiner der "Gegner", umso heftiger wird auf ihn eingeschlagen. Bei Widerstand fällt er schnell um.

Und dort, wo ein entschlossenes und mutiges Eingreifen auf Seiten eines brutal überfallenen, nach Freiheit strebenden Landes selbstverständlich sein sollte, wird mit dem mächtigen Aggressor paktiert und dem Opfer die Schuld an seinem eigenen Schicksal zugewiesen und so die eigene Feigheit gerechtfertigt.

Einige ganz konkrete Entscheidungen und Verhaltensweisen von Donald Trump sollen die hier ausgeführte Sicht auf ihn belegen.

Das Versprechen, den Ukraine-Krieg binnen 24 Stunden zu beenden:

Nachdem die Selbsttäuschung an Putins unveränderten Kriegszielen zerschellt ist, bleibt nur der Rettungsversuch für das Versprechen nach schneller Beendigung des Krieges durch eine Täter-Opfer Umkehr unter Zuhilfenahme der kognitiven Dissonanz. Maximaler Druck auf den schwächeren Beteiligten des Krieges soll diesen zur Aufgabe zwingen, was dann nicht als Niederlage der freien Welt verkauft würde, sondern als Friedensgroßtat. Dies unter Verkennung und Leugnung aller negativen faktischen Folgen für die Ukraine, Europa und die Werte der freien Welt.

Die Zollpolitik:

Mal hü und dann wieder hott. Mehr durchdachte Strategie steckt da nicht dahinter. Es gibt Handelspartner, die sich mit Gegenzöllen wehren können. Da wird dann wieder zurückgerudert, aber sobald es erneut vorteilhaft erscheint, mit Zöllen etwas zu erzwingen, werden sie wieder hervorgeholt. So geht es zum Schaden aller hin und her.

Gaza übernehmen:

Das ist das Denken eines Immobilienhais, der irgendwie die alten Mieter schon rausbringen wird, um sich dann zu bereichern. Nur werden sich die "Mieter" hier wehren. Von dem "Plan" wird bald nichts mehr zu hören sein. Spätestens wenn die ersten US-Soldaten durch eine Sprengfalle ihr Leben in Gaza verlieren, verliert er das Interesse an der "Problem-Immobilie".

Grönland:

Prinzip: Erstmal eine Maximalforderung raushauen. Dann schauen, ob nicht ein paar Stützpunkte oder langfristige Pachtverträge hängenbleiben. Die dann als wahnsinnigen Erfolg und Beweis der eigenen Grandiosität aufbauschen. Das ist Trumps Grönland"politik".

Rachsucht:

Die Liste der Namen derer ist lang, die er, jetzt wieder an der Macht, aus ihren Ämtern drängen oder sogar strafrechtlich verfolgen will. Ein beispielloses Vorgehen für eine rechtsstaatliche Demokratie.

Drohungen:

Kaum ein Tag, an dem der amtierende US-Präsident nicht irgendwelche Drohungen ausspricht. Wirklich viel hat er davon bis jetzt nicht wahr gemacht. Wenn, dann nur gegen diejenigen, die in einer Position sind, in der sie sich nicht wehren können.

Die Liste könnte fortgesetzt werden.

Don't Feed The Troll

Irgendwann wird es ihm ergehen, wie dem nervigen Troll aus der eigenen Alltagsumgebung. Man wird sich auf das Rezept "Don't Feed The Troll" besinnen und ihn einfach nicht mehr ernst nehmen und ihn links liegen lassen. Ja, er wird dennoch weiter Schaden anrichten. Doch am meisten werden die USA selbst von seiner Politik geschädigt. Diktatoren wie Putin lachen ihn eh heimlich aus. Dessen bin ich sicher.

Die Strategie der freien Welt kann nur sein, ihn in seinem Toben weitgehend zu ignorieren und zu versuchen, die Probleme, die es auf der Welt gibt, ohne ihn zu lösen. Ja, das ist verdammt schwer. Doch mit Trump ist es unmöglich.

Trump auszusitzen wird eine schmerzliche Zeit sein. Aber irgendwann stellen die Trolle ihr Tun ein, wenn sie keine Beachtung mehr erfahren. Dann bleibt nur zu hoffen, dass dem einen Troll nicht der nächste Troll folgt. Was das betrifft, habe ich aber noch immer Vertrauen in die Selbstheilungskräfte der ältesten Demokratie der Welt.

