Armin Pfahl-Traughber

Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber, Jg. 1963, ist hauptamtlich Lehrender an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung mit den Schwerpunkten "Politischer Extremismus" und "Politische Ideengeschichte". Außerdem gibt er seit 2008 ebendort das "Jahrbuch für Extremismus- und Terrorismusforschung" heraus.

Artikel des Autoren

Der "schwarze Block" bei einer Demo in Hamburg

Extremismus – was ist das überhaupt?

Angesichts der AfD wird wieder über Extremismus gesprochen, Linke und Protestbewegte wollen mitunter aber nichts mit dem Terminus zu tun haben. Doch was ist damit überhaupt gemeint und warum ist das wichtig? Dies thematsiert der Extremismusforscher und hpd-Autor Armin Pfahl-Traughber aus politikwissenschaftlicher Sicht.

Antisemitismus im 21. Jahrhundert

Die beiden Sozialwissenschaftler Marc Grimm und Bodo Kahmann veröffentlichen in ihrem Sammelband "Antisemitismus im 21. Jahrhundert. Virulenz einer alten Feindschaft in Zeiten von Islamismus und Terror" 18 Aufsätze zum Thema. Die von guten Kennern der Materie geschriebenen Beiträge konzentrieren sich auf theoretische Fragen, den islamischen Antisemitismus, Judenfeindlichkeit in der öffentlichen Kommunikation, aber auch in politischen Bewegungen.

Politischer Extremismus in einer Überblicksdarstellung

Tom Mannewitz, Hermann Ruch, Tom Thieme und Thorsten Winkelmann präsentieren in ihrem Buch "Was ist politischer Extremismus? Grundlagen, Erscheinungsformen, Interventionsansätze" eine einführende Überblicksdarstellung zum Thema. Das Buch beeindruckt durch die klare Strukturierung und Systematik, manche Einschätzungen kann man kontrovers diskutieren – aber gerade das macht das Werk spannend.

Kommunikation über den "neuen Antisemitismus"

Die Historikerin Deborah Lipstadt präsentiert in ihrem Buch "Der neue Antisemitismus" eine fiktive Kommunikation über unterschiedliche Aspekte der gegenwärtigen Judenfeindschaft. Dabei finden sich auch viele Anregungen und Einzelinformationen, die sowohl für Einsteiger wie Kenner interessant sind, auch zum Antisemitismus im universitären Raum und zur Frage von Boykottforderungen gegen Israel.

Die "Politische Ökonomie des Populismus"

Der Politikwissenschaftler Philip Manow nimmt in "Die Politische Ökonomie des Populismus" eine Deutung des genannten Phänomens vor, welches auf Reaktionen auf Entwicklungen im Bereich der Migration und des Warenaustausches zurückgeführt wird. Dabei erweitert er den bisherigen Blick um verschiedene Komponenten, geht auch sehr reflektiert und strukturiert vor, mündet aber dann doch in einer etwas ökonomiezentrierten Deutung.

Sammelband über die "Identitären" erschienen

Der von dem Fachjournalisten Andreas Speit herausgegebene Sammelband "Das Netzwerk der Identitären. Ideologe und Aktionen der Neuen Rechten" informiert über die rechtsextremistische Jugendbewegung. Die journalistischen Beiträge liefern Informationen zu vielen Detailaspekten des Themas, ihnen fehlt es aber auch an Belegen und Stringenz, was indessen nicht den Informationsgehalt schmälert.

Plädoyer für Linkspopulismus

Die Politikwissenschaftlerin Chantal Mouffe veröffentlichte ein Buch mit einem Plädoyer "Für einen linken Populismus", so der Titel, womit gegen Neoliberalismus und Rechtspopulismus angegangen werden soll. Auch wenn sie aus der Blickrichtung eines machtpolitischen Realismus interessante Überlegungen vorträgt, bleibt ihre Gegenkonzept "Linkspopulismus" doch in verschiedenerlei Hinsicht etwas konturlos und ist nicht unproblematisch.

Türkischer Rechtsextremismus

Der Journalist Thomas Rammerstorfer legt mit "Graue Wölfe. Türkische Rechtsextreme und ihr Einfluss in Deutschland und Österreich" ein Buch vor, das ein in der Rechtsextremismusforschung bislang weniger beachtetes Thema berührt. Auch wenn er grundlegende Basisinformationen vermittelt, dominieren doch viele Schwächen, fehlen doch eine klare Fragestellung und Struktur ebenso wie genauere Einschätzungen und Quellennachweise.