Kommentar

Diakonie blieb diesmal außen vor

WEIMAR. (hpd/fgw) Im Landkreis Weimarer Land ist heuer Ungeheuerliches geschehen. Die Trägerschaft für die Erziehungsberatungsstelle war neu zu vergeben. Und die Diakonie kam hier nicht zum Zuge. Das lässt aufmerken, zumal die CDU im Kreistag die stärkste Fraktion stellt und einer der bekanntesten Parteichristen des Landes Vorsitzender des zuständigen Sozialausschusses ist.

Geldwäsche in Bayern

MÜNCHEN. (hpd) Der Bayerische Landtag hat vor ein paar Tagen eine Gesetzesänderung über die Bezüge der Bischöfe und weiterer Geistlicher verabschiedet, da es dem Gedanken der organisatorisch-institutionellen Trennung von Kirche und Staat besser entsprechen würde, wenn die Kirche ihre hohen Geistlichen selbst besoldet. Dahinter steht Geldwäsche und der Versuch der Volksverdummung.

Gott hat hohe Nebenkosten, die andere zahlen

TV. (hpd) "Gott hat hohe Nebenkosten. Wer wirklich für die Kirchen zahlt", eine Sendung der ARD am 26. November 2012. Nun ja, das Verhältnis von Kirche und Geld ist eine unendliche Geschichte, die eher ein Ärgernis ist. Warum sich also damit befassen? Dazu kann und wird man gewiss unterschiedlicher Meinung sein. Aber der Bericht macht etwas deutlich, dass nicht übersehen werden sollte.

Hightech und Holzmasten

USA. (hpd) Obama hat gewonnen, Mitt Romney ist der Verlierer der Wahl zum US-Präsidenten 2012. Das ist die gute Nachricht für die Vereinigten Staaten von Amerika. Die Lösung der Probleme für das Land der unbegrenzten Probleme ist das aber noch lange nicht.

Schlechtes Karma

TIBET. (hpd) Erneut hat sich ein Anhänger des Dalai Lama selbst verbrannt. Die Zahl der Tibeter, die sich seit 2009 auf diese Weise getötet haben - angeblich als Protest gegen die chinesische Besetzung Tibets -, liegt inzwischen bei über fünfzig.

Religionsgeschichte und Beschneidungsdebatte

(hpd) Der Fehler, den viele Juristen, Politiker und Journalisten machen, wenn sie sich an die Beurteilung eines Phänomens innerhalb einer Religion machen, besteht darin, dass sie diese Religion als Festes und Ganzes, als stabile Einheit sehen, aus der kein einziges Element herausgerissen werden dürfe, ohne das Ganze zu zerstören.

Sing, mei Sachse sing!

KÖLN. (hpd) Zum „Tag der Deutschen Einheit“ verteilte sich unisono eine Pressemeldung der dpa, dass „Sächsisch“ nach einer Umfrage der „unbeliebteste Dialekt“ in Deutschland sei. Das kann und sollte man so nicht stehen lassen. Das meint zumindest ein Hanseat.

Plädoyer für einen rationalen Diskurs

OBERWESEL. (hpd/gbs) Der Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs), Michael Schmidt-Salomon erläutert, warum es unredlich ist, die gbs-Kinderrechtskampagne durch angeblich antisemitische Äußerungen Giordano Brunos zu verunglimpfen. Ein beängstigendes Zeichen intellektueller Unredlichkeit.

Die Erosion des religiösen Diskurses

ERLANGEN. (hpd) Die Hugenottenkirche in Erlangen hat zur Podiumsdiskussion geladen. Thema: Das Kölner Beschneidungsurteil und seine Folgen. Für den Gastgeber, Pfarrer Johannes Mann, ist es ganz klar: Die Juden und Muslime haben ein Recht darauf, ihre Kinder aus religiösen Gründen zu beschneiden. Der Pfarrer versteht diese Parteinahme wohl als gelebte Ökumene: Christen, Juden und Muslime Hand in Hand gegen die Bedrohung durch einen aggressiven Säkularismus.