Im schlimmsten Fall aber hat Montesquieu wieder Recht, wie er 1748 geschrieben hatte: “Nach allem Gesagten müsste offenbar die menschliche Natur unaufhörlich gegen die despotische Regierung aufbegehren. Und dennoch schmachtet die Mehrzahl der Völker unter ihr, trotz der Freiheitsliebe der Menschen und trotz ihres Hasses auf die Gewalt." Das ist nicht schwer zu verstehen. Bei Bildung einer maßvollen Regierung müssen die Einzelbefugnisse zum Zusammenwirken gebracht, reguliert, gedämpft und zum Handeln veranlasst werden. Die eine muss sozusagen Ballast aufnehmen, damit sie einer anderen das Gegengewicht zu halten vermag. Ein solches Meisterwerk der Gesetzgebung bringt der Zufall selten zustande, und die kluge Umsicht lässt man es selten herstellen.

Im Gegenzug dazu fällt eine despotische Regierung, sozusagen, gleich ins Auge, so gleichförmig ist sie überall. Dafür sind alle Leute gut genug, denn zu ihrem Aufbau sind nichts als Leidenschaften nötig."

Ich hoffe, dass Trump nicht mehr kaputt macht, als man wieder reparieren kann. Man muss in Sorge sein.

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Kommentare (11)

malte (nicht überprüft)

Mo. 17 Mär 2025 - 13:34

"Sein Verhalten und seine Wirkung wird schon bald verpuffen und von niemandem mehr ernst genommen werden."

Das finde ich eine seltsame Einschätzung angesichts der Tatsache, dass wir bereits die zweite Amtszeit Trumps erleben müssen. Verpufft ist da in mittlerweile mehr als 8 Jahren nicht viel.

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Mo. 17 Mär 2025 - 13:44

Eine absolut zutreffende Beurteilung von D.T. genau so ist er und seine Speichellecker
benutzen ihn für ihre eigenen Interessen, was er natürlich nicht bemerkt in seiner krankhaften Eitelkeit, das dumme daran ist nur daß Putin Trump längst durchschaut hat
und mit diesem sein Spiel spielen kann zu Lasten der überfallenen Gebiete in der Ukraine.
Trump merkt nicht einmal wie er Putin hilft weitere Länder im Osten zu Annektieren, mit dessen Dummheit und Eitelkeit hat er dabei leichtes Spiel, Trump ist kein Politiker, sondern ein Scharlatan und Blender, dies ist natürlich äusserst gefährlich für den Weltfrieden und wie man sieht werden die Brandherde weltweit immer mehr.

Stefan Dewald (nicht überprüft)

Di. 18 Mär 2025 - 11:08

Eigentlich sollte es dazu beitragen, dass die Mitgliedsstaaten der EU und auch die anderen europäischen Länder zusammenrücken. Aber das ist vor 8 Jahren auch schon nicht passiert. Aber da ich ja keine Erwartungen mehr habe, werde ich auch nicht mehr enttäuscht.

Rudolf Witzke (nicht überprüft)

Mi. 19 Mär 2025 - 08:34

Antwort auf von Stefan Dewald (nicht überprüft)

Sicher sind viele Charaktereigenschaften von Trump in dem Artikel richtig beschrieben. Nur halte ich es leider für eine Illusion, in den USA nur ein Trump-Phänomen sehen zu wollen, das mit Trump wieder verschwindet. Die extreme Entwicklung dort hatte einen langen Vorlauf und baut auf eine breite Basis. Und mit J. D. Vance ist ein wahrscheinlicher Nachfolger im Spiel, der jung, eloquent und ziemlich intelligent ist. Auch wenn Trump durch erratisches und dummes Verhalten so viel Chaos anrichten könnte, dass die Folgen für die Wirtschaft die Amerikaner erst mal gegen die Republikaner aufbringen, wird diese Richtung der Politik weiter sehr stark bleiben. Um ihre Wirksamkeit zu verstehen, sollte man auch das Versagen der etablierten Politik ins Auge fassen, adäquat auf wachsende soziale Probleme zu reagieren. Und dass das hervorstechendste Merkmal der letzten US-Wahlen eine zunehmende Polarisierung entsprechend der Bildung und politischem Interesse war. Und dass Trump der ideale Repräsentant einer Realitätsverleugnung ist (menschengemachten Klimawandel gibt es nicht), die Wirtschaftsinteressen großer Konzerne mit einem von einer glitzernden Konsumwelt geprägten Wunschdenken der breiten Bevölkerung verbindet.

