Religiöse Symbole sollen aus den Gerichtssälen entfernt werden
Humanisten loben Justizminister Wolf
Grafik: r m / m k-d via st-stephanus-adelsdorf.de
Die Humanistische Alternative Bodensee (HABO) lobt den baden-württembergischen Justizminister Guido Wolf für seine Ankündigung, er wolle religiöse Symbole aus den Gerichtssälen des Bundeslandes verbannen.
Konkret bezog sich der CDU-Politiker zunächst auf Kopftücher von Justizangestellten, ergänzte aber, dass auch gut sichtbare Kreuze und Zeichen anderer Religionen schon bald nicht mehr getragen werden dürften. Die Justiz stehe für Unabhängigkeit und Neutralität, das müsse auch in religiöser Hinsicht gelten, betonte der ehemalige Spitzenkandidat der Christdemokraten bei der baden-württembergischen Landtagswahl, der eigentlich ein streng christliches Weltbild verfolgt.
Dennis Riehle, der Sprecher der Humanistische Alternative Bodensee (HABO), zeigt sich deshalb auch überrascht: "Noch nicht allzu lange ist die grün-schwarze Landesregierung im Amt, da hätte ich gerade ein solches Signal überhaupt nicht erwartet. Zumal beide Regierungsparteien und ihre zugehörigen Politiker ja in Baden-Württemberg den Hang zu einem überaus konservativen Werteverständnis haben. Und dass dann ausgerechnet von Guido Wolf ein solch klares Bekenntnis für den Säkularismus in der Justiz ausgegeben wird, ist durchaus beachtlich. Nicht einmal die Vorgängerregierung unter Grün-Rot hatte diesen Schritt gewagt, obwohl man ihr allemal eher zugetraut hätte, sich für religiöse Unabhängigkeit im Rechtsstaat einzusetzen".
Riehle zeigt sich zwar überzeugt, dass die Aussage Guido Wolfs unter der gesamtgesellschaftlichen Situation zu betrachten ist, in der vornehmlich ein Populismus gegenüber islamischer Kleidung und Symbolen aufgegriffen wird. "Immerhin hat Wolf die Chance aber nicht vertan, gegenüber allen Religionen deutlich zu werden. Das ist im Endeffekt entscheidend, denn es geht nicht um die Diskriminierung und ideologische Bestärkung von Vorurteilen gegen eine einzelne Überzeugung, sondern um die Tatsache, dass weder Kreuze, noch Kopftücher, noch Kippas bei staatlich Bediensteten in den Gerichtssälen etwas zu suchen haben. Insofern ist Wolfs Ansicht lobenswert und sollte Vorbild auch in anderen Bereichen des öffentlichen Lebens sein."
Kommentare (5)
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und wieder eine gute
und wieder eine gute Nachricht. geht doch voran.
Wieder ein Minister mit Hirn,
Wieder ein Minister mit Hirn, selten aber man lernt ja nie aus.
Bekommt meine volle Unterstützung. Ein Kreuz gehört in keinen Gerichtssaal.
Mein Hautarzt hat mir eine
Mein Hautarzt hat mir eine Kreuzallergie bescheinigt. Jetzt weiß ich,was er gemeint hat.
CDU nicht unterschätzen! Die
CDU nicht unterschätzen! Die haben auch Verstand! Und das Geeiere von Rot-Grün-Linke zugunsten von Religion und Mitleid nervt. Auch Lindner (FDP) sieht, dass der Säkularismus gefördert werden sollte. Die Kirchen sind steinreich und überaus mächtig geworden. Muss man die noch unterstützen? Zuviel des GUTEN! Bremst die Religion(en) und Kirchen(n) auf ein verträgliches Maß. Zur Zeit ist es unerträglich - wie sie die BRD, deren Parteienlandschaft und die Konfessionslosen dominieren! Sozial- und Kulturkonzerne (= Kirchen/Moscheen) bleiben Konzerne. das sind keine Gutmenschen sondern knallharte Lobbyisten. Einst hat sie die Säkularisation gezähmt. Jetzt sind sie wieder völlig ausgeufert! Ich habe nichts gegen christliche Humanisten! Aber alles gegen christlich-islamische Nichthumanisten (die sich mit unserem Namen schmücken)!
Humanistisches Grüßle Karin Resnikschek
In der CDU regiert die
In der CDU regiert die Vernunft, wenn das um sich greift: religiöse Neutralität. Gebt den Kirchen (Gott), was der Kirchen (Gottes) ist. Rö 13.
Keinesfalls mehr. Dann hätte Deutschland die französische Parole: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit auf weltanschaulichem Gebiet umgesetzt. Erfolg für alle. Die Welt braucht so viel mehr noch an Menschlichkeit. Gemeinsam geht's immer besser. Und wer bringt den Kretsch(mann) so weit? In unserem Bunde der Dritte... Karin Resnikschek