Forschung

Statue im "Parco di Pinocchio", Pescia.

Wer einmal lügt …

Von der Schummelei bei der Steuerklärung bis zu den großen Korruptionsskandalen – immer wieder lügen Menschen, um sich Vorteile zu verschaffen. In experimentellen Studien wird erforscht, welche persönlichen und umweltbedingten Faktoren Menschen zu Lügnern machen. Nun wurde eine umfangreiche Metaanalyse zum Lügen durchgeführt, die Erkenntnisse aus 565 Studien zusammenfasst. Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass die Tendenz zu Unehrlichkeit von Alter und Geschlecht abhängt.

Kirche in Berlin

Die Ausbreitungsdynamik des Christentums

Eine Studie an 70 austronesischen Gesellschaften zeigt, dass das Christentum vornehmlich von den Herrschern auf das Volk übertragen wurde. Nicht in großen, sondern in überschaubaren und hierarchisch gegliederten Gesellschaften wurde es am schnellsten übernommen. Sozial schwache Schichten und höhere Geburtenraten scheinen eine untergeordnete Rolle in der Verbreitungsdynamik zu spielen.

Mythen und Irrationales in vielerlei Gestalt

Ob Gentechnik-Ängste oder UFO-Verschwörungsglauben, ob Hoffnung auf Quantenheilung oder Psychopathie-Mythen – die Vorträge der Kortizes-Vortragsreihe "Vom Reiz des Übersinnlichen" beleuchteten auch dieses Jahr wieder Themen, bei denen Fehlvorstellungen verbreitet sind und die Rationalität gerne mal auf der Strecke bleibt.

Intrazytoplasmatische Spermieninjektion

Zum 40. Geburtstag von Louise Brown

Was heute eine Selbstverständlichkeit ist, war vor 40 Jahren noch eine Sensation: Vor 40 Jahren kam Louise Brown in England als erstes "Retortenbaby" dank In-vitro-Fertilisation zur Welt. Seitdem kamen rund 6,5 Millionen Kinder auf diese Art zur Welt.

Antisemitismus unter Flüchtlingen

Das "Jahrbuch für Antisemitismusforschung" erschien erneut mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten, wozu diesmal auch die Frage nach dem Antisemitismus unter Flüchtlingen gehört. Dessen Existenz wird dabei deutlich, die Relevanz ist indessen unklar. Insofern besteht hier weiterhin hoher Forschungsbedarf.

Schimpansen betreiben am liebsten mit Weibchen Fellpflege, die ein Baby haben, oder mit ihren Freunden

Affen passen Fellpflege an soziales Umfeld an

Wenn Menschen miteinander kooperieren wollen, berücksichtigen sie ihre Erfahrungen mit den potenziellen Kooperationspartnern und deren Eignung für eine bestimmte Aufgabe. Sie überlegen, ob die in Frage kommenden Partner zuverlässig sind oder ob vielleicht ein besserer Kandidat verfügbar ist. Zwei Primatenarten, die in komplexen sozialen Gruppen leben, wählen ihre Fellpflegepartner anhand einer Vielzahl von Kriterien aus, darunter ihrer sozialen Beziehung zum Partner und dessen Rangs.

Unsere weitverzweigten afrikanischen Wurzeln

Der moderne Mensch stammt nicht von einer einzigen Gründerpopulation in einer Region Afrikas ab, sondern seine Vorfahren lebten über den gesamten Kontinent verstreut. Die verschiedenen Jäger- und Sammlergruppen waren weitgehend voneinander isoliert. Getrennt durch Wüsten und dichte Wälder lebten sie in unterschiedlichen Lebensräumen. Jahrtausende der Trennung führten zu einer erstaunlichen Vielfalt menschlicher Gruppen, deren Vermischung letztlich unsere Spezies prägte.