Bernie (nicht überprüft)

Di. 18 Mär 2025 - 11:36

Bei aller Abneigung gegen Trump, die Angriffe gegen ihn ähneln immer mehr dem bösen "Teufel" Putin - Laut "Welt" ist Trump schuld am Niedergang des deutschen Winzers - Aha? Nicht "Putin"? Egal, die Ausreden werden immer blöder statt zu ermitteln woran es wirklich liegt - die Menschen in Deutschland trinken einfach weniger Alkohol (die Werbestrategie, dass sogar nur winzige Menschen Alkohol, als auch "in Maßen, gesundheitsschädlich sein soll schlägt voll durch). Und was die Angriffe aus Trumps "Beruf" als "Immobilienmakler" angeht, da empfehle ich wiederholt sich mal mit amerikanischer Arbeitsmarktkultur zu befassen - denn ganz im Gegensatz dazu, dass wir meinen "alle Welt muss nach deutschem Wesen genesen" ist die USA ein komplett unabhängiges, anderes Land, dass nicht von Deutschland abhängig ist - das muss bei aller Antipathie zu Trump auch mal gesagt werden dürfen. Beispiel gefällig? Der Beruf "Notar" ist in den USA kein Beruf - kein Witz, aber eben wie schon gesagt wir sollten lernen nicht alles nach "deutschem Wesen" zu beurteilen - fängt ja schon an der eigenen Landesgrenze an. Andere Länder sind eben eines, andere Länder, und wer nur US-Filme und US-Serien sieht, und sich ansonsten nicht mit der US-Alltagskultur befaßt der denkt eben die USA sind wie Deutschland. Nein, ich erwähne es noch einmal - die USA sind ein komplett anderes Land, ebenso wie Frankreich oder die Schweiz - oder sogar das nächste deutsche Bundesland.

Gruß
Bernie

Karl-Heinz Büchner (nicht überprüft)

Mi. 19 Mär 2025 - 11:14

Antwort auf von Bernie (nicht überprüft)

Lieber Bernie,
"Der Beruf "Notar" ist in den USA kein Beruf - kein Witz, aber eben wie schon gesagt wir sollten lernen nicht alles nach "deutschem Wesen" zu beurteilen."
Jetzt musst Du ganz stark sein: Notar ist auch in Deutschland oder der EU kein "Beruf". Das ist eine Zusatzausbidung nach abgeschlossenem Jurastudium (2. Staatsexamen, wohlgemerkt). In den USA muss man zwar nicht einmal Jurist sein, um Beglaubigungen o.ä. auszustellen, aber irgendwer hat "die persönliche Zuverlässigkeit" festgestellt und die Tätigkeit als "Notary public" genehmigt. Konsquenz daraus ist, dass nicht alle Beglaubigungen dieser Art weltweit anerkannt werden.
Wenn Du meinst, andere seien der Ansicht, dass "alle Welt ...nach deutschem Wesen genesen" muss, dann hältst Du eine Ansicht aus Kaiser Wilhelms Zeiten für eine aktuelle Auffassung und Du solltest mal überprüfen, ob sich die Welt seit über 100 Jahren nicht weitergedreht hat und ob solche Gemeinplätze dadurch aktueller werden, wenn man sie ständig wiederholt.

Bernie (nicht überprüft)

So. 23 Mär 2025 - 09:59

Antwort auf von Karl-Heinz Büchner (nicht überprüft)

Lieber Karl-Heinz Büchner, danke für die Aufklärung über die deutsche Notarausbildung, aber die US-Amerikanerin die dies in ihrem Vlog mitteilte meinte, dass keinerlei Ausbildung vonnöten ist, um in den USA Notar zu werden - sie schrieben es ja bereits, und die Frau die dies in ihrem Vlog mitteilte war, im Unterschied zu Ihnen, US-Bürgerin. Mag ja alles so sein, wie sie schreiben, aber sie bezog sich auf sogenannte inneramerikanische Verhältnisse und nicht nicht auf "die weltweite Situation" die Sie meinen.

Was meine Ansicht nicht ist, und was ich kritisch sehe ist, dass alle Welt nach deutscher Pfeiffe tanzen soll, das meinte ich mit "...alle Welt...nach deutschem Wesen genesen..." soll - ergo nicht meine Ansicht sondern die Ansicht unserer selbst ernannten "Eliten" in Wirtschaft, Medien und Politik. Und nein nicht ich halte eine Ansicht aus Kaiser Wilhelms Zeiten für eine aktuelle Auffassung, und sollte mal überprüfen, ob die Welt sich seit über 100 Jahren weitergedreht hat, und ob solche aktueller werden, wenn man sie ständig wiederholt um Sie zu zitieren, dass können Sie getrost den deutschen PolitikerInnen in Berlin, oder sonst wo unterstellen. Ich weis ja nicht wo sie die letzten 3 Jahre der Ampel-Regierung verbracht haben, oder ob Ihnen unsere "Spitzendiplomation" Annalena Baerbock ein Begriff ist, aber gerade die ist mit ihren Ansichten vor über 100 Jahren stehen geblieben, oder in der Zeit als ihr NS-Großvater gegen die Russen gekämpft hat. Und Pistorius? Und andere Kriegstreiber? Der designierte Kanzler Merz und seine "C"DU allen voran? Die sind doch auch zu Kaiser Wilhelms Zeiten stehen geblieben, als es schon vor über 100 Jahren gegen Russland und gegen China ging.

Nichts für ungut, aber schauen Sie sich lieber mal besser um statt andere als "Ewiggestrig" zu bezeichnen, die die Situation in dieser kriegsbesoffenen Republik anders sehen - die wahren Ewiggestrigen sind meiner Ansicht nach diejenigen die in Zeiten der Atombombe vom Krieg gegen Russland, und China, schwärmen und entsprechende Kriegspropaganda verbreiten, die mich eben an Zeiten erinnert als es noch hieß "am deutschen Wesen soll die Welt genesen", und sorry, auch wenn niemand es ausspricht, allein die neue deutsche Großmannssucht spricht doch Bände.....wie oben erwähnt, da sehe ich die wahren Ewiggestrigen sitzen.....die vor über 100 Jahren stehen geblieben sind in ihrer Russophobie....und den typisch deutschen Großmachtallüren längst vergangener Epochen.

Nichts für ungut, aber meine Meinung, wie schon erwähnt....

Gruß
Bernie

@Bernie:
> (die Werbestrategie, dass sogar nur winzige Menschen Alkohol, als auch "in Maßen, gesundheitsschädlich sein soll schlägt voll durch)

Hier muss ich doch ein Bisschen schmunzeln. Für wen oder was ist das denn eine "Werbestrategie"? Ich würde empfehlen, den Aluhut ab und zu mal abzusetzen.

Und was die winzigen - Du meinst wahrscheinlich "Mengen" - Alkohol angeht: Die kann ein Mensch wohl meistens verschmerzen. Aber dass der Konsum eines Nervengiftes "in Maßen" irgendwie der Gesundeit förderlich sein soll, lässt sich daraus eher nicht ableiten. Und das ist eben ein veralteter Wunschglaube, der viel mehr im Verdacht stehen sollte, von irgendwelchen "Werbestrategien" beeinflusst worden zu sein. ;o)

Bernie (nicht überprüft)

So. 23 Mär 2025 - 12:49

Antwort auf von René (nicht überprüft)

Liebe(r) Renè, gut, dass ich Sie zum Schmunzeln gebracht habe, aber als Leser des, auch aufklärerischen Geistern, sehr bekannten Wissenschaftsjournalisten, ist mir eben bewußt, dass es kein Feld gibt wo, sagen wir es mal so, mit Wahrheit gespielt wird - um nicht Lügen zu sagen - wie in der Ernährungsindustrie. Da zählt auch der Alkohol dazu. Die einen sagen so, und die anderen sagen so, und als Sohn eines Weinbauern nervt mich eben die "Werbestrategie", oder auch Kampagne, gegen jede Form des Genußes - Alkohol ist ja auch ein Genußmittel, dass wissen Sie ja auch. Die Winzer haben es schon so schwer, und da hilft auch nicht wenn Journalisten landauf und landab, den Weingenuß den Mitmenschen madig machen wollen. Ich halte es da mit einem preußischen König, der einmal gesagt haben soll - ein bis heute zeitloser Spruch "Es soll jeder nach seiner Facon glücklich werden" (Zitat: Friedrich der Große). Ja, Alkohol mag auch gesundheitsschädlich sein, in Übermaßen, aber was derzeit gepredigt wird, dass erinnert doch stark an die predigten genußverachtender Calvinisten des protestantischen Glaubens - "nicht auf Erden sollt ihr glücklich werden, dass "Paradies" bleibt dem Vorbehalten - nein danke, da bleibe ich als Agnostiker doch lieber bei dem "auf Erden glücklich bleiben".....

Sarkastische Grüße
Bernie

Karl-Heinz Büchner (nicht überprüft)

Di. 18 Mär 2025 - 17:55

Liebe Foristen,
ich fürchte, wir sehen DT ausschließlich aus der eurozentristischen Sicht und verstehen deshalb nicht, wieso die Mehrheit der amerkanischen Wähler diesen Mann gewählt hat.
Dabei ist es keineswegs so, dass man sich über Trumps charakterliche Eigenschaften im Unklaren ist, im Gegenteil: Alle wissen, er ist ein rassistischer, misogyner Egoist und Lügner aber genau das schätzen seine Wähler an ihm, weil sie ihn für einen der ihren halten: sie kennen ihn, er ist in weiten Teilen berechenbar und sie schreiben ihm Wirtschaftskompetenz zu - vielleicht die einzige Fehleinschätzung der Wähler. Er hat versprochen, den Ukrainekrieg zu beenden - notfalls auch auf Kosten der Ukraine, was seiner Wählerschaft herzlich egal ist. Er hat versprochen, die illegale Migration zu beenden, was er zwar nicht schafft, was seiner Wählerschaft aber ebenso herzlich egal ist, solange er die Schuld dafür auf die Demokraten schieben kann. Er hat versprochen, Jobs durch Zölle zu schaffen und die Preise/Lebenshaltungskosten zu senken. Da muss er bis zum Herbst liefern.
Über Kamala Harris hingegen wusste niemand etwas, sie war eine Frau, schwarz und gehört zur Elite. Das mögen die Weißen nicht, die Schwarzen nicht und die Hispanos ebenfalls nicht. Außerdem haben die Demokraten zugelassen, dass man ihre Leistungen als Vizepräsidentin mit denen eines Präsidenten vergleicht - grotesk angesichts der Möglichkeiten eines Präsidenten und einer Vizepräsidentin.
Alles was den amerikanischen Wähler interessiert, sind Preise, Jobs und Migration. Wenn er da bis zum Herbst nicht liefern kann, könnte sich das Blatt wenden - spätestens bei den Midterm-Elections im nächsten Herbst.
Schauen wir mal, was bis dahin aus den demokratischen Institutionen und der Justiz der USA geworden ist.

Bernie (nicht überprüft)

So. 23 Mär 2025 - 10:01

Antwort auf von Karl-Heinz Büchner (nicht überprüft)

Ja, dann hoffen Sie mal schön weiter - Trump wird wohl bleiben, und seine Republikaner auch, die Demokraten haben es nämlich beim US-Wähler - allein schon wegen ihrer Wokeness und Genderei - auf etliche Jahre sprichwörtlich "verschissen" - und nein bin kein Freund von Trump seh die Sache nur realistisch.

Gruß
Bernie

Dirk Winkler

Der Autor ist von Beruf Bankbetriebswirt. Daneben ist er Gründungsmitglied und langjähriger Vorstand der Säkularen Humanisten – gbs Rhein-Neckar sowie Vorstand des Evolutionswegvereins, der die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Evolution fördert und deutschlandweit bei der Ausweisung neuer Evolutionspfade behilflich ist.

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